Bachelorarbeit, 2020
88 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Hilfen zur Erziehung in der Kinder- und Jugendhilfe
2.1 Begriffsklärung
2.2 Rechtliche Rahmenbedingungen
2.3 AdressatInnen
2.4 Der Hilfeplan: ein zentrales Steuerungsinstrument
2.5 Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte
3 Die sozialpädagogische Familienhilfe
3.1 Grundprinzipien in der Arbeit mit Familien
3.1.1 Freiwilligkeit und Partizipation der Familie
3.1.2 Vertrauensvolle Beziehungsgestaltung
3.2 Ansätze und Methoden
3.2.1 Lebensweltorientierung
3.2.2 Empowerment
3.2.3 Systemischer Ansatz
3.2.4 Resilienzförderung in der Familie
3.3 Familienziele formulieren: Umsetzung und Evaluation
3.4 Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte
4 Das Fit-Konzept nach Remo Largo
4.1 Grundbedürfnisse und Bindungsverhalten des Kindes
4.2 Fit: Die Übereinstimmung des Kindes mit seiner Umwelt
4.2.1 Die drei Hauptkomponenten für das kindliche Wohlbefinden
4.2.2 Die Bedeutung einer kindgerechten Umwelt
4.2.3 Kindorientierte Erziehungshaltung der Eltern
4.3 Misfit: Ungenügende Passung zwischen Kind und Umwelt
4.3.1 Risiko- und Schutzfaktoren
4.3.2 Auswirkungen von Misfits
4.3.3 Behebung von Misfits
4.4 Zusammenfassung der wesentlichen Inhalte
5 Unterstützungsmöglichkeiten des Fit-Konzepts in der Familienhilfe
5.1 Zwischen Autonomie und Gemeinsamkeit: Anerkennung der individuellen Bedürfnisse in der Familie
5.2 Spannungsfelder und Misfits aufdecken
5.2.1 Innerhalb der Familie
5.2.2 Im Sozialraum
5.3 Erstellung eines Familienkonzepts
5.3.1 Was funktioniert gut - geht fit
5.3.2 Wo gibt es Änderungsbedarf - Misfit
5.3.3 Änderungsprozesse definieren und einleiten
5.3.4 Das Selbstbild der Familie
5.4 Die Rolle der Familienhilfe
6 Schlussbetrachtung
Die vorliegende Bachelor-Thesis untersucht, inwieweit das Fit-Konzept des Schweizer Kinderarztes Remo Largo in der sozialpädagogischen Familienhilfe Anwendung finden kann, um Familienmitglieder zu unterstützen und in ihrer Individualität zu stärken. Ziel ist es, ein theoretisch fundiertes Verständnis für die Passung zwischen Kind und Umwelt zu entwickeln und daraus Handlungsmöglichkeiten für die Familienhilfe abzuleiten, um so das Wohlbefinden und den Selbstwert der Familienmitglieder nachhaltig zu verbessern.
4.2 Fit: Die Übereinstimmung des Kindes mit seiner Umwelt
Hinter der Bezeichnung „Fit-Konzept“ steht eine Erziehungshaltung, die auf eine möglichst gute Übereinstimmung zwischen den individuellen Bedürfnissen und Entwicklungseigenheiten des Kindes und seiner Umwelt abzielt (vgl. Largo 2015, S. 248). Largo weist darauf hin, dass der Begriff „Fit“ von Stella Chess und Alexander Thomas entlehnt ist. Diese beiden Forscher haben in ihrem Werk „Origins and evolution of behavior disorders“ (New York, 1984) den Ausdruck ‚goodness of fit‘ eingeführt. Dieser Terminus bedeutet, dass sich ein Kind am besten entwickelt, wenn Übereinstimmung zwischen seinem Temperament und seiner Motivation und den Erwartungen und Möglichkeiten seiner Umwelt besteht. Das Fit-Konzept von Remo Largo ist umfassender und folgt einem ganzheitlichen Ansatz, indem es nicht nur Temperament und Motivation, sondern das ganze Kind einbezieht (vgl. ebd.).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der sozialpädagogischen Familienhilfe ein und stellt die Forschungsfrage sowie das zentrale Fit-Konzept nach Remo Largo vor.
2 Hilfen zur Erziehung in der Kinder- und Jugendhilfe: Dieses Kapitel erläutert die gesetzlichen Rahmenbedingungen und die Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe sowie die zentrale Bedeutung der Hilfeplanung.
3 Die sozialpädagogische Familienhilfe: Hier werden die Grundprinzipien, Ansätze und Methoden der sozialpädagogischen Familienhilfe detailliert beschrieben, insbesondere im Hinblick auf die Zusammenarbeit mit Familien.
4 Das Fit-Konzept nach Remo Largo: Dieses Kapitel stellt das verhaltensbiologische Modell von Remo Largo umfassend vor und erläutert die Bedeutung von Übereinstimmungen (Fit) und mangelnden Passungen (Misfits) zwischen Kind und Umwelt.
5 Unterstützungsmöglichkeiten des Fit-Konzepts in der Familienhilfe: Hier wird analysiert, wie das Fit-Konzept konkret in der Familienhilfe genutzt werden kann, um Misfits aufzudecken und durch ein Familienkonzept zu beheben.
6 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und bewertet die Anwendbarkeit des Fit-Konzepts als wertvolle Bereicherung für die sozialpädagogische Arbeit.
Erziehung, sozialpädagogische Familienhilfe, Fit-Konzept, Familie, Misfit, Selbstwert, Individualität, Kindeswohl, Lebensweltorientierung, Empowerment, Resilienzförderung, Bindungsverhalten, Hilfeplanung, Pädagogik.
Die Arbeit untersucht die Anwendung des verhaltensbiologischen Fit-Konzepts von Remo Largo innerhalb der ambulanten sozialpädagogischen Familienhilfe.
Die zentralen Felder sind die Methoden der sozialpädagogischen Familienhilfe, die Bedürfnisse von Kindern und Eltern sowie die Analyse von Passungsprozessen (Fit) zwischen Individuum und Umwelt.
Ziel ist es zu klären, wie das Fit-Konzept genutzt werden kann, um Familienmitglieder in ihrer Individualität besser wahrzunehmen und durch gezielte Unterstützung zu stärken.
Die Arbeit basiert methodisch auf einer systematischen Auswertung und Analyse einschlägiger Fachliteratur zur Sozialen Arbeit und Entwicklungspsychologie.
Der Hauptteil befasst sich mit den Grundlagen der Familienhilfe, der ausführlichen Darstellung des Fit-Konzepts nach Remo Largo sowie konkreten Möglichkeiten zur Umsetzung dieses Konzepts in der Praxis der Familienhilfe.
Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Erziehung, Familienhilfe, Fit-Konzept, Individualität, Misfit und Selbstwert beschreiben.
Misfits sind ungenügende Übereinstimmungen zwischen dem Individuum und seiner Umwelt. In der Arbeit werden sie als Ursache für Verhaltens- und Entwicklungsauffälligkeiten analysiert, die durch die Familienhilfe behoben werden können.
Dies erfolgt durch eine sozialpädagogische Analyse, bei der ein Profil der individuellen Bedürfnisse und Kompetenzen der Familienmitglieder erstellt und mit der Umwelt abgeglichen wird.
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