Bachelorarbeit, 2015
40 Seiten, Note: 1,0
1 Themenstellung, Relevanz des Themas und Aufbau der Arbeit
2 Risikomanagement
2.1 Risikobegriff
2.2 Begriff des Risikomanagement
2.3 Ursprung und Entwicklung von Risikomanagementsystemen
2.4 Ziele und Aufgaben eines Risikomanagementsystems
2.5 Risikofaktoren eines Unternehmens
2.5.1 Leistungswirtschaftliche Risiken
2.5.2 Finanzwirtschaftliche Risiken
2.6 Risikoberechnung
2.6.1 Value at Risk
2.6.2 Capital Asset Pricing Model
2.7 Zusammenfassung
3 Shareholder Value Management
3.1 Begriff des Shareholder Value
3.2 Idee und Grundlage des Shareholder Value Managements
3.3 Ziele und Aufgaben des Shareholder Value
3.4 Berechnung des Shareholder Values
3.4.1 Cash-Flow Prognose
3.4.2 Diskontierung der Cash-Flow Prognose
3.4.3 Residualwert
3.5 Kritik am Shareholder Value.
3.6 Zusammenfassung
4 Unternehmenswertsteigerung durch Risikomanagement
4.1 Situation auf vollkommenen Märkten
4.2 Beeinflussung der Steuerlast
4.3 Einflussnahme auf Transaktionskosten
4.4 Prinzipal-Agent-Problematik
4.5 Fremdkapitalbeschaffung
4.6 Verbesserung der Entscheidungsqualität
4.7 Wertbeitrag durch Risikotransfers
5 Kritische Würdigung und Ausblick
Diese Bachelorarbeit untersucht, wie ein systematisches Risikomanagement zur Steigerung des Unternehmenswertes beitragen kann, indem es die Verbindung zwischen Risikoüberwachung und dem Shareholder-Value-Management-Konzept analysiert.
4.4 Prinzipal-Agent-Problematik
Die Agency-Theorie basiert auf der Tätigkeit eines Agenten im Auftrag eines Prinzipals. Dazu erteilt der Prinzipal dem Agenten Entscheidungsbefugnisse, da der Agent in dieser Tätigkeit besser informiert oder qualifiziert ist (Informationsasymmetrie). Umweltzustände beeinflussen das Ergebnis der Tätigkeit, was es für den Prinzipal erschwert eine schlechte Leistung auf die Arbeit des Agenten oder den Umweltzustand zurückzuführen. Die Entscheidungsfreiheit und der Informationsvorteil können dazu führen, dass der Agent eigenen Interessen verfolgt und die Interessen seines Prinzipals vernachlässigt. Durch diesen Konflikt entstehen durch Überwachung und Bindung des Agenten Agency-Kosten. Der Prinzipal kann diese Kosten an den Agenten weitergeben, jedoch nur bis zur Schwelle an der die Annahme der Tätigkeit für den Agenten unattraktiv wird. Hieraus ergibt sich, dass beide Parteien Interesse an einer Minimierung der Konfliktkosten haben.
Zwei Typen von Agency-Problemen sind für das Risikomanagement relevant: das Risikopräferenzproblem, welches auf die Beziehung zwischen Eigentümer und Manager eingeht, sowie das Unterinvestitionsproblem, welches sich der Eigentümer-Gläubiger-Beziehung widmet.
Für den Manager stellt der zukünftige Wert seiner Arbeit das größte Vermögen dar. Dieses Vermögen wird negativ beeinflusst durch zunehmendes Risiko des Cash-Flows seines Unternehmens und durch Reputationsverluste im Falle eines Konkurses. Gegen diese unternehmensspezifischen Risiken kann sich der Investor durch Diversifikation absichern. Manager sind diesen Risiken meist ausgesetzt, wodurch sich ein Risikopräferenzproblem ergibt. Durch dieses Problem entstehen Agency-Kosten durch Opportunitätskosten. Die Opportunitätskosten ergeben sich hier durch risikomildernde Maßnahmen, wie zum Beispiel Diversifikation außerhalb des Kerngeschäftes oder der nicht steueroptimalen Minimierung des Verschuldungsgrades. Reduziert das Unternehmen das finanzielle Risiko des Managers durch Risikomanagement, verringert dies auch die Gefahr, dass das Management nicht im Sinne der Investoren handelt.
1 Themenstellung, Relevanz des Themas und Aufbau der Arbeit: Einleitung in die Bedeutung von Risikomanagementsystemen in einer globalisierten Welt sowie Formulierung der zentralen Forschungsfrage.
2 Risikomanagement: Definition der Risikobegriffe, Erläuterung der Aufgaben eines Risikomanagementsystems und Darstellung relevanter Methoden zur Risikoberechnung wie VaR und CAPM.
3 Shareholder Value Management: Analyse des Konzepts der wertorientierten Unternehmensführung nach Rappaport, einschließlich der Berechnungsgrundlagen und einer kritischen Würdigung des Modells.
4 Unternehmenswertsteigerung durch Risikomanagement: Untersuchung der synergetischen Potenziale, wie die Reduzierung von Steuerlast und Transaktionskosten sowie die Verbesserung der Entscheidungsqualität durch aktives Risikomanagement.
5 Kritische Würdigung und Ausblick: Synthese der Ergebnisse, die eine erfolgreiche Verknüpfung von Risikomanagement und Shareholder Value Management belegt und zukünftige Forschungsfelder aufzeigt.
Risikomanagement, Shareholder Value, Unternehmenswertsteigerung, Risikobewertung, KonTraG, Cash-Flow Prognose, Risikotransfers, Agency-Theorie, Finanzwirtschaftliche Risiken, Risikofrüherkennung, Kapitalkosten, Unternehmenssteuerung, Risikopräferenz, Marktvolatilität, Werttreiber.
Die Arbeit untersucht die theoretische und praktische Verbindung zwischen Risikomanagementsystemen und dem Shareholder-Value-Management-Konzept mit dem Ziel, Wege zur Steigerung des Unternehmenswertes aufzuzeigen.
Die zentralen Felder sind die Risikoanalyse und -steuerung innerhalb von Unternehmen sowie die Anwendung wertorientierter Kennzahlen zur Planung und Bewertung der Geschäftstätigkeit.
Die zentrale Forschungsfrage lautet, inwiefern ein systematisches Risikomanagement zu einer messbaren Steigerung des Unternehmenswertes beitragen kann.
Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse, die betriebswirtschaftliche Konzepte wie das Risikomanagement (ISO 31000, KonTraG) und das Shareholder-Value-Konzept (Rappaport) zusammenführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Vorstellung der beiden Konzepte und eine anschließende Analyse ihrer Verknüpfungspunkte, unter anderem bei der Beeinflussung der Steuerlast und der Transaktionskosten.
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Risikomanagement, Shareholder Value, Wertsteigerung, Risikofaktoren, Agency-Theorie und Unternehmenssteuerung.
Das KonTraG fokussiert sich stärker auf die frühzeitige Erkennung bestandsgefährdender Risiken, während andere Definitionen, wie die ISO 31000, einen breiteren, auf Wertschöpfung und Unsicherheitsmanagement ausgerichteten Ansatz verfolgen.
Durch die Stabilisierung der Cash-Flows und die Reduzierung der Konkurswahrscheinlichkeit können Opportunitätskosten gemindert werden, was dazu führt, dass das Management stärker im Sinne der Investoren agiert.
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