Bachelorarbeit, 2021
35 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Die Methode der Begriffsanalyse
3. Grundlegendes Verständnis von News
4. Was sind Fake News?
4.1 Wahrheitsdimension
4.2 Imitationsdimension
4.3 Täuschungsdimension
5. Präzision und mögliche Einwände
6. Fazit
Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel, mittels einer philosophischen Begriffsanalyse eine präzise und einheitliche Definition des Begriffs "Fake News" zu erarbeiten. Dabei soll das Phänomen von ähnlichen Begriffen abgegrenzt und eine theoretische Grundlage geschaffen werden, um Fake News in ihrer Struktur und Gefährlichkeit für die Gesellschaft besser zu verstehen.
4.1 Wahrheitsdimension
In der philosophischen Literatur herrscht Einigkeit darüber, dass Falschheit kein hinreichendes Kriterium für Fake News ist. Der Umfang falscher Nachrichten ist weit größer als der von Fake News (Mukerji 2018, S. 927; Egelhofer & Lecheler 2019, S. 3; Fallis & Mathiesen 2019, S. 4; Aikin & Talisse 2018, S. 66; Gelfert 2018, S. 99). Wäre Falschheit hinreichend für Fake News, würden sie jegliche Berichte umfassen, die faktisch falsch sind. Doch was wäre dann mit versehentlichen Falschmeldungen – im deutschen Sprachgebrauch häufig als ‚Ente‘ bezeichnet –, die nach Bekanntwerden des Fehlers in der Regel korrigiert werden?
Ein Beispiel hierfür ist die historische Falschmeldung, die im Original im November 1948 in der amerikanischen Zeitung Tribune erschienen ist (Chicago Tribune, 31.10.20). Sie berichtete, dass Thomas Dewey, seinen Konkurrenten und den damaligen Präsidenten Harry S. Truman im Rennen um die neue Präsidentschaft der USA geschlagen hatte. Tribune entschied sich für den Druck der Schlagzeile „Dewey Defeats Truman“ aufgrund des näher rückenden Redaktionsschlusses zu einem Zeitpunkt, zu dem zwar alles darauf hindeutete, dass Dewey gewinnen würde, allerdings noch nicht alle Stimmen ausgezählt waren. Tribune verließ sich auf erfahrene Meinungsforscher, die den Sieg Deweys voraussagten. Letztendlich überholte jedoch Truman Dewey noch unerwartet und gewann die Wahl. Die Zeitung berichtete vorschnell, berichtigte ihren Fehler jedoch in der darauffolgenden Ausgabe. Die Schlagzeile war ein journalistischer Fehler und keine Fake News. Fehler in der Berichterstattung sollten von Fake News abgegrenzt werden, da sie unbeabsichtigt geschehen und keinen Schaden intendieren.
1. Einleitung: Einführung in das Problem von Fake News im digitalen Zeitalter und deren Gefahren für die demokratische Gesellschaft sowie die Rolle der Presse.
2. Die Methode der Begriffsanalyse: Vorstellung der philosophischen Vorgehensweise, notwendige und hinreichende Bedingungen zur Bestimmung von Begriffen zu ermitteln.
3. Grundlegendes Verständnis von News: Klärung der Definition von Nachrichten als verlässliche Informationsquelle, die journalistischen Standards unterliegen.
4. Was sind Fake News?: Analyse des Phänomens anhand der drei Dimensionen Wahrheit, Imitation und Täuschung.
5. Präzision und mögliche Einwände: Zusammenfassung der Dimensionen zu einer Definition sowie Diskussion von Gegenargumenten und Grenzbereichen.
6. Fazit: Rückblick auf die Ergebnisse der Begriffsanalyse und deren Nutzen für die Medienbildung und das gesellschaftliche Verständnis.
Fake News, Begriffsanalyse, Philosophie, Wahrheit, Imitation, Täuschungsabsicht, Journalismus, Demokratie, Information, Desinformation, Verschwörungstheorie, Medienkompetenz, Fakten, Propaganda, politische Kommunikation.
Die Arbeit untersucht das Phänomen "Fake News" mit den Mitteln der theoretischen Philosophie, um eine präzise Definition zu entwickeln.
Die zentralen Themen sind die Beschaffenheit von Nachrichten, der Wahrheitsgehalt von Informationen, die Imitation journalistischer Formate und die Intention hinter Falschmeldungen.
Das Ziel ist es, den Begriff "Fake News" scharf einzugrenzen, um dessen unpräzise Verwendung und Instrumentalisierung im öffentlichen Diskurs zu verhindern.
Die Autorin nutzt die Methode der "Begriffsanalyse a priori", um notwendige und hinreichende Bedingungen für den Begriff "Fake News" festzulegen.
Im Hauptteil werden die drei Dimensionen – Wahrheitsdefizit, Imitation von Nachrichten und Täuschungsabsicht – detailliert analysiert.
Die wichtigsten Schlagworte sind Fake News, Begriffsanalyse, Wahrheitsdimension, Imitation und Täuschungsabsicht.
Da auch journalistische Fehler oder satirische Beiträge inhaltlich falsch sein können, ohne jedoch die Absicht oder Struktur von Fake News aufzuweisen.
Sie erlaubt es, Fälle wie die der mazedonischen Jugendlichen einzubinden, bei denen die Täuschung primär dazu dient, den Artikel als seriöse Nachricht zu tarnen, anstatt inhaltlich von einer Lüge überzeugt sein zu müssen.
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