Masterarbeit, 2008
131 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
Thematik
Zielsetzung
Methodik
2. Globalisierung und Nachhaltigkeit des Tourismus
2.1 Massentourismus und Klimawandel
2.2 Globalisierung und Individualisierung
2.3 Tourismus als Problemlöser und –verursacher
2.4 Nachhaltigkeit „trotz“ Globalisierung
3. Der Tourismusmarkt heute
3.1 Aktueller Tourismusmarkt in Zahlen
3.2 Tourismus als Dienstleistungssektor
3.3 Massen- oder Individualtourismus?
3.3.1 Ökonomischer „harter“ Massentourismus
3.3.2 Nachhaltiger „sanfter“ Individualtourismus
3.3.3 Paradoxie eines „sanften Massentourismus“
4. Der „geteilte“ Reiseveranstaltermarkt
4.1 Der Reiseveranstalter
4.2 Der „herkömmliche“ Reiseveranstaltermarkt
4.2.1 Größe und Struktur des Reiseveranstaltermarkts
4.2.2 Kooperationen der Großen
4.2.3 KMU-Veranstalter als Spezialisten
4.2.4 Trends auf dem Reiseveranstaltermarkt
4.2.4.1 Anbietertrends
4.2.4.2 Verbrauchertrends
4.2.4.2.1 Projekt INVENT
4.2.4.2.2 FUR Reiseanalyse
4.2.4.2.3 Global Trends
4.3 Der „nachhaltige“ Reiseveranstaltermarkt
4.3.1 Nachhaltigkeit auf dem Reiseveranstaltermarkt
4.3.2 Der „nachhaltige“ Reiseveranstalter
4.3.3 Vorteile nachhaltiger Reisegestaltung
4.3.4 Größe und Struktur des nachhaltigen Reiseveranstaltermarkts
4.3.5 Nachfragesituation des Nachhaltigen Tourismus
5. Das Forum Anders Reisen – Kooperation nachhaltiger Reiseveranstalter
5.1 Der Dachverband Forum Anders Reisen (FAR)
5.1.1 Der Verband und seine Mitglieder
5.1.2 Verbandsstruktur
5.1.3 Kriterienkatalog
5.1.4 Vorteile einer Mitgliedschaft
5.1.4.1 CMS Portal
5.1.4.2 Reiseperlenkatalog
5.1.5 Aktuelle Schwerpunktthemen
5.1.5.1 CSR-Bericht
5.1.5.2 Atmosfair
5.1.5.3 PlaNeT
5.2 Kooperation unter einer Dachmarke
5.2.1 Kooperation
5.2.2 Marke
5.2.3 Dachmarke
5.2.4 Synergieeffekte einer Kooperation
5.2.4.1 Umsatzmaximierung
5.2.4.2 Imagegewinn
5.2.5 Kooperation unter der Dachmarke FAR
6. Text- und Datenanalysen
6.1 Analyse I: Reisperlen/Eigene Kataloge der Mitglieder
6.1.1 Reiseperlen: Projektreisen
6.1.2 Reiseperlen: WWF-Reisen
6.1.3 Eigene Kataloge der Mitglieder
6.2 Analyse II: Statistiken CMS-System
6.3 Analyse III: Online-Befragung
6.3.1 Das Produkt
6.3.2 Der Kunde
6.3.3 Das Unternehmen
6.3.4 Die Nachhaltigkeit
6.4 Ergebnisse der Analysen
7. Schlusswort
Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle und Bedeutung von Kooperationen unter einer Dachmarke für nachhaltige Reiseveranstalter am Beispiel des Verbands "Forum Anders Reisen" (FAR). Ziel ist es, aufzuzeigen, wie kleine und mittelständische Unternehmen durch gemeinsame Strategien, Qualitätsstandards und Marketingplattformen am Markt bestehen und nachhaltige Reisekonzepte erfolgreich etablieren können, während gleichzeitig ökologische, ökonomische und soziale Aspekte gewahrt bleiben.
3.3.3 Paradoxie eines „sanften Massentourismus“
„Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet“. Diese Paradoxie bezeichnet den Umstand, dass ein anfänglich „sanfter“ Tourismus dann zum Massentourismus mutiert, wenn zu viele Touristen einen naturintakten Ort besuchen und ihm durch die „Ab-nutzung“ Schaden zufügen, z.B. in Form von mit Kettenhotels verbauten Stränden in Spanien, Ferienanlagen in naturgeschützten Tier- und Pflanzenreservaten in Afrika, oder wie zuletzt auch in Tibet die Verdrängung und Zerstörung der einheimischen Kulturen durch das chinesische Regime. Würden alle Massentouristen plötzlich auch nachhaltigen sanften Individualtourismus bevorzugen, dann würden fremde unbekannte Lebensräume noch mehr bereist und bedroht werden als jetzt schon.
Daher lautet die Optimallösung des Verteilungsproblems, dass die massentouristischen Kolonien weiter bestehen bleiben, aber gebunden sind an nachhaltige Vorgaben eines Kriterienkatalogs und Zertifizierungen wie z.B. im Falle des FAR. Die kostengünstigen Reiseprodukte kann man mit etwas Kreativität genauso differenzieren und individualisieren, ohne dass die Qualität und damit die Kundenzufriedenheit darunter leiden muss. Der Nachhaltige Tourismus sollte sich jedoch beständig weiterentwickeln und letzten Endes als Standardform eines tragbaren zukunftsfähigen Tourismus durchsetzen. Gemäß der heterogenen Biodiversität der Natur sollte eine möglichst interessante Mischung aus facettenreichen Reiseangeboten auf dem Quellmarkt zum Kauf angeboten werden, die alle sozialen Milieus und demographischen Klassen abdeckt, um einerseits die Kundenzufriedenheit maximal zu befriedigen und andererseits Nachhaltigkeit zum Schutze der Natur und Kultur sicherzustellen.
1. Einleitung: Einführung in das Themenfeld der Globalisierung im Tourismus sowie Darlegung der Zielsetzung und methodischen Vorgehensweise der Arbeit.
2. Globalisierung und Nachhaltigkeit des Tourismus: Diskussion der Spannungsfelder zwischen Tourismuswachstum, Klimawandel, Individualisierung und dem notwendigen Streben nach Nachhaltigkeit.
3. Der Tourismusmarkt heute: Analyse der aktuellen Marktsituation, der Struktur des Dienstleistungssektors und der Abgrenzung von Massen- und Individualtourismus.
4. Der „geteilte“ Reiseveranstaltermarkt: Differenzierung zwischen herkömmlichen Großveranstaltern und KMU-Spezialisten sowie Untersuchung von Kooperationsstrategien und Trends.
5. Das Forum Anders Reisen – Kooperation nachhaltiger Reiseveranstalter: Vorstellung des Verbands FAR als Beispiel für eine erfolgreiche Kooperation unter einer Dachmarke zur Förderung nachhaltiger Reiseangebote.
6. Text- und Datenanalysen: Präsentation der Ergebnisse einer Textanalyse der Reiseangebote sowie einer Online-Befragung unter den Mitgliedern des FAR.
7. Schlusswort: Zusammenfassende Betrachtung der Erkenntnisse über die Vorteile kooperativer Strukturen für die ökonomische und ökologische Nachhaltigkeit im Tourismussektor.
Nachhaltiger Tourismus, Forum Anders Reisen, Reiseveranstalter, Kooperation, Dachmarke, Massentourismus, Individualtourismus, Kriterienkatalog, CSR-Bericht, Marktsegmentierung, Reiseperlenkatalog, Kundenzufriedenheit, Umweltverträglichkeit, Klimaschutz, Tourismusmarkt.
Die Arbeit analysiert die Strategien nachhaltiger Reiseveranstalter in Deutschland und untersucht, wie eine Kooperation unter einer gemeinsamen Dachmarke dazu beitragen kann, Marktanteile in einer ökologisch und sozial verantwortungsbewussten Nische zu gewinnen.
Die Schwerpunkte liegen auf der Globalisierung des Tourismus, dem Vergleich von Massen- und Individualtourismus, der Bedeutung von Markenstrategien sowie der praktischen Umsetzung von Nachhaltigkeitskriterien bei kleinen und mittelständischen Reiseveranstaltern.
Ziel ist es, den Mehrwert einer kooperativen Vernetzung (dargestellt am FAR) aufzuzeigen und zu belegen, dass eine einheitliche Nachhaltigkeitsstrategie sowohl die Wettbewerbsfähigkeit stärken als auch zur Erhaltung der lokalen Umwelt und Kultur in den Reiseländern beitragen kann.
Die Autor wendet einen Methodenmix aus Sekundärrecherchen, einer deskriptiven Analyse von Reisekatalogen sowie einer quantitativen Online-Befragung unter Mitgliedern des "Forum Anders Reisen" an.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Marktbetrachtung, eine detaillierte Analyse der Organisationsstruktur und der Vorteile des FAR-Verbands sowie eine empirische Auswertung von Buchungsstatistiken und Expertenmeinungen der Mitglieder.
Die zentralen Begriffe sind Nachhaltiger Tourismus, Kooperation, Dachmarke, KMU-Spezialisten, CSR-Reporting und Kriterienkatalog.
Die Arbeit verdeutlicht, dass horizontale Kooperationen, wie sie beim FAR praktiziert werden, Synergieeffekte bei Marketing, IT-Infrastruktur und Know-how-Austausch freisetzen, die es kleinen Anbietern ermöglichen, sich erfolgreich gegen große Touristikkonzerne zu behaupten.
Der Autor schlussfolgert, dass nachhaltiges Reisen langfristig zur Standardform werden muss, wobei die Herausforderung darin besteht, ein suffizientes Bewusstsein bei den Reisenden zu schaffen und eine glaubwürdige Qualitätsgarantie gegenüber der "Schnäppchen-Mentalität" des Massentourismus zu bieten.
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