Bachelorarbeit, 2021
54 Seiten, Note: 1.0
1. Einleitung
2. Psychoanalytische Betrachtung von Abwehrmechanismen
3. Ursprünge und Folgen menschlicher Laster
3.1 Gier
3.2 Bequemlichkeit
3.3 Lust
4. Das verhängnisvolle Zusammenspiel von Abwehrmechanismen und menschlichen Lastern
4.1 Die ‚Mutter-Kind‘ Beziehung
4.2 Abwehrmechanismen im Kontext der Perversion
5. Pädagogik und ihre Bedeutung in der Nachhaltigkeitskrise
5.1 Pädagogik vs. Therapie
5.2 Umgang mit den Herausforderungen in der Praxis
6. Fazit und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die psychischen Abwehrmechanismen des Menschen im Kontext der aktuellen Nachhaltigkeitskrise. Das Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen dem vorhandenen Wissen über ökologische Zusammenhänge und dem ausbleibenden Handeln durch eine psychoanalytische und pädagogische Perspektive zu erklären, um daraus konkrete Bildungsmaßnahmen abzuleiten.
3.1 Gier
Bereits in der Schöpfungsgeschichte von ‚Adam und Eva‘ wird die Gier des Menschen und deren Folgen thematisiert. Selbst in paradiesischen Zuständen genügt ihnen ihr gegenwärtiger Zustand nicht, sodass sie sich verführen lassen, im Streben nach noch größerer Befriedigung. Auch in Geschichte der griechischen Mythologie über König Midas stehen die Gier und deren fatalen Folgen im Mittelpunkt. König Midas, der durch einen freien Wunsch bei Dionysos die Fähigkeit erlangt, alles, was er anfasst in Gold zu verwandeln. Jedoch ist er dadurch unfähig, lebensnotwendige Dinge, wie Essen zu sich zu nehmen, da sich diese vor ihrer eigentlichen Verwendung immer zu Gold verwandeln (Vogel, 2018, S. 46; Hartung, 2009, S. 9). Nun stellt sich die Frage, warum die Charaktere dieser Geschichten trotz paradiesischer Zustände dazu veranlasst sind, gierig zu sein. Die Beantwortung dieser Frage könnte Aufschluss über den Ursprung der Gier des Menschen sein.
In Bezug auf König Midas führt Hartung (2009) die Gier auf die brüchige Introjektion der „mütterlichen Brust und [den] väterlichen Phallus“ (Hartung, 2009, S. 10) zurück. Um diesen Mangel an mütterlichen Emotionen und väterlichen geistigen Fähigkeiten zu kompensieren, strebt Midas infolgedessen nach materiellem Reichtum (Hartung, 2009, S. 10f).
Vor der psychoanalytischen Betrachtung der Gier ist aber bereits die phänomenologische Perspektive sehr aufschlussreich. Das Wort Gier hat seinen Ursprung in dem althochdeutschen Wort „giri“ (Hartung, 2009, S. 11), welches mit dem Wort „Begierde“ (Hartung, 2009, S. 11) übersetzt werden kann. In diesem Wort sind wiederum „zwei indogermanische Quellen“ vorhanden (Hartung, 2009, S. 11). Einmal der Begriff „g(h)er“ (Hartung, 2009, S. 11), was mit „Verlangen“ (Hartung, 2009, S. 11) übersetzt werden kann, zum anderen der Begriff „g(h)ei [, was mit] gähnen [oder] klaffen“ (Hartung, 2009, S. 11) übersetzt werden kann.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Gefahr der Klimakrise und die Diskrepanz zwischen dem Wissen über die Folgen menschlichen Handelns und der ausbleibenden Verhaltensänderung.
2. Psychoanalytische Betrachtung von Abwehrmechanismen: Dieses Kapitel erläutert die psychische Struktur nach Freud und wie Abwehrmechanismen dazu dienen, das psychische Gleichgewicht gegenüber belastenden Erfahrungen zu bewahren.
3. Ursprünge und Folgen menschlicher Laster: Hier werden die Wesenszüge Gier, Bequemlichkeit und Lust analysiert, die maßgeblich durch ökonomische und gesellschaftliche Strukturen geprägt sind.
4. Das verhängnisvolle Zusammenspiel von Abwehrmechanismen und menschlichen Lastern: Es wird untersucht, wie die Mutter-Kind-Beziehung und Mechanismen der Perversion das Verhalten des Menschen in der Nachhaltigkeitskrise beeinflussen.
5. Pädagogik und ihre Bedeutung in der Nachhaltigkeitskrise: Dieses Kapitel verknüpft die psychoanalytischen Erkenntnisse mit pädagogischen Ansätzen, um Schülern durch Achtsamkeit und Selbstwirksamkeit Handlungsoptionen aufzuzeigen.
6. Fazit und Ausblick: Zusammenfassend wird die Notwendigkeit eines humanistischen Bildungswandels betont, der den Menschen wieder in Verbundenheit mit der Natur treten lässt.
Nachhaltigkeitskrise, Psychoanalyse, Abwehrmechanismen, Gier, Bequemlichkeit, Lust, Pädagogik, Entfremdung, Achtsamkeitspraxis, Selbstwirksamkeit, Klimawandel, Menschliches Handeln, Verleugnung, Projektion, Umweltbildung.
Die Arbeit analysiert die psychologischen Hintergründe, warum Menschen trotz des Wissens um die verheerenden Folgen der Klimakrise ihr Verhalten nicht nachhaltig ändern.
Die Schwerpunkte liegen auf der Psychoanalyse von Abwehrmechanismen, der Untersuchung menschlicher Laster wie Gier und Bequemlichkeit sowie der Ableitung pädagogischer Interventionsmöglichkeiten.
Die zentrale Frage lautet, wie sich die Kluft zwischen dem wachsenden Bewusstsein über die Folgen menschlichen Handels und der ausbleibenden Verhaltensänderung erklären und pädagogisch überbrücken lässt.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Analyse auf Basis psychoanalytischer Konzepte, die in einen schul- und bildungspädagogischen Kontext übertragen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine psychoanalytische Untersuchung von Trieben und Abwehrmechanismen sowie deren Einfluss auf das heutige Konsumverhalten und die pädagogische Ableitung von Bewältigungsstrategien.
Wichtige Fachbegriffe sind unter anderem Nachhaltigkeitskrise, Entfremdung, psychische Abwehrmechanismen, radikaler Hedonismus, Achtsamkeit und Selbstwirksamkeit.
Sie dient als Modell für die Beziehung zur "Mutter-Erde", bei der unbewusste Erwartungen an unerschöpfliche Ressourcen und die Abwehr von Ängsten vor Ressourcenknappheit eine entscheidende Rolle spielen.
Der Begriff beschreibt das psychoanalytische Phänomen, bei dem der Mensch die Realität der Klimakrise teilweise verleugnet oder abspaltet, um unangenehme Gefühle wie Ohnmacht zu vermeiden und sein psychisches Gleichgewicht zu halten.
Die Achtsamkeitspraxis soll Schülern helfen, ihre Emotionen besser zu regulieren, sich ihrer eigenen Bedürfnisse bewusst zu werden und dadurch aus automatisierten, umweltzerstörenden Verhaltensmustern auszubrechen.
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