Bachelorarbeit, 2008
155 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Landesanstalt für Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume Baden-Württemberg
1.2 Fragestellung der Arbeit
1.3 Aufbau der Arbeit
2. Kooperation der Landesinitiativen „BeKi“ und „Blickpunkt Ernährung“ in Baden-Württemberg mit dem Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (GHS) Schwäbisch Gmünd
2.1 Zwei Landesinitiativen mit Zukunft
2.1.1 BeKi – Bewusste Kinderernährung
2.1.2 Blickpunkt Ernährung
2.2 Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (GHS) Schwäbisch Gmünd
2.3 Ziele der Kooperation
2.4 Zusammenfassung
3. Naturwissenschaftliche Experimente – Theoretische Aspekte
3.1 Naturwissenschaftliches Arbeiten
3.1.1 Begriffsdefinitionen
3.1.2 Bedeutung
3.1.3 Zusammenfassung
3.2 Naturwissenschaftliche Experimente im Sachunterricht
3.2.1 Bildungsplan in Baden-Württemberg
3.2.2 Sachunterricht, Kompetenzfelder und Realität
3.2.3 Zusammenfassung
3.3 Martin Wagenschein
3.3.1 Biographie
3.3.2 Genetisch-exemplarisch-sokratisches Entdecken
3.3.3 Zusammenfassung
3.4 Zusammenfassung
4. „Küche als Lernort für naturwissenschaftliche Experimente“ – Vorstellung der Stationen in Theorie und Praxis
4.1 Vorgehensweise und Methodenwahl
4.2 Zielgruppe und Ziele
4.3 Aufbau der Stationen
4.3.1 Station Getränke
4.3.2 Station Gemüse
4.3.3 Station Obst
4.3.4 Station Kartoffeln
4.3.5 Station Getreide
4.3.6 Station Milch
4.3.7 Station Eier
4.3.8 Station Fett
4.4 Stationen in der Praxis – ein erster Erfahrungsbericht
4.4.1 Vorgehensweise
4.4.2 Bewertung SchülerInnen
4.4.3 Bewertung LehrerInnen
4.4.4 Diskussion der Ergebnisse
4.5 Zusammenfassung
5. Gender
5.1 Begriffsklärung
5.2 Gibt es einen Ingenieurmangel in Deutschland?
5.2.1 Rolle der Frau in den Naturwissenschaften
5.2.2 Möglichkeiten zur Interessenförderung
5.3 Zusammenfassung
6. Resümee
Die Bachelorarbeit untersucht, ob die Küche als Lernort für naturwissenschaftliche Experimente und Grunderfahrungen im Sachunterricht einen Beitrag zur Verbesserung der naturwissenschaftlichen Bildung und zur Steigerung des Interesses an naturwissenschaftlichen Fragestellungen leisten kann.
3.3.2 Genetisch-exemplarisch-sokratisches Entdecken
Wagenschein hält 1965 auf einem Seminar für Didaktik der Mathematik an der Universität Münster einen Vortrag zum Problem des Genetischen Lehrens. Das Wort Genetisch umfasst die „Dreiheit“ genetisch-sokratisch-exemplarisch und gehört für Wagenschein „[…] zur Grundstimmung des Pädagogischen überhaupt“. „Pädagogik hat […] mit dem werdenden Menschen und – im Unterricht, als Didaktik – mit dem Werden des Wissens in ihm“ zu tun.
Frage 1: Warum exemplarisch? Wie die Abbildung acht zeigt, kritisiert Wagenschein (1982) zunächst die Stofffülle an Schulen. In Zusammenhang mit der begrenzten zur Verfügung stehenden Zeit kann der Stoff, zulasten der Vollständigkeit, nur noch gehetzt und nicht mehr gründlich genug behandelt werden. Infolgedessen wird es dem Lehrer kaum gelingen seine SchülerInnen für längere Zeit zu motivieren. Eine „subtraktive Auskämmung“ hingegen führt lediglich zu einem verdünnten systematischen Lehrgang, das heißt der Stoff wird fadenscheinig und gehaltlos. Aus der „Vielwisserei“ wird somit schnell eine „Wenigwisserei“. „Es bedarf also der Auswahlprinzipien, der Beschränkung auf das ‚Wesentliche‘“.
Durch die Errichtung von Plattformen können gewisse Themen ausgewählt und sich auf das „Wesentliche“ beschränkt werden. Wagenschein (1982, S. 10) empfiehlt daher „[…] den ‚Mut zur Lücke‘ zu haben, das heißt: den Mut zur Gründlichkeit und bei begrenzten Ausschnitten intensiv zu verweilen“.
1. Einleitung: Vorstellung der Landesinitiative und Einordnung der Forschungsfrage in das aktuelle PISA-Umfeld.
2. Kooperation der Landesinitiativen „BeKi“ und „Blickpunkt Ernährung“ in Baden-Württemberg mit dem Staatlichen Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (GHS) Schwäbisch Gmünd: Beschreibung der Kooperationspartner und deren Ziele zur Ernährungserziehung.
3. Naturwissenschaftliche Experimente – Theoretische Aspekte: Fundierung des naturwissenschaftlichen Arbeitens, Einführung in den Bildungsplan sowie das didaktische Konzept von Martin Wagenschein.
4. „Küche als Lernort für naturwissenschaftliche Experimente“ – Vorstellung der Stationen in Theorie und Praxis: Konzeption, Aufbau und kritischer Erfahrungsbericht der entwickelten Lernstationen.
5. Gender: Untersuchung der Rolle von Frauen in den Naturwissenschaften und Möglichkeiten zur Interessenförderung.
6. Resümee: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfrage und Ausblick auf zukünftige Ansätze der naturwissenschaftlichen Förderung.
Naturwissenschaften, Experimente, Küche, Ernährungserziehung, Grundschule, Sachunterricht, Martin Wagenschein, Genetisches Lernen, BeKi, Blickpunkt Ernährung, Gender, Fachkräftemangel, Kompetenzfelder, Bildungsplan, Experimentierstationen.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Nutzung der Küche als Lernort für naturwissenschaftliche Experimente in der Grundschule, um das Interesse von Kindern an naturwissenschaftlichen Fragestellungen zu fördern.
Die zentralen Felder sind Ernährungserziehung, naturwissenschaftliches Arbeiten, Didaktik in der Grundschule (Sachunterricht) sowie Gender-Aspekte in technischen und naturwissenschaftlichen Berufsfeldern.
Das Ziel ist es, in Kooperation mit dem Staatlichen Seminar für Didaktik Schwäbisch Gmünd eine Antwort auf die Frage zu finden, ob die Küche als Lernort die naturwissenschaftliche Bildung und das Interesse an entsprechenden Fragestellungen verbessern kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse zu didaktischen Konzepten (insb. Martin Wagenschein) sowie der praktischen Konzeption und Erprobung von acht Lernstationen (Erfahrungsbericht).
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung naturwissenschaftlichen Arbeitens, die Vorstellung des pädagogischen Ansatzes von Wagenschein, die detaillierte Beschreibung der entwickelten Lernstationen und die Auswertung praktischer Erprobungen an Grundschulen.
Zu den Schlüsselwörtern gehören: Naturwissenschaften, Experimente, Küche, Ernährungserziehung, Sachunterricht, Wagenschein, Gender, Fachkräftemangel und Bildungsplan.
Die Küche wurde gewählt, weil sie einen direkten Alltags- und Lebensweltbezug bietet, durch den Alltagserfahrungen mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen sinnvoll verknüpft werden können.
Wagenscheins Konzept des „Genetisch-exemplarisch-sokratischen Lernens“ dient als didaktische Basis, um durch Staunen und eigenes Entdecken ein tieferes Verständnis statt reiner Stoffvermittlung zu erreichen.
Die Erprobung zeigte hohe Begeisterung bei den Kindern, offenbarte jedoch auch praktische Herausforderungen wie Klassenstärke, Zeitmanagement und die Notwendigkeit von Kleingruppen für effektives experimentelles Arbeiten.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

