Masterarbeit, 2021
47 Seiten, Note: 1,7
1 Relevanz und Kontext
2 Theoretischer Hintergrund
2.1 Die Theorie der sozialen Identität
2.2 Organisationale Identifikation
3 Herleitung theoretischer Wirkungszusammenhänge
3.1 Der Einfluss der Höhe des Anteils an virtuellem Arbeiten auf die organisationale Identifikation
3.2 Die Dauer der Zugehörigkeit als moderierende Variable
3.3 Das Geschlecht als moderierende Variable
4 Methodik
4.1 Methode der Datenerhebung
4.2 Operationalisierung der theoretischen Konstrukte
4.2.1 Abhängige Variable
4.2.2 Unabhängige Variable
4.2.3 Moderatorvariablen
4.2.4 Kontrollvariablen
4.3 Datenanalyse und Sample
5 Ergebnisse
6 Diskussion
7 Limitationen und weiterer Forschungsbedarf
8 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Zunahme virtueller Arbeit (Home-Office) und der organisationalen Identifikation von Arbeitnehmern in Deutschland. Dabei wird analysiert, ob durch physische Isolation und mangelnde Sichtbarkeit organisatorischer Identifikationsmerkmale ein negativer Effekt auf die Bindung zum Unternehmen entsteht und inwieweit Variablen wie die Dauer der Zugehörigkeit oder das Geschlecht diesen Prozess moderieren.
Der Einfluss der Höhe des Anteils an virtuellem Arbeiten auf die organisationale Identifikation
Organisationale Identifikation spiegelt wider, wie ein Individuum sich selbst in Bezug auf seine Organisation definiert. Im Zusammenhang mit virtuellem Arbeiten, kann die organisationale Identifikation eines Individuums in Frage gestellt werden. Grund dafür ist, dass einige Prädiktoren für die Identifikation mit einer Organisation durch virtuelles Arbeiten teilweise stark beeinflusst werden (Wiesenfeld et al. 2001).
Virtuelle Arbeitnehmer werden durch die Verlagerung ihres Arbeitsplatzes an einen Ort außerhalb ihrer Organisation, von anderen Organisationsmitgliedern wie Kollegen oder Vorgesetzten getrennt. Diese physische Isolation stellt eine große Herausforderung für die Mitarbeiter und ihre Identifikation mit ihrer Organisation dar, denn sie bedeutet eine Verringerung der direkten Kontakte zu anderen Mitgliedern der Organisation sowie die Loslösung von der Organisation an sich. Bei virtuell Arbeitenden kann sich somit schnell das Gefühl des Prinzips „aus den Augen, aus dem Sinn“ einstellen (McCloskey/Igbaria 2003). Durch die räumliche Isolierung des Individuums von seiner Organisation wird also unter anderem dessen direkter Kontakt mit der Organisation stark eingeschränkt. Dies führt auch dazu, dass sein organisationales Netzwerk sich verkleinert. Die Rolle eines Individuums in einem sozialen Netzwerk (z. B. innerhalb der Organisation) wird unter anderem durch die Größe seines Netzwerks gemessen oder durch die Vielzahl an Personen, mit denen das Individuum interagiert (Jones/Volpe 2011). Ein Individuum mit einem größeren organisationalen Netzwerk befindet sich im Zentrum der organisatorischen oder identitätsbezogenen Gruppenzugehörigkeit (Ibarra 1993). Die Forschung hat gezeigt, dass ausgeprägte Netzwerke innerhalb einer Organisation mit einer höheren Identifikation mit Arbeitsgruppen und der Abteilung verbunden sind (Kuhn/Nelson 2002).
Auch die Sichtbarkeit der Organisationszugehörigkeit wird durch die Verlagerung des Arbeitsplatzes in der Regel deutlich verringert, denn rein virtuelle Interaktionen reduzieren die greifbaren und sichtbaren Dimensionen, die eine Gruppe und die Zugehörigkeit zu dieser definiert (Wiesenfeld et al. 2001). Sichtbar wird die Organisationszugehörigkeit für ein Individuum zum Beispiel schon durch das tägliche Betreten des Firmengebäudes, durch die allgegenwärtige Konfrontation mit dem Logo oder dem Namen der Organisation (z. B. auf Kaffeetassen oder auf Büroschildern) oder auch durch einen bestimmten Dresscode. All diese Faktoren entfallen größtenteils, wenn ein Individuum von außerhalb seiner Organisation arbeitet.
1 Relevanz und Kontext: Einführung in die Thematik der organisationalen Identifikation und Darstellung der Relevanz von virtuellem Arbeiten im aktuellen Arbeitskontext.
2 Theoretischer Hintergrund: Erläuterung der Theorie der sozialen Identität sowie Definition und Bedeutung der organisationalen Identifikation.
3 Herleitung theoretischer Wirkungszusammenhänge: Entwicklung der Hypothesen über den Einfluss von virtuellem Arbeiten sowie moderierende Effekte durch Zugehörigkeitsdauer und Geschlecht.
4 Methodik: Beschreibung der quantitativen Forschungsstudie, der Datenerhebung mittels Online-Fragebogen sowie der Operationalisierung der Variablen.
5 Ergebnisse: Präsentation der statistischen Auswertungen, Korrelationsanalysen und der Überprüfung der aufgestellten Hypothesen.
6 Diskussion: Kritische Auseinandersetzung mit den Ergebnissen und Einordnung in den theoretischen Kontext sowie Interpretation der Abweichungen.
7 Limitationen und weiterer Forschungsbedarf: Reflexion der Einschränkungen der Untersuchung und Aufzeigen von Möglichkeiten für zukünftige wissenschaftliche Analysen.
8 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Studienergebnisse und Schlussbetrachtung zur Bedeutung der organisationalen Identifikation im virtuellen Arbeitskontext.
Organisationale Identifikation, Virtuelles Arbeiten, Home-Office, Soziale Identität, Zugehörigkeit, Physische Isolation, Organisationszugehörigkeit, Quantitative Forschung, Arbeitsplatzverlagerung, Identifikationsfaktoren, Arbeitspsychologie, Mitarbeiterbindung, Organisationsforschung, Soziale Kategorisierung, Online-Befragung
Die Arbeit untersucht den Einfluss von virtuellem Arbeiten, insbesondere im Home-Office, auf die sogenannte organisationale Identifikation – also das Gefühl der Bindung und Zugehörigkeit eines Individuums zu seiner Organisation.
Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie der sozialen Identität, den Folgen räumlicher Distanz und physischer Isolation durch Home-Office sowie der Identifikation von Arbeitnehmern mit ihrem Unternehmen in einer zunehmend digitalisierten Arbeitswelt.
Das primäre Ziel ist es zu klären, ob ein hoher Anteil an virtuellem Arbeiten die Identifikation von deutschen Arbeitnehmern mit ihrer Organisation negativ beeinflusst und welche Faktoren diesen Prozess möglicherweise abmildern.
Es wurde eine quantitativ-empirische Forschungsstudie durchgeführt. Die Daten wurden mittels eines Online-Fragebogens erhoben und anschließend statistisch mit der Software SPSS ausgewertet.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die Ableitung von Hypothesen zu Wirkungszusammenhängen, die detaillierte Beschreibung der methodischen Vorgehensweise und die Analyse der Ergebnisse anhand von Regressionsmodellen.
Wichtige Begriffe sind organisationale Identifikation, virtuelles Arbeiten, Home-Office, soziale Identität, Mitarbeiterbindung und Organisationsforschung.
Die Studie deutet darauf hin, dass die Befragten trotz virtuellem Arbeiten weiterhin in organisatorische Rituale eingebunden sind und ihre Bindung zum Unternehmen durch moderne Kommunikationsmittel und die Beibehaltung hybrider Arbeitsformen stabil bleibt.
Die Ergebnisse zeigen, dass das Geschlecht eine moderierende Rolle spielt; bei Frauen scheint der potenziell negative Einfluss des virtuellen Arbeitens durch eine stärkere kommunale Orientierung und ein ausgeprägteres Bedürfnis nach Zugehörigkeit abgefedert zu werden.
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