Diplomarbeit, 2008
105 Seiten, Note: 1,0
SUPERVISION
1. Teilnehmerorientierter Bildungsansatz
1.1 Aspekte des teilnehmerorientierten Bildungsansatzes
1.2 Bedeutung für die Supervision
2. Geschichtlicher Rückblick
3. Definition
3.1 Was ist Supervision und was leistet sie?
3.2 Was Supervision nicht ist
4. Supervisionsarten
4.1 Einzelsupervision
4.1.1 Formen der Einzelsupervision
4.2 Teamsupervision
4.2.1 Grundlangen der Teamsupervision
4.3 Gruppensupervision
4.3.1 Gruppenprozesse
4.3.2 Das „Johari – Fenster“
4.3.2.1 Veränderung der Verhaltensweise der Teilnehmer durch die Gruppe
5. Supervision in Wirtschaftsunternehmen
5.1 Notwendigkeit von Supervision in Wirtschaftsunternehmen
5.2 Aufgabenfelder der Supervision in Wirtschaftsunternehmen
5.2.1 Führungskräfteentwicklung
5.2.1.1 Führungsbegriff
5.2.1.2 Führungskraft
5.2.1.3 Die „6-K“ guter Führung
5.2.1.4 Themen in der Führungskräfteentwicklung
5.2.2 Teamentwicklung
5.2.2.1 Das Team
5.2.2.2 Die Teamarbeit
5.2.2.3 Ziele der Teamentwicklung
5.2.2.4 Phasen der Teamentwicklung
5.3 Die Rolle des Supervisors in der Wirtschaft
6. SYSTEMTHEORIE
6.1 Geschichtlicher Rückblick
6.2 Systemisches Denken
6.3 Systemisches Menschenbild
6.3.1 Begriffserklärung Menschenbild
6.3.2 Systemisches Menschenbild
6.4 Kybernetik 1. Ordnung und 2. Ordnung
6.4.1 Kybernetik 1. Ordnung
6.4.2 Kybernetik 2. Ordnung
6.5 Systemtheorie nach Luhmann
6.5.1 Soziale Systeme
6.5.2 System - Umwelt
6.5.3 Autopoiese
6.5.4 Kommunikation
6.5.5 Doppelte Kontingenz
6.5.6 Sinn
7. Systemische Supervision
8. Alternative Beratungsmethoden
8.1 Organisationsberatung
8.1.1 Begriffserklärung Organisation
8.1.2 Aufgaben und Themen in der Organisationsberatung
8.1.3 Phasen der Organisationsberatung
8.1.4 Rolle des Organisationsberaters
8.1.5 Ziel der Organisationsberatung
8.2. Unternehmensberatung
8.2.1 Begriffserklärung und Aufgabe des Unternehmensberaters
8.2.2 Ablauf einer Unternehmensberatung
8.3. Projektberatung
8.3.1 Projektarbeit vs. Linienarbeit
8.3.2 Das Projekt
8.3.3 Allgemeine Merkmale von Projekten
8.3.4 Aufgaben der Projektberatung
8.4. Coaching
8.4.1 Definition
8.4.2 Geschichtlicher Rückblick
8.4.3 Gewerberechtliche Vorschriften
8.4.4 Kompetenzen eines Coaches
8.5 Anlässe für Coaching
9. Resümee
Die Diplomarbeit untersucht die Rolle und den Einsatz von Supervision in Wirtschaftsunternehmen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den Aufgabenfeldern Führungskräfteentwicklung und Teamentwicklung liegt. Ziel ist es, die Notwendigkeit dieser Beratungsform im wirtschaftlichen Sektor aufzuzeigen, den systemischen Ansatz zu erläutern und den Zusammenhang zwischen Supervision und Coaching zu analysieren.
4.3.2.1 Veränderung der Verhaltensweise der Teilnehmer durch die Gruppe
In einer neuen Gruppe ist zu Beginn des Prozesses das Feld A sehr klein und es gibt kaum freie spontane Interaktionen zwischen den Mitgliedern. Nach und nach entsteht unter den Teilnehmern aber Vertrauen und folglich vergrößert sich der Bereich der öffentlichen Person. D.h. die Gruppenmitglieder sind freier und verhalten sich so wie sie sind und nehmen auch die Anderen so war. Weiters empfinden sie es weniger notwendig Dinge über sich, vor den Anderen zu verbergen oder zu leugnen. Je größer das Feld A wird, desto kleiner wird in der Folge das Feld B (siehe Abb. 2) (Konecny/Leitner 1997, 328).
Positive Gruppenerfahrungen erhöhen die sozialen Kompetenzen eines Menschen. Dies gilt auch für die Reflexionen von Berufserfahrungen in einer Supervisionsgruppe, bei der die Teilnehmer nicht in einer unmittelbaren Arbeitsbeziehung zueinander stehen (Belardi 1996, 108f).
SUPERVISION: Einführung in das Berufsfeld, die Bedeutung teilnehmerorientierter Ansätze und die verschiedenen Formen wie Einzel-, Team- und Gruppensupervision.
SYSTEMTHEORIE: Erläuterung der systemtheoretischen Grundlagen nach Luhmann, inklusive Kommunikation, Autopoiese und doppelter Kontingenz.
Systemische Supervision: Darstellung der Anwendung systemischer Ansätze in der Supervision und der Rolle des Supervisors im Prozess.
Alternative Beratungsmethoden: Überblick über ergänzende Beratungsformate in der Wirtschaft wie Organisationsberatung, Unternehmensberatung, Projektberatung und Coaching.
Resümee: Zusammenfassung der Forschungsergebnisse und Beantwortung der Ausgangsfragen zur Relevanz von Supervision im Wirtschaftsbereich.
Supervision, Wirtschaftsunternehmen, Teamentwicklung, Führungskräfteentwicklung, Systemtheorie, Niklas Luhmann, Coaching, Organisationsberatung, Gruppendynamik, Kommunikation, Projektberatung, berufsbezogene Beratung, Selbstreflexion, Systemischer Ansatz.
Die Arbeit untersucht, welchen Beitrag Supervision zur Lösung von Problemen und zur Reflexion von Arbeitsprozessen in Wirtschaftsunternehmen leisten kann.
Die zentralen Themen sind die Führungskräfteentwicklung und die Teamentwicklung sowie die theoretische Fundierung durch systemische Ansätze.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche sowie der Analyse empirischer Daten zur Häufigkeit von Supervisionseinsätzen in verschiedenen Branchen.
Durch ständige Veränderungen, flachere Hierarchien und den wachsenden Druck im Wettbewerb benötigen Unternehmen Formate zur psychosozialen Unterstützung und Reflexion.
Coaching wird in dieser Arbeit als spezielle Form der Einzelsupervision betrachtet, wobei beide Begriffe in der Wirtschaft teilweise synonym verwendet werden.
Sie dient als theoretischer Rahmen, um Organisationen als komplexe soziale Systeme zu verstehen, deren Funktionsweise durch Kommunikation bestimmt wird.
Es ist ein Modell, das visuell verdeutlicht, wie sich durch Vertrauen in der Gruppe die öffentliche Person erweitert und soziale Kompetenzen gestärkt werden.
Der Prozess wird in die vier Phasen Forming, Storming, Norming und Performing unterteilt.
Ein Supervisor benötigt im Wirtschaftskontext spezifische Feldkenntnisse, um von den Akteuren in Profit-Organisationen akzeptiert und als kompetenter Partner wahrgenommen zu werden.
Die Arbeit bestätigt, dass Großunternehmen aufgrund ihrer Struktur und Ressourcen experimentierfreudiger sind und daher Supervision häufiger einsetzen als Kleinunternehmen.
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