Bachelorarbeit, 2021
62 Seiten, Note: 2
1 Einleitung
1.1 Begriffsdefinitionen
1.1.1 Gesundheit
1.1.2 Krankheit
1.1.3 Betriebliches Gesundheitsmanagement
1.1.4 Betriebliche Gesundheitsförderung
1.2 Gesetzliche Richtlinien
1.2.1 Arbeitsschutzgesetz
1.2.2 Arbeitssicherheitsgesetz
1.2.3 Arbeitszeitgesetz
1.2.4 Betriebliches Eingliederungsmanagement
1.3 Qualitätskriterien einer betrieblichen Gesundheitsförderung
2 Zielsetzung
3 Material und Methoden
3.1 Demografischer Wandel
3.2 Pflege in Deutschland
3.3 Das Pflegepersonal
3.4 Ursachen für den Mangel an Pflegekräften
3.5 Theoretische Umsetzung einer betrieblichen Gesundheitsförderung
3.6 Praktische Umsetzung in einer fiktiven Beispielseinrichtung
3.6.1 Das Pflegeheim
3.6.2 Projektstart der betrieblichen Gesundheitsförderung
3.6.3 Auswahl der gesundheitsfördernden Maßnahmen
4 Ergebnisse
4.1 Gesundheitszirkel
4.2 Ergonomische Hilfsmittel
4.3 Kraftprogramm zur Ganzkörperfitness
4.4 Kinästhetik
4.5 Stressbewältigungsprogramm mit kognitivem Verhaltenstraining
4.6 Arbeitszeitengestaltung
5 Diskussion
5.1 Chancen und Nutzen
5.2 Umsetzung und Kosten
5.3 Herausforderungen und Auffälligkeiten
5.4 Auswertung
6 Zusammenfassung
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Relevanz und praktische Implementierung betrieblicher Gesundheitsförderung (BGF) in Pflegeheimen, um den hohen physischen und psychischen Belastungen des Pflegepersonals entgegenzuwirken und die Arbeitsbedingungen nachhaltig zu verbessern.
1 Einleitung
In Deutschland ist der Mangel an Pflegekräften ein weitverbreitetes Thema. Durch die zunehmende alternde Gesellschaft steigt die Anzahl der zu pflegenden Personen stark an und dementsprechend steigt auch die Bedeutung und der Mehrbedarf an Pflegekräften. [1] In Pflegeheimen herrscht zurzeit nicht nur ein Pflegekräftemangel, sondern auch der Arbeitsalltag der Pflegekräfte ist mit physischen als auch psychischen Belastungen behaftet. Seit längerer Zeit versucht die Bundesregierung, die Situation der Pflegekräfte zu verbessern. Eine bessere Bezahlung und mehr einsetzbare Pflegekräfte sind die ersten Besserungen, um den Pflegekräften mehr Unterstützung zukommen zu lassen. [2] [3] Damit ist es aber nicht getan, die Belastungen der Tätigkeit an sich sind weiterhin gegeben und können direkt oder indirekt zu Fehlzeiten als auch zum Ausstieg aus dem Beruf führen. So stellt sich die Frage, wie dafür gesorgt werden kann, die Arbeitsbedingungen von Pflegekräften zu verbessern, um sie als Arbeitskräfte langfristig zu erhalten. [4, S. 15-18] Hier kommt die BGF zum Einsatz.
Eine BGF zielt drauf ab, mit speziellen Maßnahmen die Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter1 zu fördern. Die belastenden Arbeitsbedingungen können durch eine Implementierung von Maßnahmen einer BGF verbessert werden. Hier ist es von großer Bedeutung, die Ursachen der belastenden Arbeitsbedingungen zu erkennen und diesen entgegenzuwirken. Maßnahmen einer BGF haben nicht nur positive Effekte für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer2, sondern auch für die Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber3. Die Kosten der Fehlzeiten, die aufgrund von Krankheiten der Arbeitnehmer entstehen, können mit Hilfe einer BGF gesenkt werden. Nicht nur die Gesundheit und die Leistungsfähigkeit der Arbeitskräfte werden gefördert, sondern auch die Motivation und das allgemeine Wohlbefinden. Zudem wird das Betriebsklima am Arbeitsplatz verbessert. [5, S. 243-244] Ziel dieser Arbeit ist es, die Relevanz einer BGF am Beispiel eines Altenpflegeheims hervorzuheben. Hierzu wird ein Konzept einer BGF mit effektiven Maßnahmen für belastende Pflegekräfte erstellt.
1 Einleitung: Dieses Kapitel erläutert die Problematik des Pflegekräftemangels sowie die gesundheitlichen Belastungen im Pflegealltag und definiert die zentralen Begriffe und gesetzlichen Grundlagen der betrieblichen Gesundheitsförderung.
2 Zielsetzung: Hier wird das Ziel der Arbeit dargelegt, die Relevanz der BGF anhand einer fiktiven Pflegeeinrichtung aufzuzeigen, um Arbeitsbedingungen zu optimieren und die Gesundheit der Pflegekräfte langfristig zu erhalten.
3 Material und Methoden: Dieser Abschnitt beschreibt das methodische Vorgehen bei der Literaturrecherche und detailliert die theoretische sowie praktische Planung der BGF-Maßnahmen innerhalb der fiktiven Beispielseinrichtung „Tisana“.
4 Ergebnisse: In diesem Kapitel werden die Wirksamkeit und die Effekte der ausgewählten gesundheitsfördernden Maßnahmen, wie Gesundheitszirkel, ergonomische Hilfsmittel und Stressbewältigungsprogramme, wissenschaftlich fundiert dargestellt.
5 Diskussion: Es erfolgt eine kritische Auseinandersetzung mit den Chancen, Kosten und Herausforderungen der BGF-Implementierung sowie eine abschließende Auswertung der wissenschaftlichen Arbeit.
6 Zusammenfassung: Dieses Kapitel resümiert die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit hinsichtlich des Nutzens der BGF für Mitarbeiter und Unternehmen bei der Bewältigung des Pflegepersonalmangels.
Betriebliche Gesundheitsförderung, BGF, Pflegeheim, Pflegekräftemangel, Arbeitsbedingungen, Gesundheitsmanagement, Prävention, Ergonomie, Stressbewältigung, Kinästhetik, Schichtarbeit, Arbeitsschutz, Gesundheitszirkel, Arbeitszufriedenheit, Demografischer Wandel
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung betrieblicher Gesundheitsförderungsmaßnahmen (BGF) in Pflegeheimen, um die Arbeitsbedingungen zu verbessern und die psychische sowie physische Belastung der Pflegekräfte zu reduzieren.
Zentrale Themen sind der demografische Wandel, der Fachkräftemangel in der Pflege, arbeitsplatzbezogene Belastungen sowie die Konzeption und Evaluation gesundheitsfördernder Maßnahmen wie ergonomische Hilfsmittel, Stressbewältigung und Kinästhetik.
Das Ziel ist es, die Notwendigkeit und den Nutzen von BGF-Maßnahmen aufzuzeigen und ein praktisches Konzept für ein fiktives Pflegeheim zu erstellen, welches als Vorlage für die Steigerung von Mitarbeitergesundheit und Arbeitsattraktivität dient.
Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Anwendung des Pyramidensystems zur Zusammenstellung relevanter Studien und Berichte basiert, sowie auf einer Modellrechnung für eine fiktive Beispielseinrichtung.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Bedarfsanalyse, die Planung von BGF-Interventionen und die anschließende Darstellung der Wirkungsweise dieser Maßnahmen auf Basis wissenschaftlicher Evidenz.
Die Arbeit zeichnet sich durch Begriffe wie Betriebliche Gesundheitsförderung, Pflegekräftemangel, Ergonomie, Stressbewältigung und Kinästhetik aus.
Während Arbeitsschutz und Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) für Arbeitgeber gesetzlich verpflichtend sind, stellt die betriebliche Gesundheitsförderung eine freiwillige Leistung dar, die über die reine Gefahrenabwehr hinausgeht.
Die Anwendung kinästhetischer Techniken reduziert nicht nur die körperliche Belastung des Pflegepersonals beim Transferieren, sondern steigert auch das Sicherheitsempfinden, die Kontrolle und den Komfort der zu pflegenden Bewohner.
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