Diplomarbeit, 2008
139 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Vorgehensweise
1.2 Aktualität und Quellen
1.3 Tätigkeits- und Aufgabenbereich des Verfassers
2 IPTV und WebTV
2.1 Begriffliche Abgrenzung
2.1.1 Differenzierungsmerkmale
2.1.2 Vergleich
2.2 Anbieter
2.2.1 Die Gruppe der IPTV-Anbieter
2.2.2 Verbreitung von WebTV-Anbietern
2.3 Zukunftsprognose
3 Technische Rahmenbedingungen von WebTV
3.1 Netzinfrastruktur und Software
3.1.1 Breitband und Flatrate als Voraussetzung für WebTV
3.1.2 Zukunftsprognosen zur Breitbandentwicklung und deren Auswirkungen auf WebTV
3.1.3 Nutzung von WebTV mittels Videoplayer
3.1.4 Adobe Flash Player
3.2 Übertragungs- und Kompressionsverfahren
3.2.1 Streaming
3.2.2 Progressiver Download
3.2.3 Vergleich der Verfahren
3.2.4 Kompressionsverfahren
4 Mediennutzung
4.1 Entwicklungen des Fernsehens
4.1.1 Klassisches Fernsehen unter Konkurrenzdruck
4.1.2 Veränderung in der Fernsehnutzung
4.1.3 Reaktionen der Rundfunkanstalten
4.2 Videonutzung im Internet
4.2.1 Motive für die WebTV-Nutzung
4.2.2 Nutzergruppen und Nutzungsverhalten
4.2.3 Bekanntheit von WebTV
5 Zeitungsmarkt
5.1 Lage der Zeitung in Deutschland
5.1.1 Auflagenentwicklung
5.1.2 Veränderung der Werbeeinnahmen
5.1.3 Merkmale und Funktionen einer Tageszeitung
5.2 Strategien und Geschäftsmodelle von Zeitungsverlagen
5.2.1 Reaktionen auf veränderte Marktbedingungen
5.2.2 Neue Geschäftsfelder von Zeitungen
5.2.3 WebTV als neues Angebot
6 Aufbau eines WebTV-Portals am Beispiel von STIMME.TV
6.1 Grundfragen der Videoproduktion
6.1.1 Zielsetzung und Strategie
6.1.2 Eigene Produktion oder externer Zulieferer
6.1.3 Personal
6.1.4 Digitale Videoproduktion
6.2 Produktionspraxis
6.2.1 Schnittstelle zur Redaktion
6.2.2 Produktionsablauf
6.2.3 Einbindung von STIMME.TV im Onlineportal und der Zeitung
6.2.4 Formate und Sendungen
6.2.5 Erfolgskriterien für WebTV-Videos
7 Medienrecht
7.1 Rechtliche Grundfragen bei WebTV
7.1.1 Recht am eigenen Bild
7.1.2 Ausnahmen
7.1.3 Urheberrecht
7.1.4 Verwertungsgesellschaften
7.1.5 Ist WebTV Rundfunk?
8 Vermarktung
8.1 WebTV als Werbeträger
8.1.1 Vorbild TV-Werbung
8.1.2 Werbeformen im WebTV
8.1.3 Stärken und Schwächen von Video Ads
8.1.4 Vermarktung von Video Ads
8.2 Zusätzliche Einnahmequellen
8.2.1 Infomercials
8.2.2 Auftragsproduktionen
8.2.3 Crossmedia-Vermarktung
8.2.4 Nutzergenerierte Videos
9 Schlussbetrachtung
Die Arbeit analysiert die Integration von WebTV als neues Geschäftsfeld für Zeitungsverlage, wobei die Heilbronner Stimme als praktisches Beispiel dient. Ziel ist es, technische, rechtliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen zu klären sowie Vermarktungspotenziale für regionale Medienangebote aufzuzeigen.
3.2 Übertragungs- und Kompressionsverfahren
Bei der gewöhnlichen Datenübertragung im Internet ist es wichtiger, dass die Datenpakete vollständig und korrekt beim Empfänger ankommen, als dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt eintreffen. Gehen nämlich Datenpakete verloren, werden diese erneut angefordert, bis die zu übertragende Datei vollständig ist.
Dieses Prinzip ist für die Übertragung von Videos ungünstig. Im Fall von WebTV kommt es darauf an, eine kontinuierliche Wiedergabe zu realisieren. Geht ein Datenpaket während der Übertragung verloren, würde das zu einem kurzen Stoppen in der Videowiedergabe führen. In der Praxis wird das Paket aber erneut angefordert und kommt zeitlich versetzt beim Empfänger an. Dies hätte einen Sprung innerhalb der Zeitachse des Videos zur Folge. Um eine lineare Videowiedergabe zu gewährleisten, gibt es zwei grundlegende Verfahren: das Streaming und der Progressive Download.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation der Arbeit durch den beruflichen Hintergrund des Autors und stellt die zentrale Forschungsfrage zur Integration und Vermarktung von WebTV in Zeitungsverlagen.
2 IPTV und WebTV: Dieses Kapitel liefert eine begriffliche Abgrenzung zwischen IPTV und WebTV und stellt deren derzeitige Marktteilnehmer und Zukunftsprognosen dar.
3 Technische Rahmenbedingungen von WebTV: Hier werden die notwendigen technischen Voraussetzungen wie Bandbreite und Videoplayer sowie die verschiedenen Übertragungs- und Kompressionsverfahren untersucht.
4 Mediennutzung: Das vierte Kapitel analysiert die sich wandelnden Fernsehgewohnheiten und die steigende Videonutzung im Internet, um daraus Rückschlüsse auf das Potenzial von WebTV zu ziehen.
5 Zeitungsmarkt: Es wird die wirtschaftliche Lage der deutschen Zeitungsverlage betrachtet, um die Notwendigkeit zur Erschließung neuer Geschäftsfelder wie WebTV zu begründen.
6 Aufbau eines WebTV-Portals am Beispiel von STIMME.TV: Dieses Kapitel beschreibt praxisnah den Aufbau einer hauseigenen Videoproduktionsabteilung bei der Heilbronner Stimme, von der Strategie bis zur Produktionspraxis.
7 Medienrecht: Hier werden rechtliche Herausforderungen wie Persönlichkeitsrecht, Urheberrecht und die Frage nach der Rundfunkregulierung bei WebTV geprüft.
8 Vermarktung: Der letzte Hauptteil widmet sich verschiedenen Modellen zur Refinanzierung von WebTV, insbesondere durch Videowerbung und zusätzliche Einnahmequellen.
9 Schlussbetrachtung: Die Arbeit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Grenzen der Untersuchung und gibt einen Ausblick auf die weitere Entwicklung von WebTV.
WebTV, Zeitungsverlage, Videoproduktion, Mediennutzung, IPTV, Online-Marketing, Video Ads, Digitaler Journalismus, Vermarktung, Medienrecht, Crossmedia, Streaming, Breitband, Nachrichtenportale, Heilbronner Stimme
Die Arbeit untersucht das Potenzial und die praktische Umsetzung von WebTV als neues Geschäftsfeld für regionale Zeitungsverlage am Beispiel der Heilbronner Stimme.
Die zentralen Felder umfassen die technischen Voraussetzungen, rechtliche Rahmenbedingungen, die Veränderung des Mediennutzungsverhaltens sowie konkrete Strategien zur Vermarktung von WebTV-Inhalten.
Das primäre Ziel ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie Zeitungsverlage eine WebTV-Produktion erfolgreich in ihre bestehenden Strukturen integrieren und diese wirtschaftlich nachhaltig vermarkten können.
Neben einer umfassenden Literaturrecherche basiert die Arbeit primär auf den praktischen Erfahrungen des Autors beim Aufbau des WebTV-Portals „STIMME.TV“ sowie auf der Auswertung interner Daten und aktueller Studien.
Der Hauptteil behandelt die technischen Rahmenbedingungen (Streaming/Download), die mediale Konkurrenzsituation, die Rolle von Zeitungen im Online-Wettbewerb sowie die praktische Produktion und rechtliche Absicherung von WebTV-Beiträgen.
WebTV, Medienwirtschaft, Zeitungsverlag, Videoproduktion, Online-Journalismus, Vermarktung und Medienkonvergenz.
IPTV wird in der Regel über geschlossene Breitbandnetze (Walled Garden) mit spezifischen Empfangsgeräten (Set-Top-Boxen) übertragen, während WebTV offen über das Internet auf Standard-Browsern und PC-Systemen konsumiert wird.
Die eigene Produktion ermöglicht eine exklusive, regionale Ausrichtung, die Stärkung der Verlagsmarke und eine engere Verzahnung mit den Inhalten der Tageszeitung, was für lokale Nutzer von höherem Mehrwert ist als überregionale Zukauf-Videos.
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