Examensarbeit, 2005
106 Seiten, Note: 1,7
I. Einleitung
II. Theoretische Grundlagen
1. Gesundheitsbewusstsein im Kinder- und Jugendalter
1.1. Historischer Rückblick in die Geschichte der Jugend
1.2. Gesundheitsrelevantes Verhalten im Jugendalter
1.2.1. Definition von Gesundheit
1.2.2. Gesundheitsgefährdendes Verhalten bei Jugendlichen
1.3. Ursachen für die Bereitschaft zum Drogenkonsum bei Kindern und Jugendlichen
2. Die Bedeutung von Musik im Jugendalter
2.1. Musikstile und ihre Charaktere
2.2. Musik als Ausdrucksmittel
2.3. Musik als Stimmungsregler
2.4. Wirkung von Musik in der Therapie
2.5. Musik und ihre Bedeutung in der Schule
3. Musik eine Droge wie Heroin
3.1. Theoretische Grundlagen von legalen/illegalen Drogen
3.2. Definition zur Unterscheidung von legalen/illegalen Drogen
3.3. Tabak- und Alkoholkonsum im Bezug auf die Gesellschaft
3.4. Zigarettenkonsum im frühen Jugendalter
3.5. Alkoholkonsum im frühen Jugendalter
3.6. Einstiegsalter und Einstiegsgrund bei legalen Drogen
3.7. Einstiegsalter und Einstiegsgrund bei illegalen Drogen
3.8. Musik - eine Alltagsdroge
4. Die Beatles und der Drogenkonsum Ihrer Zeit - Popmusik 1956 – 1972 und der „Summer of 1967-1970“
4.1. Die Jugendphase als Lebensabschnitt - Individualisierung im Kinder- und Jugendalter: Abgrenzung und Zusammenschluss
4.1.1. Charakteristika von Altersgruppierungen
4.2. Identitätsfindung - Jugendliche als Mitgestalter ihrer Lebenswelten - die Hippies
4.3. Musik und Drogen als Ersatzbefriedigungen
4.4. Auswirkungen der Popmusik auf die Sozialisation und Persönlichkeitsentwicklung Heranwachsender
4.5. Musik als täglicher Begleiter
5. Ursachen für die Bereitschaft zum Drogenkonsum bei Kindern und Jugendlichen
6. Frühe schulische Drogenprophylaxe mit musikalischen Mitteln
6.1. Professionelle Hilfe auf persönlicher Basis
6.2. Schule als wichtiger Bestandteil zur Drogenprävention und Aufklärung
6.2.1. Fächerbezogene Suchtvorbeugung
III. Planung und Durchführung einer fächerübergreifenden Unterrichtseinheit zur Drogenprävention
1. Didaktische Vorüberlegungen
1.1. Lernvoraussetzungen der Schüler
1.2. Musikalisch - ästhetische Erfahrung als „sinnlicher Einstieg“ in ein komplexes Thema
1.3. Die Lernziele der Unterrichtsreihe
1.4. Methodische Vorüberlegungen zur Unterrichtsreihe
1.5. Die Lerninhalte der Unterrichtsreihe
2. Planung der Einzelstunden
2.1. Planung der 1. Stunde: „Lucy in the sky with diamonds“/Einführung in das Thema
2.2. Planung der 2. Stunde: Der „Suchtsack“/Erkennung von Alltagsdrogen
2.3. Planung der 3. Stunde: Legale/illegale Drogen
2.4. Planung der 4. Stunde: Gemeinsames Musizieren/Reproduktion des Beatles Songs
2.5. Planung der 5. Stunde: The Beatles und ihr Drogenkonsum/ Wie kann ich mich vor Drogen schützen
2.6. Planung der 6. Stunde: Szenisches Spiel/ Spielerische Darstellung der Drogenszene
2.7. Planung der 7. Stunde: Festigung der Ergebnisse/Wurzeln schlagen
3. Durchführung der Unterrichtsreihe
4. Nachbereitung der Unterrichtsreihe
4.1. Untersuchung der Lernergebnisse im kognitiven Bereich
4.2. Untersuchung im emotionalen Bereich
4.3. Vergleich der Anforderungen im Hinblick auf die unterschiedlichen Klassenstufen
4.4. Geschlechtsspezifische Unterschiede
4.4.1. Jungen und Mädchen im Vergleich (Offenheit, Zurückhaltung, Umgang mit dem Thema)
4.4.2. Identifikation mit den Inhalten zur Weitergabe vom erlangten Wissen
5. Fazit: Sinnvoller Einsatz der Drogenprophylaxe ab der fünften Klasse
IV. Resumée und Ausblick
Die Arbeit untersucht die Möglichkeiten einer frühen Drogenprophylaxe in der Schule durch die Verbindung von Musikpädagogik und Suchtprävention. Das primäre Ziel ist es, Fünftklässler durch einen ästhetischen Zugang über die Beatles und ihre Musik für die Gefahren von legalen und illegalen Drogen zu sensibilisieren, ohne dabei auf den erhobenen Zeigefinger zu setzen, sondern die Selbstkompetenz zu stärken.
3.8. Musik - eine Alltagsdroge
Interessant ist, dass in vielen Büchern Alltagsdrogen wie Musik gar nicht auftauchen wie z.B. im Lehrbuch der Suchterkrankungen. Ist die Musik gar keine „Droge“? Können wir sie ohne Bedenken, ohne Grenzen und jede Art von Musik konsumieren?
Musik ist allgegenwärtig und ein ständiger Begleiter bei unseren täglichen Abläufen - im Kaufhaus, im Auto, im Café usw. Ob bewusst oder unbewusst wahrgenommen, aktuell betrachtet oder in der Geschichte zurückblickend ist Musik ein wichtiger Bestandteil der Menschen gewesen und ist es noch. Aber warum ist das Phänomen Musik so wichtig für uns Menschen? Ich habe schon einmal den Pädagogen Georg Picht zitiert, der davon ausgeht, dass Menschen ohne Musik nicht leben können.
Aus dem Artikel „Zur musikpädagogischen Drogendiskussion“ in der Zeitschrift „Musik und Unterricht“ konsumieren und praktizieren Menschen Musik als Droge. Es wird an dieser Stelle deutlich gemacht, dass die Musik als Droge noch nicht weitgehend erforscht ist. Georg Picht vergleicht jedoch die mögliche manipulierende Wirkung der Musik mit illegalen Drogen. (1) Ich möchte speziell auf das Wirkungsspektrum von Popmusik bei Kindern und Jugendlichen eingehen. Ausschlaggebend bei dieser Musik ist, dass sie sowohl eine Botschaft im Text wie auch in der Musik hat. (2)
„In der Popularmusik werden in de Regel gleichzeitig alle Formen der Kommunikation angesprochen. Da es sich in der Regel um ein kurzes instrumental begleitetes Lied handelt, enthält Popularmusik immer eine spezifische Botschaft in Text und Musik (als Untertext). Zweitens erfüllt sie bestimmte Dienste (Entspannung, Animation, Ersatzbefriedigung usw.), die käuflich erwerbbar sind. Gleichzeitig ist sie in Form einer gepressten Schallplatte ein Wert- und Sammelobjekt. Drittens bietet sich der Interpret als Partner für die Projektion libidinöser Energie.“ (3) Popmusik schafft uns somit eine Fantasiewelt, hilft uns den Alltag zu vergessen und ermöglicht neue Perspektiven. Musik verändert die Ursache, weshalb Jugendliche Musik hören, nicht, aber sie hilft Gefühle zu verarbeiten bzw. auszuleben. Sie ist „Balsam“ für die Seele, fürs Wohlbefinden. Musik ist eine Ersatzbefriedigung von vielen wie z.B. Nikotin, Sport, Cannabis um nur drei als Beispiel herauszugreifen. Sie ist ein Weg, ohne
I. Einleitung: Die Autorin legt den Grundstein für ihre Unterrichtseinheit, indem sie die Popularität der Beatles nutzt, um ein Bewusstsein für Drogenrisiken bei Jugendlichen zu schaffen.
II. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel beleuchtet das Gesundheitsverständnis und die soziologischen Faktoren der Jugendphase, die zu gesundheitsgefährdendem Verhalten führen können.
III. Planung und Durchführung einer fächerübergreifenden Unterrichtseinheit zur Drogenprävention: Der Hauptteil beschreibt das methodische Vorgehen und die praktische Umsetzung der Unterrichtsreihe in einer 5. Klasse der Realschule.
IV. Resumée und Ausblick: Ein abschließender Rückblick auf die erzielten Lernergebnisse und eine Bewertung der Wirksamkeit des gewählten methodischen Ansatzes.
Drogenprophylaxe, Musiktherapie, Jugendphase, Beatles, Alltagsdrogen, Suchtprävention, Sozialisation, Identitätsfindung, Popmusik, Unterrichtsversuch, Gesundheitsbewusstsein, Risikoverhalten, Musikpädagogik, Konsumverhalten, Realschule
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption und Durchführung eines Unterrichtsversuchs zur Drogenprophylaxe im Fach Musik an einer Realschule.
Die Arbeit verknüpft die Lebenswelt von Jugendlichen, die psychologische Bedeutung von Musik sowie wissenschaftliche Erkenntnisse zu Drogenkonsum und Präventionsmethoden.
Das Hauptziel ist es, Schülern der 5. Klasse durch einen motivierenden musikalischen Einstieg ein Bewusstsein für Drogenrisiken zu vermitteln und ihre soziale und psychische Kompetenz zu stärken.
Die Autorin nutzt eine didaktische Unterrichtsplanung, kombiniert mit einer empirischen Nachbereitung in Form von Fragebögen, um den Wissenszuwachs und die Verhaltensveränderungen der Schüler zu dokumentieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einleitung in das Thema Drogen und Musik sowie die detaillierte Planung und praktische Durchführung der Unterrichtseinheit mit Schülern.
Drogenprophylaxe, Musiktherapie, Identitätsfindung, Jugendphase und schulische Präventionsarbeit sind die zentralen Begriffe.
Die Beatles dienen als ästhetischer Ankerpunkt, um über ihre Musik und ihren (behaupteten) Drogenkonsum einen sinnlichen, schülergerechten Zugang zum komplexen Thema der Drogenprävention zu ermöglichen.
Die Autorin beobachtete, dass Jungen bei praktischen musikalischen Gruppenarbeiten aktiver waren, während Mädchen sich bei Diskussionsformaten oder dem szenischen Spiel teilweise zurückhaltender, aber gewissenhaft beteiligten.
Ja, die Autorin resümiert, dass eine frühzeitige Aufklärung ab der 5. Klasse sinnvoll ist, um Schüler als eigenständige Persönlichkeiten zu erreichen und ihnen alternative Bewältigungsstrategien für Alltagsprobleme an die Hand zu geben.
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