Bachelorarbeit, 2021
32 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Begriffliche Annäherung an Biografie und Biografisches Lernen
2.1 Biografie als subjektive Konstruktion von Wirklichkeit
2.2 Sachunterrichtliches Lernen im Kontext der eigenen Biografie
2.3 Biografisches Lernen
3. Biografisches Lernen im Sachunterricht
3.1 Autobiografisches Lernen
3.1.1 Lernchancen
3.1.2 Grenzen und Gefahren
3.2 Lernen an (fremden) Biografien
3.2.1 Lernchancen
3.2.2 Grenzen und Gefahren
3.3 Biografisches Lernen im sachunterrichtlichen Diskurs
3.4 Fazit
4. Didaktische Umsetzung – Biografisches Lernen im Unterricht
4.1 Curriculare Vorgaben
4.2 Auswahl geeigneter Lerninhalte und Biografien
4.2.1 Bedeutsamkeit, Zugänglichkeit und Ergiebigkeit
4.2.2 Bildung im Allgemeinen, epochaltypische Schlüsselprobleme
4.2.3 Exemplarisch, genetisch, sokratisch
4.2.4 Forschendes Lernen
4.2.5 Vielperspektivität
5 Praxisbeispiel: Biografisches Lernen am Beispiel von Bertha Benz
5.1 Bertha Benz
5.2 Leitideen und Ziele
5.3 Umsetzung im Unterricht
5.3.1 Edu-Break
5.3.2 Eine Zeitreise ins Jahr 1888
6 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Relevanz des Biografischen Lernens für den Sachunterricht in der Grundschule und zeigt auf, wie dieses unter Berücksichtigung aktueller fachdidaktischer Anforderungen in die Unterrichtspraxis integriert werden kann.
1 Einleitung
Es ist Anfang August 1888, als Bertha Benz in Begleitung ihrer beiden Söhne, Eugen und Richard, in den frühen Morgenstunden zu einer heimlichen Fahrt mit einem dreirädrigen Patent-Motorwagen auf bricht – einer, bis dahin nicht sehr populären, Erfindung von ihrem Ehemann Carl Benz. Dieses Abenteuer wird später als die erste Automobil-Fernfahrt in die Geschichte eingehen und Bertha Benz wird bis heute dafür als Pionierin und Wegbereiterin der automobilen Revolution gefeiert (vgl. Abele 2011). Mit dieser Fahrt bewies sie nicht nur ihrem selbstzweifelnden Mann Carl, dass seine Erfindung auch für weite Strecken geeignet ist, sondern überzeugte auch viele Kritiker und Skeptiker davon, dass dieser „motorisierte Stinkkarren“ eine zukunftsfähige Alternative zur Pferdekutsche bietet und eine anstrengende Kutschfahrt komfortabel ersetzt (z.B. Benz [1925] 2001, Schwedler 2000, Elis 2010).
Durch diese einmalige Fahrt, bei der sie auch ihr technisches Know-how unter Beweis stellen musste, wurde Bertha Benz weltweit berühmt und ihre beeindruckende Lebensgeschichte wurde verfilmt und in etlichen Biografien, Romanen, Schul- und Sachbüchern niedergeschrieben.
Die Faszination für Biografien liegt nicht nur darin, etwas über andere Personen und Lebensentwürfe zu erfahren, sondern bietet auch die Chance, sich selbst und die eigene Biografie wie in einem Spiegelbild mit Abstand (kritisch) zu betrachten, zu reflektieren, in eigene Strukturen und Konstruktionen einzuordnen und diese zu verändern. (vgl. Weddehage 2013, 126f).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema ein, skizziert die Biografie von Bertha Benz als Anlass und formuliert die Forschungsfrage bezüglich der Umsetzung des Biografischen Lernens im Sachunterricht.
2 Begriffliche Annäherung an Biografie und Biografisches Lernen: Dieses Kapitel klärt die Definition von Biografie als subjektive Konstruktion von Wirklichkeit und erläutert die Bedeutung des Lernens im Kontext der eigenen Biografie.
3. Biografisches Lernen im Sachunterricht: Es werden die zwei Hauptausprägungen, autobiografisches Lernen und Lernen an (fremden) Biografien, hinsichtlich ihrer Chancen, Grenzen und Gefahren analysiert.
4. Didaktische Umsetzung – Biografisches Lernen im Unterricht: Hier werden didaktische Prinzipien für die Auswahl von Inhalten diskutiert, darunter der Bildungsplan, das Inklusionsdidaktische Netz und das forschende Lernen.
5 Praxisbeispiel: Biografisches Lernen am Beispiel von Bertha Benz: Dieses Kapitel stellt ein konkretes Unterrichtsprojekt (Edu-Break) zur Biografie von Bertha Benz vor, das methodisch-didaktische Anforderungen praktisch umsetzt.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit der Verschränkung von Biografie, Sachinhalt und Methode für einen erkenntnisreichen Sachunterricht.
Biografisches Lernen, Sachunterricht, Grundschule, Bertha Benz, Autobiografisches Lernen, Forschendes Lernen, Vielperspektivität, Historisches Lernen, Konstruktivismus, Lebenswelt, Bildung, Identitätsentwicklung, Inklusionsdidaktisches Netz, Automobilgeschichte, Didaktik.
Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Einordnung und der praktischen didaktischen Umsetzung von biografischem Lernen im Sachunterricht der Grundschule.
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Biografie, die Gegenüberstellung von autobiografischem Lernen und Lernen an fremden Biografien sowie die didaktische Planung von Unterrichtseinheiten.
Das Ziel ist es, den Nutzen biografischen Lernens für die Identitätsentwicklung von Kindern zu bestimmen und ein Modell für dessen Einbettung in den Sachunterricht zu entwickeln.
Es handelt sich um eine fachdidaktische Arbeit, die auf Literaturanalyse basiert und ein konkretes Praxisbeispiel mittels eines Inklusionsdidaktischen Netzes konzipiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine begriffliche Fundierung, eine Analyse der Lernansätze (autobiografisch vs. fremdbiografisch) und eine detaillierte Ausarbeitung von Kriterien für die didaktische Planung.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Biografisches Lernen, Sachunterricht, Konstruktivismus und Forschendes Lernen beschreiben.
Bertha Benz dient als exemplarische Fallstudie, an der verdeutlicht wird, wie eine historische Biografie für Schüler der Grundschule erschließbar und mit eigenen Lebensentwürfen verknüpfbar ist.
Das Edu-Break ist eine kooperative Lernmethode, abgeleitet von Escape-Room-Konzepten, bei der Kinder durch das Lösen von Rätseln und das Erforschen von Quellen aktiv und selbstständig Wissen über die Biografie von Bertha Benz aufbauen.
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