Examensarbeit, 2007
86 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Grundlagen für den Religionsunterricht an berufsbildenden Schulen
2.1 Allgemeine Rahmenbedingungen zum Unterricht an Berufsschulen
2.1.1 Eine Skizze zu den historischen Anfängen der Berufsschule
2.1.2 Aktuelle Normierung und Regulierung der Berufsausbildung
2.1.3 Bildungsauftrag der Berufsschule
2.2 Rahmenbedingungen für den Religionsunterricht in Fachklassen der dualen Ausbildung
2.2.1 Historische Wegmarken des beruflichen Religionsunterrichts
2.2.2 Staatliche und kirchliche Grundlagen für den Religionsunterricht
2.2.3 Aufgaben und Ziele des kath. Religionsunterrichts in Fachklassen der dualen Ausbildung
2.3 Allgemeinbildende Aspekte des Religionsunterrichts an berufsbildenden Schulen
3 Der Berufsbezug im Religionsunterricht an berufsbildenden Schulen
3.1 Das Lernfeldkonzept im berufsbezogenen Bereich
3.2 Auswirkungen der Reform der beruflichen Bildung auf den Religionsunterricht an berufsbildenden Schulen
3.3 Die Problematik des Berufsbezugs im Religionsunterricht
3.4 Unterschiedliche Einschätzungen zur Berufsbezogenheit des Religionsunterrichts an berufsbildenden Schulen
3.5 Exemplarische Darstellung berufbezogener Lerngelegenheiten im Fach katholische Religionslehre
4 Der Beitrag des kath. Religionsunterrichts in Fachklassen der dualen Ausbildung zur Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz – eine exemplarische Untersuchung
4.1 Zum Begriff berufliche Handlungskompetenz
4.2 Darstellung des Untersuchungsvorhabens
4.2.1 Festlegung des Materials
4.2.2 Analyse der Entstehungssituation
4.2.3 Formale Charakterisierung des Materials
4.2.3.1 Grundlagenplan für den katholischen Religionsunterricht an Berufsschulen
4.2.3.2 Lehrplan zur Erprobung für das Berufskolleg in Nordrhein-Westfalen katholische Religionslehre Fachklassen des dualen Systems der Berufsausbildung
4.2.4 Richtung der Analyse und theoriegeleitete Differenzierung der Fragestellung
4.2.5 Bestimmung der Analysetechnik und Analyseeinheit
4.2.6 Auswertung des Materials über die strukturierende Inhaltsanalyse
4.2.6.1 Sich selbst und den Anderen bewusst wahrnehmen und die vom dreifaltigen Gott geschenkte Würde annehmen
4.2.6.2 Erfahrungen von Glück und Unglück wahrnehmen und aus der Perspektive der jüdisch-christlichen Heilszusage deuten und damit umgehen
4.2.6.3 Den Schöpfungsglauben als kritisches Korrektiv für Mythen und Visionen von Gruppen erfassen und aus der Verantwortung für die Schöpfung handeln
4.2.6.4 Ausdrucksformen von persönlicher und gemeinschaftlicher Religiosität und Zeichen kirchlichen Glaubens wahrnehmen und am interreligiösen Diskurs teilnehmen.
4.2.6.5 Das Zusammenleben von Menschen im beruflichen, privaten und öffentlichen Bereich in Orientierung an der biblischen Botschaft vom Reich Gottes gestalten.
4.2.6.6 An Versöhnung und universalem Frieden mitwirken auch durch Begegnung mit Formen von Spiritualität.
4.3 Auswertung der Ergebnisse der Analyse
4.4 Kritische Betrachtung des Lehrplans zur Erprobung katholische Religionslehre Fachklassen des dualen Systems der Berufsausbildung
4.5 Religiöse Kompetenz
5 Verschiedene Stimmen zur Situation des berufsschulischen Religionsunterrichts in der dualen Ausbildung
5.1 Zur Notwendigkeit des Religionsunterrichts in der Berufsschule
5.2 Die Perspektive der Beteiligten
5.2.1 „Im Spannungsfeld von Kompetenz und Verwertbarkeit“ – Kommentare aus der Wirtschaft
5.2.2 „Religion muss Freiräume schaffen“ – Politische und gewerkschaftliche Stimmen
5.2.3 „Der Mensch im Mittelpunkt des Arbeitsprozesses“ – Stellungnahmen aus der katholischen Kirche
5.2.4 „Jugendliche müssen zur eigenen Stimme finden“ - Lehrkräfte melden sich zu Wort
5.2.5 „Am Anfang dachte ich, oh Gott jetzt musst Du Religion machen…, aber das lief anders! – Statements von Schülern
6 Abschließende und weiterführende Gedanken
Diese Hausarbeit untersucht die Legitimation und den Beitrag des katholischen Religionsunterrichts (BRU) in Fachklassen der dualen Ausbildung. Dabei wird analysiert, inwieweit das Fach katholische Religionslehre einen substanziellen Beitrag zur Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz leisten kann, und wie sich dieser Bildungsauftrag angesichts ökonomischer Anforderungen und veränderter Lebenswelten von Auszubildenden positionieren lässt.
3.1 Das Lernfeldkonzept im berufsbezogenen Bereich
Durch die im Mai 1996 verabschiedeten Handreichungen für die Erarbeitung von Rahmenlehrplänen für den berufsbezogenen Unterricht der Berufsschule wird der Unterricht nun nicht mehr nach einer fachsystematischen Struktur, sondern auf Lernfelder aufgebaut.
Durch das Lernfeldkonzept wird die vorherrschende Vermittlung von Faktenwissen und die stark kognitive Ausrichtung des Lernens mit bevorzugt sprachlich orientierten und lehrerzentrierten Vermittlungsformen zugunsten eines handlungsorientierten Unterrichts aufgegeben. Der Unterricht ist vorstrukturiert in Lernfelder, die aus Handlungsfeldern abgeleitet werden, wodurch ein fächerübergreifender Lehrplan entsteht. „Handlungsfelder sind zusammengehörige Aufgabenkomplexe mit beruflichen sowie lebens- und gesellschaftsbedeutsamen Handlungssituationen“, zu deren Bewältigung befähigt werden soll. Diese müssen innerhalb der Curriculumentwicklung in einer Rahmenlehrplankommission aufbereitet werden.
Diese curriculare Präzisierung erfolgt, um ausdrücklich auf die individuelle Lebenssituation der Auszubildenden in Betrieb oder Schule abzuheben. Lernfelder, als didaktisch aufbereitete Handlungsfelder, sind fächerübergreifende, didaktisch-curriculare Einheiten, die an konkreten beruflichen Handlungsfeldern ausgerichtet sind. Des Weiteren sind Lernfelder durch Zielformulierungen (Kompetenzbeschreibungen), Inhalte und Zeitrichtwerte beschriebene thematische Einheiten, die an beruflichen Aufgabenstellungen und Handlungsabläufen orientiert sind. „Sie fassen komplexe Aufgabenstellungen zusammen, deren unterrichtliche Bearbeitung in handlungsorientierten Lernsituationen erfolgt.“ Dadurch werden Fachinhalte in einen Anwendungszusammenhang gebracht. Die Lehrpersonen haben nur die abstrakten Vorgaben der einzelnen Lernfelder, deren Präzisierung in den jeweiligen Schulen durch die Bildungsgangkonferenzen vorgenommen werden muss, wobei eine didaktische Reflexion der beruflichen und privaten Handlungssituationen zu erfolgen hat.
1 Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Legitimationsproblematik des Religionsunterrichts im dualen Ausbildungssystem und skizziert das Ziel der Arbeit, dessen Beitrag zur Kompetenzentwicklung zu untersuchen.
2 Grundlagen für den Religionsunterricht an berufsbildenden Schulen: Dieses Kapitel erläutert die historischen und aktuellen Rahmenbedingungen sowie den Bildungsauftrag der Berufsschule und des beruflichen Religionsunterrichts.
3 Der Berufsbezug im Religionsunterricht an berufsbildenden Schulen: Hier wird die Notwendigkeit und Problematik des Berufsbezugs untersucht, wobei das Lernfeldkonzept sowie unterschiedliche Positionen zum Berufsbezug analysiert werden.
4 Der Beitrag des kath. Religionsunterrichts in Fachklassen der dualen Ausbildung zur Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz – eine exemplarische Untersuchung: Das Kernkapitel analysiert auf Basis einer qualitativen Inhaltsanalyse den Beitrag des Fachs zur beruflich-personalen Handlungskompetenz und reflektiert religiöse Kompetenz.
5 Verschiedene Stimmen zur Situation des berufsschulischen Religionsunterrichts in der dualen Ausbildung: Dieses Kapitel präsentiert die Perspektiven von Wirtschaft, Politik, Gewerkschaften, Lehrkräften und Schülern auf den Religionsunterricht.
6 Abschließende und weiterführende Gedanken: Das Fazit fasst die wesentlichen Erkenntnisse zusammen und betont die Bedeutung einer fachorientierten, aber identitätsstiftenden religiösen Bildung im Kontext der beruflichen Entwicklung.
Religionsunterricht, Berufsschule, duale Ausbildung, berufliche Handlungskompetenz, Lernfeldkonzept, Werteerziehung, katholische Religionslehre, Lehrplananalyse, Kompetenzentwicklung, Lebenswelt, Schöpfungsglaube, Religionspädagogik, Schüler-Lehrer-Beziehung, berufliche Qualifikation, Persönlichkeitsbildung.
Die Arbeit befasst sich mit dem Religionsunterricht an berufsbildenden Schulen in Deutschland und untersucht dessen Legitimation und Beitrag zur Kompetenzentwicklung von Auszubildenden in der dualen Ausbildung.
Zentrale Aspekte sind der Berufsbezug im Unterricht, das Lernfeldkonzept, die Vermittlung beruflicher Handlungskompetenz sowie die verschiedenen Sichtweisen von Stakeholdern wie Wirtschaft, Kirchen, Lehrkräften und den Auszubildenden selbst.
Die Arbeit untersucht, ob und wie das Fach katholische Religionslehre einen Beitrag zur Entwicklung beruflicher Handlungskompetenz leisten kann und inwieweit dieser Beitrag unter Berücksichtigung der unterschiedlichen Interessen der Beteiligten legitimiert ist.
Die Autorin nutzt eine qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring, um den Lehrplan zur Erprobung für das Berufskolleg in Nordrhein-Westfalen inhaltsanalytisch auf Analogien zur beruflichen Handlungskompetenz hin zu untersuchen.
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen, die Problematik der Berufsbezogenheit, führt eine exemplarische Lehrplanuntersuchung durch und stellt empirische Befunde aus Lehrer- und Schülerbefragungen dar.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Religionsunterricht, berufliche Handlungskompetenz, duale Ausbildung, Lernfeldkonzept, Werteerziehung und religiöse Kompetenz charakterisiert.
Die Autorin argumentiert, dass der Berufsbezug sinnvoll ist, um Lebensweltnähe herzustellen, warnt jedoch davor, den Religionsunterricht zu einem funktionalen "Hilfsfach" für betriebliche Anforderungen zu degradieren; er muss vielmehr ein eigenständiges Profil behalten.
Es zeigt sich, dass die Kompetenzbeschreibungen im untersuchten Lehrplan zwar weitreichend sind, jedoch oft eine konkrete "inhaltliche Unterfütterung" vermissen lassen, was eine Interpretation notwendig macht, um deren tatsächlichen Beitrag zur beruflichen Handlungskompetenz zu identifizieren.
Lehrkräfte berichten von der Herausforderung, Schüler bei der Sinnsuche zu begleiten, betonen die Bedeutung der Schüler-Lehrer-Beziehung, fordern aber auch mehr Supervision und moderne Materialien, um den heterogenen Lerngruppen gerecht zu werden.
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