Bachelorarbeit, 2021
73 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation und Relevanz
1.2 Zielsetzung
1.3 Methodik
1.4 Aufbau der Bachelorarbeit
2 Stand der Forschung
2.1 Die geschichtliche Entwicklung des 3D-Druckens
2.2 Anwendung und Potenziale
2.3 Architektur und Bauindustrie
2.4 Klassifizierung additiver Fertigungsverfahren
2.5 Verfahrensübersicht (in Anlehnung an VDI 3405)
2.5.1 3-D-Drucken (3DP)
2.5.2 Digital Light Processing (DLP)
2.5.3 Elektronen-Strahlschmelzen, Electron Beam Melting (EBM)
2.5.4 Film Transfer Imaging (FTI)
2.5.5 Fused Layer Modeling/Fused Deposition Modeling (FDM)
2.5.6 Laminated Object Modeling/Layer Laminated Manufacturing (LLM)
2.5.7 Poly-Jet Modelling (PJM)
2.5.8 Scan-LED-Technologie (SLT)
2.5.9 Selektives Laser Sintern/Selective Laser Sintering (SLS)
2.5.10 Selektives Laserstrahlenschmelzen/Selective Laser Melting (SLM)
2.5.11 Stereolithografie/Stereolithography (SL)
3 Additive Fertigungsverfahren im Bauwesen
3.1 Klassifizierung additiver Fertigungsverfahren im Betonbau nach Verfahren
3.1.1 Selektives Binden
3.1.2 Extrusionsverfahren
3.1.3 Spritzbetonverfahren
3.1.4 Gleitschalungsverfahren
3.2 Aufteilung der 3D-Drucker nach Typen
3.2.1 Portalsystem
3.2.2 Gelenkarmroboter
3.2.3 Delta System
3.2.4 Autobetonpumpen mit Verteilermast
3.3 Klassifizierung additiver Fertigungsverfahren im Bauwesen nach Typen
3.4 Hersteller von 3D Betondruckern + Pilotprojekte
3.4.1 Apis Cor
3.4.2 ICON Vulcan II
3.4.3 BOD 2
3.4.4 Big Delta WASP
3.4.5 CONPrint 3D
3.5 Etablierung von additiven Fertigungsverfahren seit Entdeckung
3.5.1 Projekte die mit 3D-Betondruck umgesetzt wurden
4 Materialauswahl für additive Fertigung in der Bauindustrie
4.1 Zementbasierte Materialien
4.2 Anforderungen an Frischbeton
4.3 Anforderungen an Festbeton
4.4 Machbarkeitsuntersuchung der TU Dresden
4.4.1 Bewertungsparameter
4.4.2 Zement
4.4.3 Zusatzstoffe
4.4.4 Gesteinskörnung
4.4.5 Zusatzmittel
4.4.6 Bewehrung
4.4.7 Ergebnisse der Druck- und Biegezugfestigkeitsversuche
4.4.8 Pumptechnik für 3D druckbaren Beton
4.4.9 Doppelkolbenpumpe
4.4.10 Rotorpumpe
4.5 Schwinden und Rissbildung
4.6 Bewehrung der gedruckten Bauteile
4.7 Alternative Baustoffe
4.7.1 Geopolymere
4.7.2 Holzleichtbeton
5 Software von 3D Betondruckern
5.1 Datenstrukturen und Datenmanagement
5.2 Erzeugung des digitalen 3-D-Modells
5.3 Überführung der CAD-Datei in neutrales Format
5.4 Slicen
5.5 Exportieren in G-Code
5.6 Eine Datei auf Druckbarkeit prüfen
5.7 Topologieoptimierung
6 Nachhaltiges Bauen mit additiver Fertigung
6.1 Begriffsdefinition
6.2 Drei-Säulen-Modell
6.3 Ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit
6.4 Einfluss von additiven Fertigungsverfahren in der Bauindustrie
6.4.1 Ökologische und ökonomische Auswirkungen
6.4.2 Soziale Auswirkungen
6.5 Zwischen Fazit
7 Kostenvergleich 3D Betondruck
7.1 Wirtschaftlichkeitsbetrachtung
7.2 Vorgehensweise
7.3 Berechnung des Wärmedurchgangskoeffizient beider Bauweisen
7.4 Berechnung Gerätekosten nach BGL für 3D-Drucker
7.5 Berechnung Baukosten und Zeitaufwand additive Fertigung
7.6 Vergleich zwischen den Drucktypen
7.7 Berechnung Baukosten und Zeitaufwand konventionelle Bauweise
7.8 Bewertung traditioneller Massivbau
7.9 Vergleich zwischen 3D-Druckverfahren und traditionellen Massivbau
7.10 Kritische Betrachtung
8 Fazit und Ausblick
9 Literaturverzeichnis
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Funktionsweise unterschiedlicher additiver Fertigungsverfahren in der Bauindustrie zu erläutern und deren Potenzial in Bezug auf Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit im direkten Vergleich zur konventionellen Bauweise zu analysieren.
3.1.2 Extrusionsverfahren
Über die Hälfte aller 3D-Betondruckverfahren basieren auf dem Prinzip der Extrusion, Stand 2018 (Buswell et al., 2018, S. 2). Bei diesem Verfahren wird ein vorgemischtes Material durch eine steuerbare Düse extrudiert (siehe Abbildung 17). Unter Extrusion wird das Herauspressen von plastischen Materialien aus einer formgebenden Öffnung verstanden. Das herausgedrückte Material, welches auch als Filament bezeichnet wird, behält nach der Ablage seine Form, welche maßgebend von der Düsenöffnung geprägt ist.
Bei der Verwendung von Frischbeton werden Filamente von überliegenden Schichten zum Teil in ihrer Form verändert. Je nach Konsistenz zerfließen diese bereits unter der Last des Eigengewichts. Der Begriff Extrusion ist bei dem Einsatz von Frischbeton daher nur bedingt zutreffend.
Die realisierbaren Schichtstärken variieren stark je nach Hersteller. Im Schnitt lassen sich Schichtdicke zwischen 1 bis 3 cm und Schichtbreiten zwischen 3-10 cm erreichen. Auch die Druckgeschwindigkeit, in der das Material aufgetragen wird, kann variieren. So ist eine breite Spanne zwischen 2 bis 100 cm pro Sekunde möglich. Es ist anzumerken, dass es sich hierbei um die theoretische Maximalgeschwindigkeiten der 3D-Drucker handelt. Aus Sicherheitsgründen wird im Schnitt mit Geschwindigkeiten zwischen 15 bis 25 cm/s gedruckt.
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die aktuelle Wohnungsknappheit in Deutschland und stellt 3D-Drucktechnologien als mögliche Lösung zur Effizienzsteigerung im Bauwesen vor.
2 Stand der Forschung: Dieses Kapitel behandelt die geschichtliche Entwicklung des 3D-Drucks und klassifiziert verschiedene additive Verfahren auf Basis ihrer Funktionsprinzipien.
3 Additive Fertigungsverfahren im Bauwesen: Hier werden spezifische Fertigungsverfahren im Betonbau sowie verschiedene 3D-Druckertypen und namhafte Hersteller mit ihren Pilotprojekten detailliert vorgestellt.
4 Materialauswahl für additive Fertigung in der Bauindustrie: Dieses Kapitel analysiert die Anforderungen an Frisch- und Festbeton sowie die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie der TU Dresden hinsichtlich der Materialzusammensetzung.
5 Software von 3D Betondruckern: Hier werden die digitalen Prozessschritte von der 3D-Modellerstellung über das Slicing bis hin zur G-Code-Erzeugung und Topologieoptimierung beschrieben.
6 Nachhaltiges Bauen mit additiver Fertigung: Dieses Kapitel definiert Nachhaltigkeit nach dem Drei-Säulen-Modell und untersucht die ökologischen und ökonomischen Auswirkungen additiver Fertigung.
7 Kostenvergleich 3D Betondruck: Hier erfolgt eine detaillierte wirtschaftliche Gegenüberstellung eines 3D-gedruckten Gebäudes im Vergleich zum klassischen Mauerwerksbau basierend auf einem Referenzgebäude.
8 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass 3D-Druck das Potenzial zur Etablierung in der Bauindustrie hat, aber aufgrund hoher Anschaffungskosten und regulatorischer Hürden konventionelle Bauweisen noch nicht kurzfristig ablösen wird.
3D-Betondruck, additive Fertigung, Betonbau, Extrusionsverfahren, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, Schalungsfreies Bauen, Bautechnologie, G-Code, Bauhauptgewerbe, Materialwissenschaft, Prozessoptimierung, Zement, Fertigungstechnik, Bauwirtschaft
Die Bachelorarbeit untersucht die Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit von additiven Fertigungsverfahren, insbesondere dem 3D-Betondruck, im Vergleich zum traditionellen Mauerwerksbau.
Die Arbeit fokussiert sich auf die Klassifizierung von Druckverfahren, die Anforderungen an Baumaterialien, die notwendige Software-Infrastruktur sowie eine detaillierte Kostenanalyse.
Das Ziel ist die Vorstellung der Funktionsweise additiver Fertigungsverfahren in der Bauindustrie und die Analyse ihres Potenzials hinsichtlich Kosten- und Zeitersparnis.
Es wurde eine umfassende Marktanalyse von 3D-Druckern durchgeführt, ergänzt durch eine Literaturrecherche und ein Experteninterview zur Hypothesenüberprüfung.
Der Hauptteil behandelt den Stand der Forschung, die verschiedenen 3D-Drucktechnologien im Betonbau, Materialeigenschaften, Software-Prozesse und einen ausführlichen Wirtschaftlichkeitsvergleich.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie 3D-Betondruck, additive Fertigung, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit, Extrusionsverfahren und Bauwirtschaft charakterisieren.
Während beim 3D-Druck höhere Gerätekosten anfallen, reduzieren sich im Vergleich zum Mauerwerksbau vor allem die Lohnkosten signifikant, was zu einer Gesamtersparnis führen kann.
Das Slicing übersetzt das 3D-Modell in die für den Drucker verständlichen 2D-Schichten und generiert den Druckpfad, was essenziell für die effiziente Fertigung ist.
Die Integration von Bewehrung ist komplex, da sie die Bewegungsfreiheit des Druckkopfes einschränkt und die bisherigen Extrusionsprozesse oft nur schwer kombiniert werden können.
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