Bachelorarbeit, 2020
34 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Aufbau der Arbeit
2 Filterblasen
2.1 Einflussfaktoren
2.1.1 Technische Einflussfaktoren
2.1.2 Soziale Einflussfaktoren
2.2 Nutzen und Gefahren
2.2.1 Nutzen
2.2.2 Gefahren
2.3 Das „Arbeiten“ innerhalb der Filterblase
2.4 Die Auswirkung der Filterblase im Internet - anhand eines Beispiels erläutert
3 Digitale Solidarität
3.1 Solidarität in einer Gruppe
3.1.1 Kollektivsituationen – Kollektivnormen
3.1.2 Verteilungssituationen – Verteilungsnormen
3.1.3 Unterstützungssituationen – Unterstützungsnormen
3.1.4 Loyalitätssituationen – Loyalitätsnormen
3.2 Formen der Solidarität
3.2.1 Commons/Commoning
3.2.2 Versammlungen
3.2.3 Schwärme
3.2.4 Schwache Netzwerke
4 Mediensoziologie
4.1 Interaktion und Kommunikation
4.1.1 Interaktion
4.1.2 Kommunikation
4.2 Der Medienbegriff
4.2.1 Soziologische Sicht auf Medien und Medienkommunikation
4.2.2 Wirkung der Medien
5 Conclusio
5.1 Eigene Meinung
5.2 Ausblick
Die Bachelorarbeit untersucht, ob und wie Filterblasen die digitale Solidarität beeinflussen. Dabei wird analysiert, wie sich die durch Algorithmen gesteuerte, personalisierte Informationszuspielung auf die Interaktion und das soziale Miteinander von Individuen auswirkt und welche Rolle die Mediensoziologie in diesem Kontext spielt.
2.4 Die Auswirkung der Filterblase im Internet - anhand eines Beispiels erläutert
Hierzu wird ein Artikel, welcher im „Tagesanzeiger.ch/Newsnet“ am 20.03.2018 erschienen ist genauer betrachtet. Dieser versucht vor allem die Auswirkungen der Filterblase auf digitale Solidarität zu erläutert. In dem Artikel, „Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt.“ geht es um den Psychologen Michal Kosinski, welcher eine Verhaltensanalyse programmiert hat, anhand man das Verhalten von Individuen mittels ihres Facebook Profils voraussagen kann. Es werden die Themen „Big Data“, „Sichtbarkeit in Facebook“, „Brexit“, „Trump und der Wahlkampf zum US-Präsidenten“ erläutert.
Kosinski hat das Modell so weiterentwickelt, dass er mittels Big Data (alle Daten, die im Internet gespeichert werden: Likes, besuchte Seiten, Tweet Shares, etc.) einen Facebook User fast genau beschreiben kann. Er kann nur anhand von den Seiten-Likes feststellen, welche Hautfarbe (95-Prozentige Treffsicherheit), ob er homosexuell ist (88-prozentige Wahrscheinlichkeit) und/oder welcher Partei er sich zugehörig fühlt (88-Prozent). Dies ist jedoch nicht alles. Weiteres kann man aufgrund von den Daten, die Intelligenz, die Religionszugehörigkeit, Alkohol- Zigaretten und Drogenkonsum berechnen.
Das Modell wurde immer weiter konfiguriert bis es schlussendlich „anhand von zehn Facebook-Likes eine Person besser einschätzen kann als ein durchschnittlicher Arbeitskollege“ (Grassegger & Krogerus, 2018). Es geht sogar so weit, als dass das Verhalten einer Person ab zirka 300 Likes besser prognostiziert werden kann, als dies ihr Lebenspartner könnte. Und zum guten Schluss, kann der Algorithmus bei mehr als 300 Likes die Person besser einschätzen als sie es selbst glaubt zu können.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Relevanz der Untersuchung von Filterblasen dar und definiert die Forschungsfrage bezüglich deren Auswirkung auf digitale Solidarität.
2 Filterblasen: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Hintergrund von Filterblasen, ihre technischen und sozialen Einflussfaktoren sowie deren Nutzen und Gefahren für das Individuum.
3 Digitale Solidarität: Hier wird der Begriff der Solidarität in Gruppen analysiert, vier spezifische Formen der Solidarität beschrieben und deren Interaktion mit Filterblasen untersucht.
4 Mediensoziologie: Dieses Kapitel betrachtet die Rolle der Medien in sozialen Prozessen, definiert Interaktion und Kommunikation und beleuchtet die Wirkung der Medien aus soziologischer Sicht.
5 Conclusio: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zur Wechselwirkung von Filterblasen und digitaler Solidarität zusammen und gibt eine persönliche Einschätzung sowie einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf.
Filterblasen, digitale Solidarität, Mediensoziologie, Algorithmen, Big Data, Internet, Interaktion, Kommunikation, soziales Miteinander, Suchverhalten, vernetzter Individualismus, Commons, Schwärme, Schwache Netzwerke, Psychologische Verhaltensanalyse.
Die Bachelorarbeit beschäftigt sich mit der Entstehung von Filterblasen im Internet und der Frage, wie diese die digitale Solidarität zwischen Individuen beeinflussen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie der Filterblasen, verschiedenen Formen der digitalen Solidarität (wie Commons, Versammlungen, Schwärme, Netzwerke) sowie mediensoziologischen Grundlagen.
Das Ziel ist es zu untersuchen, ob Filterblasen Auswirkungen auf die digitale Solidarität haben und wie die Mediensoziologie diese Beziehung bewertet.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden Literaturrecherche und der Analyse bestehender Theorien, ergänzt durch eine exemplarische Fallstudie anhand eines Medienberichts über Big Data.
Der Hauptteil analysiert detailliert die Entstehung und Gefahren von Filterblasen, definiert solidarisches Verhalten in digitalen Gruppen und untersucht die mediensoziologische Perspektive auf Interaktion und Medienwirkung.
Wichtige Schlagworte sind unter anderem Filterblasen, digitale Solidarität, Algorithmen, Mediensoziologie, Big Data und vernetzter Individualismus.
Die Autorin stützt sich auf die Einteilung von Felix Stalder in Commons/Commoning, Versammlungen, Schwärme und schwache Netzwerke, um die unterschiedliche Anfälligkeit dieser Strukturen gegenüber Filterblasen zu prüfen.
Es wird der Fall von Michal Kosinski und dem Datenanalyse-Unternehmen Cambridge Analytica herangezogen, um zu verdeutlichen, wie Big Data und psychologische Verhaltensanalysen das Verhalten von Nutzern beeinflussen können.
Ja, die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass Filterblasen definitiv einen Einfluss auf digitale Solidarität haben, wobei insbesondere Formen wie Schwärme und schwache Netzwerke durch personalisierte Werbung stark beeinflusst werden.
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