Bachelorarbeit, 2021
102 Seiten, Note: 1,3
1. Problemeinführung und Gang der Untersuchung
2. Fehlinvestition vs. unvollkommene Investition: Problematik der Grenzziehung
3. Prämisse des ‚stabilen Systems‘ bei Investitionen
3.1 Eingrenzung des System-Begriffes: Das sozioökonomische System
3.2 Theoretischer Hintergrund eines stabilen Systems
3.3 Konsequenz für den Investitionserfolg
4. Grundlagen einer Realinvestition
4.1 Begriff der Realinvestition – Sachinvestition: eine Abgrenzung
4.2 Investitionsentscheidungsprozess
4.2.1 Investitionsanregung und -optionen
4.2.2 Bewertungsgrundlage
4.2.2.1 Investitionsrechnung
4.2.2.2 Risiko
4.2.2.3 Finanzierung
4.2.2.4 Nutzwertkalkül
4.3 Investitionsrealisationsprozess
4.4 Kritische Betrachtung der Ausgangslage
5. Fehlinvestition
5.1 Eine prinzipielle Auffassung der Fehlinvestitionen
5.2 Ausgangspunkte und Ursachen
5.2.1 Die fälschliche Vollkommenheit der Investitionsplanung
5.2.2 Systemelemente mit Fehlerpotenzial
5.3 Auswirkungen und Folgen
5.3.1 Abgrenzung von Wirkungstendenzen
5.3.1.1 Offensichtliche Folgen
5.3.1.2 Schleichende Folgen
5.3.2 Quantitative und qualitative Auswirkungen
5.4 Die Fehlinvestition im systemtheoretischen Kontext
5.5 Stellung in der Literatur: Eine Literaturanalyse
6. Erkennen einer Fehlinvestition
6.1 Rolle des Investitionscontrollings
6.2 Instrumente des Controllings
6.2.1 Operatives Frühinformationssystem
6.2.1.1 Kennzahlensysteme
6.2.1.2 Hochrechnungssysteme
6.2.1.3 Indikatorensysteme
6.2.2 Strategisches Frühinformationssystem
6.2.2.1 Schwache Signale
6.2.2.2 Scanning und Monitoring
6.2.3 Integrative Ansätze
6.3 Prozessablauf der Fehlinvestitionserkennung
7. Management einer Fehlinvestition
7.1 Beurteilung der Krisensituation
7.2 Planung der Reaktionsstrategie
7.3 Methoden zur Situationsbewältigung
7.3.1 Sanierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen
7.3.1.1 Finanzielle Maßnahmen
7.3.1.2 Organisatorische Maßnahmen
7.3.2 Point of Exit
7.4 In komplexen, dynamischen Systemen bestehen
7.4.1 Organisationales Lernen
7.4.2 Kybernetik und ganzheitliches Denken
8. Kritische Würdigung
9. Ausblick
Diese Arbeit untersucht das Phänomen der Fehlinvestition vor dem Hintergrund der systemtheoretischen Unvollkommenheit von Investitionsentscheidungen. Das primäre Ziel ist es, Fehlinvestitionen nicht nur als Fehler, sondern als systembedingte Konsequenz komplexer Prozesse zu verstehen, um darauf aufbauend wirksame Management- und Früherkennungsmethoden zur Risikominimierung und Stabilisierung des Unternehmenssystems abzuleiten.
3. Prämisse des ‚stabilen Systems‘ bei Investitionen
Systeme zeichnen sich durch ihre Beschaffenheit aus. Mit verschiedenen Komponenten ausgestattet, die einerseits unterschiedliche Eigenschaften aufweisen und andererseits durch ihre geordneten Beziehungen in Verbindung stehen, kreieren sie ein Gebilde, dass in ihrem Verhalten auf diverse Arten agieren wie auch reagieren kann. Es gibt Systeme, die recht eindeutig in ihrem Verhalten zu antizipieren sind. Die Grundlage ist hierfür meist eine geringe Komplexität des zugrunde liegenden Systems oder stark eingeschränkte Handlungsspielräume. Werden derartige Faktoren durch eine hohe Komplexität und einer Vielfalt von Handlungsspielräumen ersetzt, so zeichnet sich die prekäre Situation der Realität um einiges nahbarer ab. Diese Realität ist stetiger Gegenstand der heutigen Wirtschaftssysteme.
Investitionen unterliegen logischerweise diesen Wirtschaftssystemen. Ferner können eine Investition und der dazugehörige Vorgang als selbstständiges System bezeichnet werden. Angesichts dieser Prämisse erscheint es sinnvoll, dass die zugrunde liegenden Systeme für den erhofften Investitionszweck eine gewisse Stabilität aufweisen und sich gemäß den Erwartungen prognostizieren lassen. Die Kybernetik untersucht diesen Sachverhalt. Zugleich bildet sie für entsprechende Regelungs- und Steuerungsprozesse im systemtheoretischen Kontext eine essenzielle Grundlage.
1. Problemeinführung und Gang der Untersuchung: Einführung in die Relevanz von Investitionen sowie die Definition und Problemstellung von Fehlinvestitionen als zentrales Thema.
2. Fehlinvestition vs. unvollkommene Investition: Problematik der Grenzziehung: Erörterung der Begrifflichkeit und Relativierung der Fehlerschuld durch das Konzept der inhärenten Unvollkommenheit von Investitionen.
3. Prämisse des ‚stabilen Systems‘ bei Investitionen: Analyse der Systemtheorie im ökonomischen Kontext und die Bedeutung von Stabilität für den Investitionserfolg.
4. Grundlagen einer Realinvestition: Darstellung der Kernprozesse der Investitionsplanung, -bewertung und -realisation.
5. Fehlinvestition: Tiefgehende Untersuchung der Ursachen, Wirkungen und systemtheoretischen Kontextualisierung von Fehlinvestitionen.
6. Erkennen einer Fehlinvestition: Evaluierung von Controlling-Instrumenten wie Frühinformationssystemen zur Identifikation negativer Investitionsentwicklungen.
7. Management einer Fehlinvestition: Entwicklung von Reaktionsstrategien und Sanierungsmaßnahmen, um krisenbehaftete Investitionen zu steuern oder zu beenden.
8. Kritische Würdigung: Reflexion über die wissenschaftliche Relevanz und praktische Anwendbarkeit der diskutierten systemtheoretischen und kybernetischen Ansätze.
9. Ausblick: Zusammenfassende Einschätzung der zukünftigen Notwendigkeit systemischer Lernprozesse und ganzheitlichen Denkens im Investitionsmanagement.
Fehlinvestition, Realinvestition, Systemtheorie, Investitionscontrolling, Frühinformationssystem, Risikomanagement, Kybernetik, Sanierung, Restrukturierung, Unternehmenskrise, organisationale Resilienz, Komplexität, Entscheidungsfindung, Cash-to-Cash-Zyklus, Nutzwertanalyse.
Die Bachelorarbeit analysiert Fehlinvestitionen nicht als singuläre Fehlentscheidungen, sondern betrachtet sie als systembedingte Ereignisse innerhalb komplexer Unternehmensstrukturen.
Neben den Grundlagen der Investitionsplanung und -realisation stehen systemtheoretische Aspekte, das Investitionscontrolling sowie strategische Sanierungsmaßnahmen im Fokus.
Ziel ist es, Methoden zu erarbeiten, mit denen Unternehmen Fehlinvestitionen durch systemisches Verständnis früher erkennen und durch adäquate Managementstrategien besser bewältigen können.
Der Autor nutzt einen systemtheoretischen Ansatz, ergänzt durch kybernetische Konzepte sowie eine Literaturanalyse, um ein interdisziplinäres Verständnis von Investitionsprozessen zu gewinnen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Systeme), die investitionsspezifischen Grundlagen, die Identifikation von Fehlinvestitionen mittels Frühwarnsystemen sowie das Management der Krisenbewältigung.
Die Arbeit lässt sich vor allem durch die Begriffe Fehlinvestition, Systemtheorie, Controlling, Kybernetik und Sanierungsmanagement beschreiben.
Die Kybernetik liefert laut Autor die notwendigen Steuerungs- und Regelungsmechanismen, um in komplexen, instabilen Systemen durch Rückkopplung Stabilität zurückzugewinnen.
Während Single-Loop-Lernen lediglich reaktiv an der Oberflächenstruktur der Organisation ansetzt, adressiert das Double-Loop-Lernen kritisch die tieferliegenden Normen, Werte und das organisationale Unbewusste.
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