Diplomarbeit, 2007
104 Seiten, Note: 1,3
Einführung
Illusionäre Kontrollwahrnehmung
Illusionäre Kontrollwahrnehmung nach Langer
Weitere illusionäre Kontrolle bedingende Faktoren
Realitätsintrusion
Kritik an der bisherigen Forschung
Die Studie von Wortman (1975) “Some determinantes of perceived control”
Versuchsaufbau und Methode
Ergebnisse
Gründe für die Replikation und Kritik
Irrationale Überzeugungen nach Ellis
Definition
Der Zusammenhang zwischen irrationalen Überzeugungen und illusionärer Kontrollwahrnehmung
Kontrollmotivation nach Burger
Definiton
Der Zusammenhang zwischen Kontrollmotivation und illusionärer Kontrollwahrnehmung
Depression
Der Zusammenhang zwischen Depression und illusionärer Kontrollwahrnehmung
Depression als Kontrollvariable
Ableitung der Hypothesen
Methode
Stichprobe
Versuchsdesign
Versuchsablauf
Versuchsmaterial
Erfassung der Abhängigen Variable
Erfassung der irrationalen Überzeugungen
Erfassung der Kontrollmotivation
Erfassung der Depression
Reihenfolgeversionen
Imputation fehlender Werte
Ergebnisse
Geschlechtsunterschiede
Hypothese 1
Depression als Mediator des Zusammenhangs von Irrationalität und genereller illusionärer Kontrollwahrnehmung
Hypothese 2
Hypothese 3
Hypothese 4
Überprüfung der Auswirkung der Kontrollvariable „Gewonnen vs. Verloren“ auf die Beantwortung des Fragebogens zur Erfassung illusionärer Kontrollwahrnehmung
Einschätzung der ´subjektiven Gewinnwahrscheinlichkeit´ und Irrationalität
Diskussion
Zusammenfassung der Ergebnisse
Verursachung als alleinige Determinante von illusionärer Kontrollwahrnehmung
Depression als Mediator des positiven Zusammenhangs von Irrationalität mit illusionärer Kontrollwahrnehmung
Zusammenhänge von Kontrollmotivation mit illusionärer Kontrollwahrnehmung
Zusammenhänge von Kontrollmotivation mit irrationalen Überzeugungen
Zusammenhang von ´Einschätzung der subjektiven Gewinnwahrscheinlichkeit´ mit Irrationalität
Interpretation der Ergebnisse und Alternativerklärungen
Mögliche Gründe für Verursachung als alleinige Determinante von illusionärer Kontrollwahrnehmung
Mögliche Gründe für den positiven Zusammenhang von Depression mit illusionärer Kontrollwahrnehmung
Mögliche Gründe für die Zusammenhänge von Kontrollmotivation mit illusionärer Kontrollwahrnehmung
Mögliche Gründe für die Zusammenhänge von Kontrollmotivation mit irrationalen Überzeugungen
Mögliche Gründe für den Zusammenhang von ´Einschätzung der subjektiven Gewinnwahrscheinlichkeit´ mit Irrationalität
Grenzen der vorliegenden Untersuchung
Einschränkungen aufgrund des Gewinnspiels
Einschränkungen aufgrund der untersuchten Stichprobe
Einschränkungen aufgrund der verwendeten Fragebogeninstrumente
Einschränkungen aufgrund der verwendeten statistischen Verfahren
Implikationen für künftige Forschung
Erfassung illusionärer Kontrollwahrnehmung
Erfassung irrationaler Überzeugungen
Erforschung des Zusammenhangs zwischen ´Einschätzung der subjektiven Wahrscheinlichkeit´ und Irrationalität
Erfassung der auf Verhaltensebene bestehenden Korrelate der illusionären Kontrollwahrnehmung
Die Arbeit untersucht die Mechanismen der illusionären Kontrollwahrnehmung durch eine Replikation und Erweiterung der klassischen Studie von Wortman (1975). Ziel ist es zu analysieren, welchen Einfluss die Variablen Verursachung und Vorauswissen auf das Kontrollgefühl haben und wie dieses mit irrationalen Überzeugungen, Kontrollmotivation und Depression zusammenhängt.
Illusionäre Kontrollwahrnehmung nach Langer
Im Folgenden wird das Phänomen der illusionären Kontrollwahrnehmung nochmals näher erläutert um es anschließend anhand der “skill”-Theorie von Langer zu erklären. In rein zufallsabhängigen Situationen, wie etwa beim Lotto oder einem Würfelspiel, besteht keine Kontingenz zwischen dem, was eine Person tut und dem erzielten Ergebnis (Thompson, Armstrong, & Thomas, 1998). Illusionäre Kontrollwahrnehmung bezieht sich in diesem Fall auf die Wahrnehmung von reell nicht bestehenden Kontingenzen.
Illusionäre Kontrollwahrnehmung kann auch beschrieben werden als die Überzeugung, dass das Ergebnis eines vom Zufall abhängigen Ereignisses beeinflussbar sei (Langer, 1975). So konnte beispielsweise Henslin (1967, zitiert nach Steenbergh, Meyers, May, & Whelan, 2002) beobachten, dass “craps” [Glückspiel mit Würfeln] Spieler Spielanfängern rieten, sich Zeit zu nehmen, wenn sie den Würfel werfen. Um höhere Augenzahlen zu erzielen, warfen die Spieler den Würfel härter beziehungsweise weicher für niedrigere Zahlen. Jene Spieler vertraten auch die Meinung, dass Anstrengung und Konzentration sich auf den Spielausgang auswirken würden (Langer, 1975).
Einen wichtigen Beitrag zur Klärung der Entstehung von illusionärer Kontrollwahrnehmung konnte Langer (1975) durch die “skill”-Theorie leisten. Diese erläutert die Gründe für die Entstehung illusionärer Kontrollwahrnehmung und spezifiziert Bedingungen, die illusionäre Kontrollwahrnehmung hervorrufen oder zumindest begünstigen.
Einführung: Theoretische Hinführung zum Konstrukt der illusionären Kontrollwahrnehmung unter Einbezug relevanter Theorien wie der „Skill-Theorie“ von Langer sowie Vorstellung der relevanten Korrelate wie Irrationalität, Kontrollmotivation und Depression.
Methode: Detaillierte Beschreibung der experimentellen Untersuchung, einschließlich der Stichprobenbeschreibung, der operationalisierten Versuchsbedingungen, der verwendeten Messinstrumente (Fragebögen) und der statistischen Vorgehensweise.
Ergebnisse: Darstellung und Auswertung der erhobenen Daten, inklusive der Prüfung der Hypothesen sowie der Analyse von Mediatoreffekten der Depression und der Zusammenhänge mit anderen psychologischen Variablen.
Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse vor dem Hintergrund der Literatur, Interpretation der Befunde, Erörterung der Limitationen der Studie sowie Implikationen für zukünftige Forschungsarbeiten.
Illusionäre Kontrollwahrnehmung, Kontrollmotivation, Irrationale Überzeugungen, Depression, Glücksspiel, Verursachung, Vorauswissen, Realitätsintrusion, Psychologie, Kontingenzeinschätzung, Verhalten, Kognition, Experimentelle Untersuchung, Validierung, Fragebogenkonstruktion.
Die Arbeit befasst sich mit dem psychologischen Phänomen der illusionären Kontrollwahrnehmung, bei dem Menschen fälschlicherweise glauben, in rein zufälligen Situationen (wie etwa bei Glücksspielen) Kontrolle ausüben zu können.
Im Mittelpunkt stehen die Determinanten der illusionären Kontrollwahrnehmung, insbesondere die Aspekte der Verursachung und des Vorauswissens, sowie deren Zusammenhänge mit irrationalen Überzeugungen, dem Bedürfnis nach Kontrolle und der Depressivität.
Das Hauptziel ist die Replikation und systematische Erweiterung einer klassischen Untersuchung von Wortman (1975), um den Einfluss von Handlungsverursachung und Vorabinformationen auf die subjektive Kontrollwahrnehmung präziser zu bestimmen.
Es wurde ein kontrolliertes Experiment durchgeführt, das einem Glücksspiel nachempfunden ist. Die Auswertung erfolgte mittels multivariater statistischer Verfahren (ANOVA) und hierarchischer Regressionsanalysen, um Zusammenhänge zwischen den erhobenen Konstrukten zu quantifizieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur, eine detaillierte Dokumentation des experimentellen Versuchsdesigns und eine umfassende Ergebnisdarstellung der statistischen Datenanalysen.
Zentrale Begriffe sind neben der illusionären Kontrollwahrnehmung vor allem „Irrationalität“ nach dem Konzept von Ellis, die „Desirability of Control“ (Kontrollmotivation) sowie die Rolle der Depression als Mediator in kognitiven Prozessen.
Die Ergebnisse legen nahe, dass aktives Handeln (das selbstständige Ziehen der Murmeln) eine wesentlich stärkere Determinante für das Gefühl von Kontrolle ist als das Wissen über die Gewinnwahrscheinlichkeit, was das Konzept der „aktiven Beteiligung“ untermauert.
Entgegen der ursprünglichen Annahme, dass Depressive ein realistischeres Bild der Welt haben, zeigten die Daten dieser Studie, dass depressive Versuchspersonen tendenziell eine höhere Ausprägung illusionärer Kontrolle in bestimmten Spielkonstellationen aufwiesen.
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