Bachelorarbeit, 2021
45 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Inklusion
2.1 Inklusion und Sport
2.2 Rahmenbedingungen für Inklusion im Sportverein
2.3 Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit
3 Institution Sportverein
3.1 Sportvereine in Deutschland
3.2 Ehrenamt im Sportverein
4 Relevanz für die Mitgliedschaft im Sportverein
4.1 Bildungsfunktionen von Sportvereinen
4.2 Gesundheitsfunktionen von Sportvereinen
4.3 Soziale Funktionen von Sportvereinen
5 Auftrag und Herausforderungen der Sozialen Arbeit an die Umsetzung der Inklusion in Sportvereinen
5.1 Sportsozialarbeit
5.2 Inklusive Pädagogik im Sport
5.3 Herausforderungen für die Soziale Arbeit
5.4 Ansätze des inklusiven Sports im Verein
5.4.1 Freiwurf Hamburg e.V.
5.4.2 Judoabteilung des Eimsbütteler Turnverbandes e.V.
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Potenziale und Herausforderungen der Inklusion von Menschen mit Behinderung in Sportvereinen aus einer sozialpädagogischen Perspektive und beleuchtet, wie Soziale Arbeit die Umsetzung inklusiver Prozesse strukturell und konzeptionell unterstützen kann.
2.1 Inklusion und Sport
Sport ist in der heutigen Gesellschaft ein sehr aktuelles Thema und sehr vielseitig. Er wird aus unterschiedlichen Gründen betrieben. Einige Menschen treiben Sport, weil sie Spaß daran haben. Andere möchten ihre Gesundheit fördern, während andere wiederum leistungsfähiger werden möchten. Fast die Hälfte aller in Deutschland lebenden Menschen ohne Behinderung treibt regelmäßig Sport. Bei Menschen mit Behinderung sind nur ein Drittel sportlich aktiv und über die Hälfte von ihnen sind sportlich gar nicht aktiv (siehe Anhang 1) (Bundesministerium für Arbeit und Soziales, 2021). Der Deutsche Behindertensportverband sieht die zum Großteil nicht ausreichende Barrierefreiheit der Sportinstitutionen als Grund für diesen Unterschied (Deutscher Behindertensportverband e.V., 2019).
Neben der körperlichen Fitness haben sportliche Aktivitäten noch viele weitere positive Aspekte wie zum Beispiel die Förderung der sozialen Kontakte. Inklusion in Verbindung mit Sport hat das Potenzial, Menschen mit Behinderung mit Menschen ohne Behinderung in engeren Kontakt zu bringen und somit den Abbau von Vorurteilen, von sozialer Distanz und von Berührungsängsten zu fördern. Zusätzlich fördert die gemeinsame Teilnahme am Sport die Akzeptanz und Toleranz von Menschen mit und ohne Behinderung (Blohme et al.).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Inklusion im Sportverein als gesellschaftlich aktuelles Thema ein und skizziert den Aufbau der Arbeit.
2 Inklusion: Dieses Kapitel definiert Inklusion vor dem Hintergrund der UN-Behindertenrechtskonvention und erläutert die Bedeutung von Barrierefreiheit und Chancengleichheit.
3 Institution Sportverein: Es wird die historische und aktuelle Struktur der Sportvereine in Deutschland sowie die zentrale Rolle des Ehrenamts analysiert.
4 Relevanz für die Mitgliedschaft im Sportverein: Dieses Kapitel untersucht die verschiedenen Funktionen der Mitgliedschaft, wie Bildungs-, Gesundheits- und soziale Funktionen, und deren Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung.
5 Auftrag und Herausforderungen der Sozialen Arbeit an die Umsetzung der Inklusion in Sportvereinen: Hier wird der theoretische Auftrag der Sozialen Arbeit zur Unterstützung von Inklusionsprozessen diskutiert und durch Best-Practice-Beispiele konkretisiert.
6 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit von Kooperationen sowie einer inklusiven Haltung für den Erfolg der Inklusion.
Inklusion, Sportverein, Soziale Arbeit, Sportsozialarbeit, Behindertensport, Barrierefreiheit, Ehrenamt, Demokratiebildung, Teilhabe, Gesundheitsförderung, Breitensport, Partizipation, soziale Kompetenzen, Best-Practice, Bildungsfunktion
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Möglichkeiten und Hürden der Inklusion von Menschen mit Behinderung in Sportvereinen und untersucht deren Rolle als Orte der Teilhabe.
Zu den zentralen Themen gehören Inklusionsbegriffe, die Vereinsstrukturen, die Bildungs- und Gesundheitsfunktionen des Sports sowie der spezifische Auftrag der Sozialen Arbeit.
Das Ziel ist es, den aufwendigen Prozess der Inklusion im Vereinssport aufzuzeigen und Strategien zu entwickeln, wie eine erfolgreiche Umsetzung aussehen kann.
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Bachelorarbeit, die durch Literaturanalyse und die Betrachtung von Best-Practice-Beispielen fundiert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition von Inklusion, die Analyse der Struktur von Sportvereinen, deren Funktionen für Mitglieder sowie die Aufgaben und Herausforderungen der Sozialen Arbeit in diesem Kontext.
Wesentliche Begriffe sind Inklusion, Sportverein, Soziale Arbeit, Partizipation, Barrierefreiheit und Demokratiebildung.
Die Soziale Arbeit agiert als Profession mit spezifischen Zielsetzungen zur gesellschaftlichen Veränderung, während das Ehrenamt eine tragende, meist unbezahlte Stütze des Vereinsbetriebs bildet.
Aufgrund der sozialen Kontakte, der Vielfalt der Möglichkeiten und der Kombination von Spiel und Spaß bietet der Sportverein ideale Bedingungen, um Berührungsängste abzubauen.
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