Bachelorarbeit, 2021
81 Seiten
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Forschungsfrage
1.3 Aufbau der Arbeit und Vorgehensweise
2 Der Börsengang eines Unternehmens
2.1 Gründe für den Börsengang eines Unternehmens
2.2 Die klassischen Wege an die Börse
2.2.1 Initial Public Offering
2.2.1.1 Ablauf des Initial Public Offering
2.2.1.2 Vor- und Nachteile des Initial Public Offering
2.2.2 Direct Listing
2.2.2.1 Ablauf des Direct Listing
2.2.2.2 Vor- und Nachteile des Direct Listing
3 Special Purpose Acquisition Companies (SPACs)
3.1 Das Konzept von Special Purpose Acquisition Companies
3.2 Die zunehmende Popularität von SPACs
3.2.1 Die Entwicklung in den USA
3.2.2 Die Entwicklung in Europa
3.3 Hintergründe für die Bildung von SPACs
3.3.1 Aktuelle Entwicklungen am Kapitalmarkt
3.3.2 Die Stunde der SPACs
3.4 Management / Sponsoren einer SPAC
3.4.1 Die Leitung einer SPAC
3.4.2 Die Aufgaben der Sponsoren
3.4.3 Der „Promote“ als Entschädigung für die Sponsoren
3.5 Die frei gehandelten Anteile an einem SPAC
3.5.1 Die SPAC-Aktie
3.5.2 Der SPAC-Warrant (Optionsschein)
3.6 Investorenschutzrechte bei SPACs
3.7 Der Zeitablauf von SPAC-Transaktionen
3.7.1 Das Initial Public Offering der SPAC
3.7.2 Die Suche nach einem geeigneten privaten Unternehmen
3.7.3 Die Akquisition des privaten Unternehmens („De-SPAC“)
3.8 Das Scheitern der Akquisition innerhalb des vorgesehenen Zeithorizonts
3.8.1 Die Verlängerungsphase der SPAC
3.8.2 Die Liquidation der SPAC
3.8.2.1 Der Anspruchsausgleich der Sponsoren
3.8.2.1 Der Anspruchsausgleich der Investoren
4 Special Purpose Acquisition Companies – Beispiele
4.1 SPACs in Deutschland
4.1.1 Bisherige SPACs – Germany 1, Helikos und Europe Cleantech 1
4.1.2 Wiederaufleben der SPACs in Deutschland - Lakestar SPAC 1
4.2 Andere prominente Beispiele von Börsengängen mittels SPACs
4.2.1 Virgin Galactic – Der Vorreiter der neuen SPAC-Welle
4.2.2 Nikola Corporation – Ein SPAC-Börsengang in der Kritik
5 Untersuchung der Wertentwicklung von SPACs nach dem IPO und nach dem De-SPAC
5.1 Ziele und Hypothesen der Untersuchung
5.2 Aufbau der Untersuchung und Erhebung der Daten
5.3 Darstellung der Ergebnisse
6 Diskussion der Ergebnisse
6.1 Die Chancen und Risiken von SPACs aus Sicht der Investoren
6.2 Die Chancen und Risiken von SPACs aus Sicht der akquirierten Unternehmen
7 Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für die aktuelle Popularität von Special Purpose Acquisition Companies (SPACs) und analysiert deren Struktur sowie Wertentwicklung am Kapitalmarkt. Im Zentrum steht dabei die Forschungsfrage, welche Chancen und Risiken sich aus einem Börsengang mittels SPAC für Investoren und private Unternehmen ergeben.
3.4.1 Die Leitung einer SPAC
Eine Special Purpose Acquisition Company (SPAC) besitzt kein operatives Geschäft. Dennoch investieren die Geldgeber ihr Kapital. Ihre Investitionsentscheidung können sie somit nur von den Sponsoren und Gründern der SPAC abhängig machen, da diese als Initiatoren verantwortlich für den Prozess der Unternehmensauswahl und den Erfolg der SPACs beim Börsengang sind. Aus diesem Grund ist es von Vorteil, wenn das Sponsorenteam aus bekannten Persönlichkeiten besteht, die bereits Erfahrung in der Finanz- und Managementwelt gesammelt haben und über einen entsprechenden Vertrauensvorschuss verfügen. Zu den typischen Gründern von SPACs zählen zum Beispiel ehemalige CEOs, erfolgreiche Unternehmensgründer oder Investmentbanker und Hedgefonds Manager. Beispielsweise konnte Bill Ackman, ein bekannter Hedgefonds Manager aus den USA, mit seiner SPAC Pershing Square Tontine Holdings ein Emissionsvolumen von rund 4 Milliarden Dollar erzielen und hat somit der bislang größten SPAC an die Börse gebracht. Aber auch der französische Unternehmer Bernard Arnault, der Chairman und CEO von LVMH SE, möchte inzwischen in das Geschäft mit den Börsenmänteln einsteigen. Hier in Deutschland sind mit dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden der Commerzbank Martin Blessing und dem Investor Klaus Hommels ebenfalls bekannte Persönlichkeiten an SPACs beteiligt.
Während die zuvor genannten Persönlichkeiten mit ihrer gesammelten Erfahrung im Management- und Finanzbereich eine geeignete Expertise für die Leitung eines SPACs aufweisen, bewegt der jüngste Boom von Börsenmänteln auch andere Charaktere dazu, ihren eigenen SPAC aufzusetzen. In den vergangenen Monaten haben mehrere Sportler und Musiker angekündigt, sich ebenfalls an SPACs-Börsenhüllen beteiligen zu wollen. Hierzu zählen beispielsweise der ehemalige Basketball Spieler Shaquille O’Neal, der Hip Hop Sänger Jay-Z oder die Tennis Spielerin Serena Williams. Auffällig ist dabei allerdings, dass sie dies in Kooperation mit anderen Unternehmern machen wollen, um die entsprechende Erfahrung bei der Leitung einer Special Purpose Acqusition Company im Team zu haben.
1 Einleitung: Einführung in das Phänomen der SPACs, Definition des Begriffs sowie Darlegung der Problemstellung und Forschungsziele.
2 Der Börsengang eines Unternehmens: Darstellung klassischer Methoden wie Initial Public Offering (IPO) und Direct Listing als Grundlage für den späteren Vergleich.
3 Special Purpose Acquisition Companies (SPACs): Umfassende Erläuterung des Konzepts, der historischen Entwicklung, der Managementstruktur und der spezifischen Anlegerschutzmechanismen.
4 Special Purpose Acquisition Companies – Beispiele: Analyse praktischer Fälle, inklusive deutscher SPACs wie Lakestar SPAC 1 sowie international bekannter Beispiele wie Virgin Galactic und Nikola Corporation.
5 Untersuchung der Wertentwicklung von SPACs nach dem IPO und nach dem De-SPAC: Empirische Untersuchung der Kursentwicklungen und Prüfung der aufgestellten Hypothesen mittels Datenanalyse.
6 Diskussion der Ergebnisse: Kritische Auseinandersetzung mit den Chancen und Risiken für Investoren und akquirierte Unternehmen basierend auf den Analyseergebnissen.
7 Fazit und Ausblick: Zusammenfassende Bewertung des SPAC-Phänomens und kritischer Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Regulierung.
SPAC, Special Purpose Acquisition Company, Börsengang, Initial Public Offering, De-SPAC, Private Equity, Anlegerschutz, Sponsoren, Kapitalmarkt, Wertentwicklung, Blank Check Company, Börsenmantel, Aktienkurs, Rendite, Unternehmensübernahme.
Die Bachelorarbeit behandelt das Phänomen der Special Purpose Acquisition Companies (SPACs) als alternative Form des Börsengangs, die vor allem in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen hat.
Zu den zentralen Themen gehören die Funktionsweise von SPACs, die Rolle des Managements und der Sponsoren, Mechanismen des Anlegerschutzes sowie eine Analyse der Wertentwicklung nach dem Börsengang.
Das Hauptziel besteht darin, die Chancen und Risiken von Börsengängen durch SPACs für private Unternehmen und Investoren wissenschaftlich zu fundieren und zu bewerten.
Neben einer theoretischen Literaturanalyse nutzt der Autor eine empirische Untersuchung von Daten der Webseite spactrack.net, um verschiedene Hypothesen zur Kursentwicklung und Akquisitionsdauer zu prüfen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Abgrenzung zu klassischen Börsengängen, die detaillierte Analyse der SPAC-Struktur und eine umfangreiche Untersuchung der Performance realer SPAC-Transaktionen.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie SPAC, Börsenmantel, Anlegerschutz, De-SPAC und Kapitalmarktentwicklung beschreiben.
Die Rule 419 legte nach den Betrugsfällen bei Blank Check Companies in den 80er Jahren den Grundstein für den heutigen Anlegerschutz bei SPACs, insbesondere durch die Verwahrung von Emissionserlösen auf Treuhandkonten.
Beim De-SPAC erfolgt die Verschmelzung einer börsennotierten Mantelgesellschaft mit einem operativen privaten Unternehmen, wobei der Börsengang „durch die Hintertür“ erfolgt und oft zeitlich schneller sowie weniger aufwendig in Bezug auf Roadshows ist.
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