Examensarbeit, 2007
87 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
2. Hauptteil
2.1 Gesang
2.1.1 „Guter“ Gesang
2.1.2 Zusammenfassung
2.2 Karaoke
2.2.1 Geschichte
2.2.2 Technik
2.2.3 Aktueller Stand
2.3 Singstar
2.3.1 Erfolgsgeschichte
2.3.2 Funktionsbeschreibung
2.3.2.1 Hard- und Software
2.3.2.2 Spielweise
2.3.2.3 Bewertungssystem
2.3.3 Ultrastar
2.3.3.1 Allgemeines
2.3.3.2 Titelauswahl
2.4 Empirische Forschung
2.4.1 Hypothesen
2.4.2 Methodik
2.4.3 Ergebnisse
2.4.3.1 Untersuchungsdokumentation
2.4.3.2 Grafische Ergebnisdarstellungen
2.4.4 Diskussion
2.4.4.1 Erste Hypothese
2.4.4.2 Liedervergleich
2.4.4.3 Zweite bis fünfte Hypothese
2.4.4.4 Geschlechter und Trainingseffekt
2.4.4.5 Spanne innerhalb Kategorie
3. Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen gesanglichen Fähigkeiten und deren objektiver Bewertung durch das Karaoke-Programm "Singstar". Die zentrale Forschungsfrage lautet, ob das System in der Lage ist, zwischen "guten" und "schlechten" Sängern zu unterscheiden und wie differenziert es diese trennen kann, wobei insbesondere die Auswirkungen von Spielmodi, Titelauswahl und geschlechtsspezifischen Faktoren analysiert werden.
2.1.1 „Guter“ Gesang
Aktueller könnte dieses Unterthema flächendeckend betrachtet gar nicht sein – fast ganz Deutschland verfolgt mitfiebernd, gelegentlich, oder auch nur ab und zu (gezwungenermaßen) erfolgreiche Shows, wie „Starsearch“, „Popstars“, „Deutschland sucht der Superstar“, „Die deutsche Stimme“ oder „Stefan sucht den Super-Grand-Prix-Star“ und wird unaufhörlich mit der Frage konfrontiert, was „guter“ Gesang ist, bzw. wer gut singt. Die Quoten bezeugen das permanent: „Pro Siebens ‚Popstars’…So schauten am Donnerstagabend um 20:15 Uhr 3,2 Millionen Zuschauer die neuste Ausgabe, der Marktanteil beim Gesamtpublikum belief sich auf 11,1 Prozent“ (www.dwdl.de). „…’Deutschland sucht der Superstar’… Am Mittwochabend schalteten nach Senderangaben 7,43 Millionen Zuschauer (Marktanteil: 21,5 Prozent) die Musikcastingshow ein“ (www.satundkabel.de). Dies sind aber alles nur Nachfolger des britischen „Popidol“, welches nicht nur nach Deutschland, sondern auch in andere Länder, wie z.B. als „American Idol“ in die USA exportiert wurde.
Trotz der in 2.1 genannten Gradwanderung soll in dieser Arbeit versucht werden, Gesang von nun an im engsten gebräuchlichen Sinne zu verwenden. Dabei wird die Definition auf die westlichen Gesangsstile reduziert. Zusätzlich soll ein Akzent auf der pop. M. liegen.
Die folgende Aufzählung erhebt nicht den Anspruch auf Vollständigkeit. Sie stellt lediglich einen Umriss dar, in dem die für den weiteren Verlauf wichtigsten Aspekte aufgenommen werden.
Ein wesentlicher Grundstein für einen guten Sänger ist seine Atemtechnik. Die Bauch-, bzw. Tief-, oder Zwerchfellatmung liefert zum einen ein größeres Atemvolumen als die Brustatmung. Gemeinsam mit einem guten Timing ist dies bedeutsam für längere zu singende Phrasen. Zum anderen beugt man einer Verspannung des Kehlkopfes und weiterer Teile der Stimme vor, was vor allem im klassischen Gesang nicht erlässlich ist (vgl. Pinksterboer, 2004, S. 41).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Erfolg von "Singstar", definiert die Forschungsfrage bezüglich der Bewertungsqualität des Systems und führt in die Notwendigkeit ein, das Bewertungssystem detailliert zu untersuchen.
2. Hauptteil: Der Hauptteil gliedert sich in eine musikpädagogische Definition von Gesang, eine historische und technische Aufarbeitung von Karaoke, eine detaillierte Analyse von Singstar und Ultrastar sowie eine umfangreiche empirische Forschungsstudie mit Ergebnisanalyse und Diskussion.
3. Schluss: Der Schlussteil reflektiert die Ergebnisse der Untersuchung, fasst die Erkenntnisse über das Notationssystem von Singstar zusammen und gibt einen Ausblick auf notwendige weiterführende Studien.
Singstar, Karaoke, Gesangsbewertung, Intonation, Atemtechnik, Musikpädagogik, Empirische Forschung, Gesangsqualität, Ultrastar, Spielkonsole, Rhythmusgefühl, Stimmumfang, Gesangsverweigerer, Leistungspyramide, Trainingseffekt.
Die Arbeit untersucht den wissenschaftlichen Wert und die Präzision der automatisierten Gesangsbewertung durch das Videospiel "Singstar" und vergleicht diese mit den tatsächlichen gesanglichen Fähigkeiten verschiedener Probandengruppen.
Die Felder umfassen die Definition von Gesang, die Geschichte und technische Entwicklung von Karaoke, die detaillierte Funktionsweise von "Singstar" sowie eine empirische Analyse der Gesangsleistung.
Das Ziel ist festzustellen, ob "Singstar" in der Lage ist, qualitativ zwischen guten und schlechten Sängern zu unterscheiden, und welche Faktoren (wie Artikulation oder Hilfestellungen) die Bewertung beeinflussen.
Es wurde eine quantitative Datenerhebung mit 24 Probanden durchgeführt, die anhand eines Kategorisierungssystems in vier Gruppen eingeteilt wurden und unter verschiedenen Bedingungen "Singstar" spielten.
Der Hauptteil analysiert neben den technischen Aspekten von Singstar und der Open-Source-Alternative Ultrastar vor allem die Auswertung der Testdaten unter Anwendung von fünf aufgestellten Hypothesen.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Gesangsbewertung, Intonation, empirische Forschung, Leistungsvergleich und Spieltheorie charakterisieren.
Die Untersuchung ergab, dass Probanden mit mehr Erfahrung mit dem Spiel signifikant höhere Ergebnisse erzielen, was die Aussagekraft der reinen Gesangsbewertung ohne Berücksichtigung des Trainingseffekts einschränkt.
Der Rap-Modus erwies sich als technisch schwer oder unzureichend differenzierbar, weshalb er in der Arbeit aufgrund der Unmöglichkeit einer präzisen Überprüfung vernachlässigt wurde.
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