Bachelorarbeit, 2021
79 Seiten, Note: 1,9
1 Einleitung
1.1 Ziel der Arbeit
1.2 Vorgehensweise
2 Theoretischer Hintergrund des Konsumentenverhaltens
2.1 Begriffsdefinition und Relevanz
2.2 Forschungsansätze des Konsumentenverhaltens
2.3 Determinanten des Konsumentenverhaltens
2.3.1 Psychische Determinanten
2.3.1.1 Aktivierende Prozesse
2.3.1.2 Kognitive Prozesse
2.3.2 Persönliche Determinanten
2.3.3 Soziale Determinanten
2.3.4 Kulturelle Determinanten
2.4 Entscheidungsverhalten von Konsumenten
2.4.1 Güterkategorien
2.4.2 Arten von Kaufentscheidungen
2.4.3 Phasen des Kaufentscheidungsprozesses
3 Luxus - Der aufstrebende Konsumtrend
3.1 Definition und Abgrenzung der Begrifflichkeiten
3.2 Luxusgütermarkt
3.3 Konsumentengruppen im Bereich der Luxusgüter
3.4 Kaufverhalten bei Luxusgütern
3.4.1 Involvement
3.4.2 Referenzgruppen
3.4.3 Selbstkonzept
3.4.4 Konsumentenmotive
4 Strategische Beeinflussung des Konsumentenverhaltens
4.1 Theoretische Grundlagen zur Wahrnehmung von akustischen Reiz
4.1.1 Der akustische Reiz
4.1.2 Aufbau und Funktionsweise des menschlichen Gehörs
4.1.3 Auditive Informationsverarbeitung
4.2 Einsatz von akustischen Reizen am Point of Sale
4.2.1 Grundlagen
4.2.2 Einsatzmöglichkeiten von Akustik am POS
4.2.3 Wirkung akustischer Stimuli auf den Konsumenten
4.2.4 Praxisbezogene Erkenntnisse weiterer Wirkungsweisen
4.3 Einsatz von Akustik im Kontext der Priming Systematik
4.3.1 Begriffsdefinition
4.3.2 Arten des Priming
4.3.3 Zusammenfassung der Erkenntnisse
5 Empirische Untersuchung
5.1 Untersuchungshypothesen
5.2 Erhebungsmethodik
5.2.1 Untersuchungsdesign
5.2.2 Variablen der experimentellen Erhebung
5.3 Auswertung der Ergebnisse
5.4 Diskussion der Ergebnisse
6 Zusammenfassung
Das Hauptziel dieser Bachelorarbeit ist die literaturgestützte und empirische Untersuchung der manipulativen Wirkung des Priming-Effekts am Point of Sale, wobei insbesondere die Lautstärke akustischer Reize als Steuerungselement für das Kaufverhalten von Luxuskonsumenten analysiert wird.
4.2.3 Wirkung akustischer Stimuli auf den Konsumenten
Wie schon im Kapitel 4.1.3 angedeutet wurde, werden durch die Aufnahme und Verarbeitung akustischer Reize, neurale Prozesse in Gang gesetzt, welche unterschiedliche Emotionen hervorrufen können. Um sich diesen Effekt zunutze zu machen, greift das Marketing am Point of Sale häufig auf den Einsatz von Musik zurück. Dadurch soll eine für den Konsumenten angenehme Einkaufsatmosphäre geschaffen werden.
Dass das Hören von Musik dafür prädestiniert ist, Emotionen beim Menschen auszulösen, wurde bereits in verschiedenen Studien nachgewiesen. Jedoch ist die emotionale Wirkung der Musik am POS in Bezug auf das Kaufverhalten von Konsumenten, ein kaum behandeltes Forschungsgebiet. Es existieren lediglich Forschungserfolge bei der Untersuchung von musikalischen Gestaltungselementen. Diese Studien weisen darauf hin, dass es in der Musik einige Elemente gibt, welche eine übereinstimmende Wirkung auf das Verhalten von Konsumenten haben. Eine dieser Studien wurde vom Forscher Bruner im Jahre 1990 durchführt. Er beschäftigte sich intensiv mit der Vermittlung emotionaler Empfindungen anhand musikalischer Gestaltungsparameter und fasste seine gewonnen Erkenntnisse wie folgt zusammen.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz akustischer Reize am Point of Sale ein und definiert das Ziel der Arbeit, die manipulative Wirkung von auditivem Priming bei Luxuskonsumenten zu untersuchen.
2 Theoretischer Hintergrund des Konsumentenverhaltens: Hier werden zentrale verhaltenswissenschaftliche Modelle, wie das S-O-R-Modell, sowie psychische, persönliche und soziale Determinanten erläutert, die das Entscheidungsverhalten von Konsumenten prägen.
3 Luxus - Der aufstrebende Konsumtrend: Dieses Kapitel definiert den Luxusbegriff sowie Luxusgüter und analysiert den globalen Markt, die Käufersegmente und die spezifischen Motive hinter dem Luxuskonsum.
4 Strategische Beeinflussung des Konsumentenverhaltens: Das Kapitel widmet sich der neuropsychologischen Basis akustischer Wahrnehmung und diskutiert den strategischen Einsatz von Musik und Priming am Point of Sale als Instrument zur Verhaltenssteuerung.
5 Empirische Untersuchung: Die empirische Arbeit beschreibt die methodische Vorgehensweise eines Feldexperiments in einem Juweliergeschäft, um die Auswirkungen unterschiedlicher Lautstärkepegel auf das Verhalten und die Emotionen von Luxuskonsumenten zu testen.
6 Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Synthese der Erkenntnisse und bestätigt, dass musikalische Lautstärke durch auditive Bahnungsprozesse das Verhalten und das Wohlbefinden am Point of Sale effektiv beeinflussen kann.
Konsumentenverhalten, Luxusmarkt, Auditives Priming, Point of Sale, Musikpsychologie, Verweildauer, Kaufentscheidungsprozess, S-O-R-Modell, Emotionen, Ladengestaltung, Wahrnehmung, Konsumentenmotive, Marketinginstrumente, Feldexperiment, Bahnung.
Die Arbeit untersucht, wie akustische Reize, speziell die Lautstärke von Musik, genutzt werden können, um das Verhalten und die Emotionen von Kunden im stationären Luxus-Einzelhandel unterbewusst zu beeinflussen.
Die Arbeit verknüpft Erkenntnisse aus der Konsumentenpsychologie und Neurowissenschaft mit spezifischen Aspekten des Luxusmarktes und der strategischen Gestaltung der Ladenatmosphäre durch akustische Marketingmaßnahmen.
Das Ziel ist es, durch eine literaturgestützte Analyse und ein praktisches Experiment zu prüfen, ob auditives Priming – konkret die Steuerung über Lautstärke – das Kaufverhalten von Luxuskonsumenten messbar beeinflussen kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse bestehender Studien sowie ein eigenes quantitatives und qualitatives Feldexperiment, das in einem Juweliergeschäft durchgeführt und mittels statistischer Verfahren (SPSS) ausgewertet wurde.
Der Hauptteil behandelt die Grundlagen des Konsumentenverhaltens, die Besonderheiten des Luxusgütermarktes, die neuro-akustische Informationsverarbeitung sowie die Systematik des Primings und dessen praktische Anwendung im Handel.
Zentrale Begriffe sind Konsumentenverhalten, auditives Priming, Point of Sale, Luxuskonsum, Wahrnehmung und Musikpsychologie.
Die Untersuchung zeigt, dass leisere klassische Musik die Verweildauer in Luxusgeschäften signifikant verlängern und das Wohlbefinden der Kunden positiv beeinflussen kann, während laute Musik eher zu einem negativen Empfinden führt.
Priming wurde gewählt, da es ein hocheffektives Instrument ist, um Konsumenten unterbewusst zu steuern, ohne dass diese die Manipulation direkt bemerken, was besonders im anspruchsvollen Luxussegment eine diskrete, aber wirksame Strategie darstellt.
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