Diplomarbeit, 2001
131 Seiten, Note: 2,0
1. Zusammenfassung
2. Einleitung
2.1 Ziel der Arbeit
2.2 Methode und Vorgehensweise
2.3 Europäische und nationale Rechtsgrundlagen des Arbeitsschutzes
2.3.1 Der Artikel 138 des EWG-Vertrages
2.3.2 Die Arbeitsschutzrahmenrichtlinie 89/391/EWG
2.3.3 Das Arbeitsschutzgesetz
2.4 Das Arbeitsschutzsystem in Deutschland
2.4.1 Modelle des betrieblichen Arbeitsschutzes
2.4.1.1 Regelbetreuung für Arbeitssicherheit
2.4.1.2 Der überbetriebliche Dienst
2.4.1.3 Das Unternehmermodell
2.5 Lohnkosteneinschätzung in Deutschland
2.6 Unmittelbare und mittelbare Folgen von Arbeitsunfällen
3. Arbeitsschutzmanagement-Systeme
3.1 Einleitung
3.2 Normung von Arbeitsschutzmanagement-Systemen
3.3 Darstellung von ausgewählten Arbeitsschutzmanagement-Systemen
3.3.1 Arbeitsschutz und sicherheitstechnischer Check in Anlagen (ASCA)
3.3.2 Occupational Health and Risk-Managementsystem (OHRIS)
3.3.3 Safety-Checklist-Contractors (SCC)
3.3.4 Britische Norm „Occupational Health and Safety Management System“ (BS 8800)
3.3.5 Spezifikation zur freiwilligen Einführung, Anwendung und Weiterentwicklung von Arbeitsschutzmanagement-Systemen (LV 21)
3.3.6 Weitere Arbeitsschutzmanagement-Systeme
3.4 Bewertung der Management-Systeme
3.5 Managementvarianten
3.5.1 Verwendung mehrerer autarker Systeme im Betrieb
3.5.2 Integrierte Managementsysteme
4. Untersuchung des zu betrachtenden Unternehmens
4.1 Vorstellung des Unternehmens
4.1.1 Geschichte
4.1.2 Produktpalette
4.1.3 Betriebliche Besonderheiten
4.1.4 Unternehmenspolitik
4.1.5 Organisationsstrukturen
4.1.5.1 Betriebsorganisation
4.1.5.2 Organisation des Arbeitsschutzes
4.2 Erfassung des Ist-Zustandes hinsichtlich des Arbeitsschutzes
4.2.1 Einbindung des Arbeitsschutzes in betriebliche Belange
4.2.2 Die Rolle der Abteilungsleiter und Meister im Arbeitsschutz
4.2.3 Die Pflichten der Mitarbeiter im Arbeitsschutz
4.2.4 Gruppenarbeit unter dem Aspekt des Arbeitsschutzes
4.2.5 Unfallzahlen der letzten Jahre im Vergleich zur BG
4.2.5.1 Unfallschwerpunkte
4.2.5.1 Unfallursachen
4.2.6 Betrachtung der erstatteten Beiträge der BG der letzten Jahre
4.2.7 Betriebliche Krankenstände der letzten 15 Jahre
4.2.8 Maßnahmen des präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutzes
4.2.8.1 Initiativen des Arbeitsschutzes
4.2.8.2 Betrieblicher Arbeitskreis Gesundheit der AOK
4.2.8.3 Fachausschüsse des Betriebsrates
4.2.8.4 Vorbeugende Instandhaltung
4.2.8.5 Vorgaben für Fremdfirmen
5. Ableitung eines Managementsystems für den betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz im Unternehmen
5.1 Spezielle Anforderungen an ein AMS für das Unternehmen
5.2 Erarbeitung eines Konzeptvorschlages für das Unternehmen
5.3 Vorstellung der Ausarbeitung des Konzeptes zur Umsetzung der LASI-Spezifikation im Unternehmen
5.4 Anwendbarkeit des Arbeitsschutzmanagement-Systems auf die Unternehmensgruppe
5.5 Betriebswirtschaftliche Bewertbarkeit des Arbeitsschutzmanagement-Systems
6. Diskussion und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein effektives Konzept für ein Arbeitsschutzmanagement-System (AMS) zu entwickeln, das speziell auf die Bedürfnisse eines international operierenden Unternehmens der Tür- und Sicherungstechnik zugeschnitten ist. Die zentrale Forschungsfrage befasst sich damit, wie ein solches System nicht nur die Arbeitssicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter verbessert, sondern auch nahtlos in bestehende Managementstrukturen integriert werden kann, um eine höhere Transparenz und Eigenverantwortung der betrieblichen Ebenen zu erreichen.
4.2.5.1 Unfallschwerpunkte
In jedem einzelnen Produktionsprozess des Unternehmens zeigt sich ein mehr oder minder hohes Gefährdungspotential für die Mitarbeiter. Die Gründe für diese Tatsache sind vielfältig und lassen sich für die einzelnen Abteilungen wie folgt gliedern:
1. Höhe des Automatisierungsgrades
2. Umgang mit gefährlichen Stoffen
3. Bearbeitungsgrad der Teile
4. Zeitdruck
5. Arbeitsumgebung (Betrieb oder Baustelle)
Über den Zeitraum der letzten fünf Jahre lässt sich beobachten, dass die einzelnen Abteilungen mehr oder weniger durch unfallbedingte Ausfalltage der Mitarbeiter belastet werden. Dabei lässt sich auf den ersten Blick keine Konstante Verteilung der Ausfalltage erkennen. Trotz allem sind jedoch die Abteilungen TS-Fertigung (Türschliesser-Fertigung) und TS-Montage (Türschliesser-Montage) sehr stark von hohen Ausfalltagen betroffen. Erklärbar ist diese Tatsache mit der sehr hohen Mitarbeiterzahl im Vergleich zu anderen Abteilungen. Innerhalb der TS-Montage herrscht weitgehend die manuelle Arbeit mit angelernten Mitarbeitern vor. Der Bereich TS-Fertigung produziert hingegen vorwiegend mit sehr modernen Maschinen.
Hinsichtlich der Mitarbeiterzahl ist der Kundendienst der drittgrößte Abteilungsbereich. Hier werden zahlreiche Monteure und Servicetechniker beschäftigt. In den letzten Jahren ist diese Abteilung hinsichtlich der unfallbedingten Ausfalltage auffällig geworden. Fast 75 % aller Unfälle in diesem Bereich geschehen hier durch den Umgang mit Leitern.
Der Büro- und Verwaltungsbereich ist durch Unfälle nicht betroffen. Erfahrungsgemäß geschehen hier im Vergleich zum Betrieb sehr wenig Unfälle (vgl. Monnery 1999).
Auf die Betrachtung der verletzten Körperteile der einzelnen Abteilungen soll an dieser Stelle verzichtet werden. Vielmehr soll hier untersucht werden, wie die Verletzungsarten im gesamten Unternehmen verteilt sind.
1. Zusammenfassung: Diese einleitende Sektion gibt einen Überblick über die Motivation zur Entwicklung von Arbeitsschutzmanagementsystemen und erläutert das methodische Vorgehen der Arbeit.
2. Einleitung: Beschreibt das Arbeitsschutzsystem in Deutschland und die Notwendigkeit, durch neue Managementsysteme die Eigenverantwortung der Betriebe zu stärken.
3. Arbeitsschutzmanagement-Systeme: Stellt verschiedene nationale und internationale Standards vor, bewertet diese und diskutiert Ansätze zur Integration in bestehende Managementsysteme.
4. Untersuchung des zu betrachtenden Unternehmens: Analysiert detailliert die Organisationsstruktur, die Sicherheitskultur und die Unfallstatistiken des konkreten Fallbeispiel-Unternehmens.
5. Ableitung eines Managementsystems für den betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz im Unternehmen: Erarbeitet ein konkretes Konzept für ein AMS basierend auf der LASI-Spezifikation und prüft dessen betriebswirtschaftliche Bewertbarkeit.
6. Diskussion und Ausblick: Reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und diskutiert die zukünftige Bedeutung integrierter Managementsysteme sowie externe Einflussfaktoren.
Arbeitsschutzmanagement-System, AMS, Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, LASI-Spezifikation, Betriebsorganisation, Unfallprävention, Gefährdungsbeurteilung, Betrieblicher Arbeitskreis Gesundheit, Prozessoptimierung, Qualitätsmanagement, Fehlzeitenmanagement, Unternehmermodell, Arbeitsschutz-Kultur.
Die Arbeit befasst sich mit der Anpassung und Einführung eines effizienten Arbeitsschutzmanagement-Systems in einem produzierenden Unternehmen der Tür- und Sicherungstechnik, um Arbeitsprozesse sicherer zu gestalten.
Zentrale Themen sind die Analyse bestehender Arbeitsschutznormen, die betriebliche Ist-Analyse, die Integration von Arbeitsschutz in bestehende Strukturen sowie die betriebswirtschaftliche Bewertung von Sicherheitsmaßnahmen.
Das Ziel ist die Erarbeitung eines anwendbaren AMS-Konzeptes, das spezifisch den Anforderungen des untersuchten Unternehmens gerecht wird und die Sicherheit sowie Gesundheit der Mitarbeiter nachhaltig fördert.
Die Methodik kombiniert eine Literaturanalyse internationaler Standards mit einer empirischen Ist-Zustands-Erfassung im Unternehmen, unter anderem durch Befragungen von Führungskräften und statistische Auswertungen von Unfall- und Krankheitsdaten.
Der Hauptteil umfasst eine umfassende Bewertung verschiedener AMS-Modelle (wie ASCA, OHRIS, SCC) sowie eine tiefgehende Untersuchung der betriebsinternen Organisation hinsichtlich Arbeitsschutzvorgaben und deren Umsetzung.
Die wichtigsten Schlüsselbegriffe sind Arbeitsschutzmanagement-System (AMS), Unfallprävention, Gefährdungsbeurteilung, betriebliche Gesundheit und Prozessintegrierte Sicherheit.
Das Unternehmermodell ist für viele Klein- und Mittelbetriebe in Deutschland relevant, da es dem Arbeitgeber ermöglicht, Aufgaben der Fachkraft für Arbeitssicherheit nach spezieller Schulung selbst wahrzunehmen.
Die Untersuchung ergab, dass Beinahe-Unfälle bisher kaum systematisch erfasst oder dokumentiert werden, was laut Arbeit eine kritische Schwachstelle im bestehenden System darstellt.
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