Examensarbeit, 2008
75 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitende Gedanken und Hinführung zum Thema
2. Das Leben und Schaffen Ernst Engels
2.1 Biographischer Abriss seines Lebens
2.2 Ernst Engel und die Statistik
3. Der Weg zum Engelschen Gesetz
3.1. Folgerungen Engels aus den Statistiken von Ducpétiaux
3.2. Folgerungen Engels aus den Statistiken von Le Play
3.3. Engels Darstellung der Gesetzmäßigkeit
4. Darstellung des Engelschen Gesetzes
4.1 Engelkurven
4.2 Einkommenselastizitäten und ihre Unterschiede
5. Die Statistiken des Zusammenhangs zwischen Einkommen und Konsum
5.1 Die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung
5.2 Die laufenden Wirtschaftrechnungen
5.3 Die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe
5.3.1 Allgemeines zur Durchführung des EVS
5.3.2 Ergebnisse der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2003
5.4 Vergleich und kritische Analyse der Möglichkeiten
6. Empirische Überprüfung des Engelschen Gesetzes
6.1 Zeitreihenanalysen
6.2 Weitere Ergebnisse aus empirischen Daten
6.2.1 Ergebnisse für Europa
6.2.2 Ergebnisse für die USA
7. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen dem Einkommen eines Privathaushalts und dessen Konsumausgaben, insbesondere für Nahrungsmittel, basierend auf dem Engelschen Gesetz. Ziel ist es, die empirische Evidenz dieses Gesetzes über verschiedene historische Zeiträume und Regionen hinweg zu beleuchten und den Einfluss steigender Einkommen auf das Ausgabeverhalten von Haushalten zu analysieren.
1. Einleitende Gedanken und Hinführung zum Thema
Der Zusammenhang zwischen dem Einkommen eines Privathaushaltes und seinen Konsumausgaben, insbesonders für Nahrung, beschäftigt schon seit Jahrhunderten die Wirtschaftsstatistik. Ernst Engel hat 1857 zum ersten Mal schriftlich festgehalten, dass je höher das Einkommen einer Person oder Familie ist, desto kleiner ist der Anteil der Ausgaben, den sie für Ernährung ausgeben müssen. Ebenso gilt in diesem Fall die Umkehrung, das heißt also, je höher die prozentualen Ausgaben eines Haushaltes für Ernährung sind, desto kleiner ist das gesamte Einkommen dieses Privathaushaltes. Das Gesetz, das sich daraus entwickelt hat, steht im Mittelpunkt dieser Arbeit.
Aber nicht nur Engel hat sich Gedanken zu dem Zusammenhang Einkommen – Konsumausgaben gemacht, sondern zum Beispiel auch John Maynard Keynes, allerdings mehr für makroökonomie Zwecke. In seiner “General Theory of Employment, Interest and Money” von 1936 schreibt er: "The amount that the community spends on consumption obviously depends (i) partly on the amount of its income, (ii) partly on the other objective attendant circumstances, and (iii) partly on the subjective needs and the psychological propensities and habits of the individuals composing it and the principles on which the income is divided between them (...)."
1. Einleitende Gedanken und Hinführung zum Thema: Dieses Kapitel führt in den Zusammenhang zwischen Einkommen und Konsumausgaben ein und stellt die Relevanz des Engelschen Gesetzes dar.
2. Das Leben und Schaffen Ernst Engels: Hier wird der biographische Hintergrund von Ernst Engel sowie seine Bedeutung für die amtliche Statistik beleuchtet.
3. Der Weg zum Engelschen Gesetz: Dieses Kapitel erläutert die historische Entwicklung des Gesetzes anhand der statistischen Daten von Ducpétiaux und Le Play.
4. Darstellung des Engelschen Gesetzes: Hier werden theoretische Konzepte wie Engelkurven und die Berechnung von Einkommenselastizitäten detailliert vorgestellt.
5. Die Statistiken des Zusammenhangs zwischen Einkommen und Konsum: Dieses Kapitel analysiert verschiedene Methoden der statistischen Erfassung von Einkommen und Konsum, insbesondere in der BRD.
6. Empirische Überprüfung des Engelschen Gesetzes: Der Hauptteil bietet eine umfassende Analyse empirischer Daten zur Bestätigung des Gesetzes, sowohl zeitlich als auch regional.
7. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Relevanz des Gesetzes.
Engelsches Gesetz, Einkommen, Konsumausgaben, Wirtschaftsstatistik, Ernst Engel, Engelkurven, Einkommenselastizität, private Haushalte, Konsumstruktur, Verbraucheralltag, empirische Evidenz, Nahrungsmittelausgaben, Wohlstand, Lebenshaltungskosten, Haushaltsbudget.
Die Arbeit behandelt die empirische Bestätigung und theoretische Einordnung des "Engelschen Gesetzes", welches den Zusammenhang zwischen Haushaltseinkommen und den Ausgaben für Nahrungsmittel beschreibt.
Zentrale Themen sind die historische Statistik, die Haushaltsökonomie, die Analyse von Einkommenselastizitäten und der Vergleich von Konsumstrukturen über verschiedene Zeiträume und Länder hinweg.
Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass der Anteil der Nahrungsmittelausgaben an den Gesamtausgaben eines Haushalts mit steigendem Einkommen sinkt, und diese Gesetzmäßigkeit anhand umfangreicher empirischer Daten zu belegen.
Die Arbeit nutzt Literaturanalysen, die Auswertung historischer statistischer Berichte sowie moderne empirische Daten wie die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe (EVS) und die Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung (VGR).
Im Hauptteil werden sowohl theoretische Modelle (Engelkurven) als auch umfangreiche empirische Analysen für Deutschland, Europa und die USA präsentiert, um die Gültigkeit des Engelschen Gesetzes zu untermauern.
Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Engelsches Gesetz, Einkommenselastizität, Konsumverhalten, Statistik und Haushaltsökonomie beschreiben.
Die EVS (Einkommens- und Verbrauchsstichprobe) zeichnet sich im Vergleich zu laufenden Wirtschaftsrechnungen durch eine wesentlich höhere Fallzahl und eine feinere Untergliederung der Gütergruppen aus, was sie zu einem präziseren Instrument der Konsumanalyse macht.
Ja, die Analyse zeigt, dass das Gesetz trotz 150 Jahren seit seiner Formulierung weiterhin eine relevante ökonomische Gesetzmäßigkeit darstellt, wenngleich sich die absolute Höhe der Anteile aufgrund des allgemeinen Wohlstandsanstiegs verschoben hat.
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