Examensarbeit, 2008
68 Seiten, Note: 1,3
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
1. Einleitung
2. Sachanalyse
2.1 Autor und Werk
2.2 Inhalt und Struktur
2.3 Die Zeit: Postmoderne
2.4 Postmoderne Stilmittel im Roman Das Parfum
2.5 Formen des Erzählens
2.5.1 Die Erzählperspektive
2.5.2 Der Erzählstil
2.5.3 Die Figurengestaltung
2.5.4 Die Beziehung von Autor, Leser und Text
2.6 Themen & Motive
2.6.1 Illusion und Theatertechnik
2.6.2 Die Teufelsthematik
2.7 Die Filmadaption und Kritik
3. Didaktik
3.1 Der Roman im Unterricht
3.2 Didaktischer Ansatz: Handlungs- und produktionsorientierter Unterricht
3.3 Gliederung
3.4 Detailplanung der Stunden
3.4.1 Stunde 1: Einstieg in die Bestsellerthematik
3.4.2 Stunde 2: Inhalt
3.4.3 Stunde 3+4: Struktur und der Entwicklungsroman
3.4.4 Stunde 5+6: Figuren
3.4.5 Stunde 7+8: Grenouille als Mörder und der Kriminalroman
3.4.6 Stunde 9+10: Teufelsthematik und der monströse Roman
3.4.7 Stunde 11: Gattungsdiskussion
3.4.8 Stunde 12: Zeit (Postmoderne)
3.4.9 Stunde 13+14: Sprache und Stil
3.4.10 Stunde 15: Olfaktorik (Interdisziplinär)
3.4.11 Stunde 16+17: Theatermetaphorik
3.4.12 Stunde 18+19: Filmadaption
3.4.13 Stunde 20: Rezension
3.4.14 Stunde 21: Abschlussdiskussion
3.5 Lernziele
3.6 Stunde 19: Visuelles Erzählen
3.6.1 Didaktische Überlegungen
3.6.2 Methodische Überlegungen und Rahmenbedingungen
3.6.3 Gliederung der Unterrichtstunde
3.6.4 Umsetzung der Unterrichtsstunde
4. Kritische Stellungnahme zum Unterrichtsentwurf
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen handlungs- und produktionsorientierten Unterrichtsentwurf für die Sekundarstufe II zu entwickeln, der Patrick Süskinds Roman „Das Parfum“ in den Mittelpunkt stellt. Dabei wird untersucht, wie durch die kreative Auseinandersetzung mit literarischen Texten und deren Filmadaption die Motivation und das tiefere Verständnis der Schüler gefördert werden können, während gleichzeitig die spezifischen Merkmale des postmodernen Erzählens analysiert werden.
2.1 AUTOR UND WERK
Wenig ist über den öffentlichkeitsscheuen Autor bekannt, der im Alter von 36 Jahren einen Welterfolg schrieb: Das Parfum - Die Geschichte eines Mörders. Geboren am 26. März 1949 in Ambach am Starnberger See als zweiter Sohn des Publizisten Wilhelm Emanuel Süskind, spielte in Patrick Süskinds Kindheit die musikalische Früherziehung eine große Rolle. Dieser konnte den elterlichen Erwartungen jedoch nicht entsprechen und stattdessen wurde das Klavierspiel sogar zum traumatischen Erlebnis, das Süskind später als Autor weniger Texte literarisch verarbeitete.
Nach bayrischer Dorfschule, Gymnasium mit Abitur und Zivildienst studierte er sechs Jahre in München Geschichte, ein Studienjahr verbrachte er in Frankreich. Nach der Magisterarbeit über die sozialen und politischen Interessen des irischen Dramatikers Georg Bernard Shaw verdiente sich Süskind seinen Lebensunterhalt als freischaffender Schriftsteller von kleineren Prosastücken und Drehbüchern, später auch in Zusammenarbeit mit Helmut Dietl.
Süskinds literarischer Erfolg begann mit dem Ein-Mann-Theaterstück Der Kontrabass, das 1981 in München uraufgeführt wurde. Vier Jahre später folgte der Roman Das Parfum, 1987 die Erzählung Die Taube und im Jahr 1991 die autobiografisch geprägte Geschichte von Herrn Sommer. Bei den Figuren in diesen vier Werken handelt es sich um Sonderlinge, die sich aufgrund der von ihnen als Bedrohung empfundenen Umwelt in die räumliche oder physiologische Isolation zurückziehen - ein Charakterzug, der ohne weiteres auch dem zurückhaltenden und medienscheuen Autor zugeschrieben werden kann.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Rezeptionsgeschichte des Romans ein und begründet den didaktischen Mehrwert der Behandlung von Buch und Film im Deutschunterricht.
2. Sachanalyse: Hier werden die biografischen Grundlagen des Autors sowie die inhaltlichen, strukturellen und motivischen Aspekte des Romans literaturwissenschaftlich aufgearbeitet.
3. Didaktik: Dieser Teil entwirft ein detailliertes Konzept für eine Unterrichtssequenz, basierend auf einem handlungs- und produktionsorientierten Ansatz.
4. Kritische Stellungnahme zum Unterrichtsentwurf: Eine Reflexion über die methodische Umsetzbarkeit und die Wirksamkeit des didaktischen Konzepts im schulischen Alltag.
5. Literaturverzeichnis: Ein Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Sekundärliteratur und Quellen für den Unterrichtsentwurf.
Patrick Süskind, Das Parfum, Postmoderne, Entwicklungsroman, Literaturdidaktik, Produktionsorientierter Unterricht, Filmanalyse, Grenouille, Theatermetaphorik, Teufelsthematik, Literaturverfilmung, Bestseller, Intertextualität, Gattungsmetamorphose, Deutschunterricht
Die Arbeit entwickelt einen Unterrichtsentwurf für die gymnasiale Oberstufe, um den Roman „Das Parfum“ von Patrick Süskind methodisch vielfältig und schülerorientiert zu behandeln.
Die zentralen Felder umfassen die literaturwissenschaftliche Analyse des Romans (Struktur, Postmoderne, Motivik) sowie deren didaktische Umsetzung in Unterrichtsstunden.
Das Ziel ist die Erstellung einer Unterrichtssequenz, die durch handlungs- und produktionsorientierte Methoden die Begeisterung für Literatur weckt und ein tiefes Verständnis für das Werk fördert.
Die Arbeit stützt sich auf eine detaillierte Sachanalyse und verknüpft diese mit didaktischen Ansätzen nach Kaspar H. Spinner und Günter Waldmann.
Der Hauptteil gliedert sich in eine umfassende Analyse der Romanstruktur, der Erzählweise und der Figurenkonstellation sowie eine detaillierte Verlaufsplanung für 21 Unterrichtsstunden.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Postmoderne, Produktionsorientierung, Gattungsdiskussion und Filmanalyse geprägt.
Der Autor erachtet den Film als gleichwertiges Medium, dessen Analyse im Unterricht den kritischen Sehgenuss der Schüler fördert und den Vergleich zum Originaltext bereichert.
Durch verschiedene methodische Ansätze wie Soziogramme, Rollenspiele und Diskussionen über seine Sozialisation wird der komplexe und ambivalente Charakter Grenouilles für Schüler erfahrbar gemacht.
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