Bachelorarbeit, 2020
64 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Stand der Forschung
1.3 Aufbau und Ziel der Arbeit
2. Food Supply Chain
2.1 Definition und das Zusammenspiel verschiedener Akteure
2.2 Verbraucheranspruch und der Einfluss der Globalisierung
2.3 Lebensmittelsicherheit, Rückverfolgbarkeit und Transparenz
2.4 Herausforderungen
3. Blockchain-Technologie
3.1 Definition und Funktionsweise
3.2 Eigenschaften und Unterschiede zu traditionellen Datenbanksystemen
3.3 Smart Contracts
4. Methodisches Vorgehen
4.1 Vorgehensweise bei der Literaturrecherche
4.2 Ein- und Ausschlusskriterien
4.3 Übersicht der ausgewählten Studien
4.4 Auswahl der Fallbeispiele
5. Anwendungen der Blockchain-Technologie in der FSC
5.1 Chancen
5.1.1 BCT verbessert die Sicherheit durch transparente Rückverfolgung
5.1.2 Einsatz der BCT in Kombination mit der IoT-Technologie
5.1.3 Vertrauenswürdige Zusammenarbeit und Steigerung der Lieferketteneffizienz durch den Einsatz der BCT
5.1.4 BCT verbessert die Nachhaltigkeit und stärkt die Robustheit der Lieferkette
5.2 Herausforderungen
5.2.1 Verlust der Privatsphäre durch den Einsatz der BCT
5.2.2 Hohe Kosten und schwierige Inklusion aller beteiligten Akteure
5.2.3 Technische Hürden beim Einsatz der BCT
5.2.4 Mangel an Vorschriften und Gesetzen zum Einsatz der BCT
6. Überprüfung von Anwendungsbereichen und konkreten Fallbeispielen zum Einsatz der BCT
6.1 Reishandel, Fleischhandel und Fischerei
6.2 Konkrete Fallbeispiele
6.2.1 Fallbeispiel 1: Fujitsu und Rice Exchange
6.2.2 Fallbeispiel 2: BeefLedger – Fleischhandel
6.2.3 Fallbeispiel 3: Fishcoin
6.3 Überblick der Ergebnisse
7. Unterstützung der FSC durch den Einsatz der BCT während der Corona-Pandemie
8. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial der Blockchain-Technologie (BCT), die Sicherheit und Rückverfolgbarkeit innerhalb von Food Supply Chains (FSC) zu verbessern, insbesondere unter Berücksichtigung der durch die Corona-Pandemie verschärften Herausforderungen. Die Forschungsfrage fokussiert dabei darauf, welche spezifischen Chancen die BCT in Krisenzeiten bietet und welchen Herausforderungen sich Unternehmen bei der Implementierung gegenübersehen.
1.1 Ausgangssituation
Laut Weltgesundheitsorganisation erkrankt fast jeder zehnte Mensch einmal in seinem Leben an kontaminierten Lebensmitteln, 420 000 Menschen sterben jedes Jahr dadurch (World Health Organization 2019). Dies liegt auch daran, dass es in der Vergangenheit auf der ganzen Welt immer wieder zu schwerwiegenden Missständen in der Lebensmittelindustrie gekommen ist. Unter anderem sorgte in Europa der Pferdefleischskandal zu Beginn des Jahres 2013 für Schlagzeilen (Süddeutsche Zeitung 2017). Nicht nur das Vertrauen der Konsumenten litt hierbei, sondern auch Händler und Supermärkte mussten finanzielle Schäden hinnehmen (Süddeutsche Zeitung 2017). Die Lebensmittelbranche ist in ihrer Historie durchgehend gekennzeichnet durch wiederholt auftretende Skandale. In Anbetracht der Globalisierung werden Food Supply Chains (FSC) zunehmend komplexer und Informationen über eigene Zwischenhändler sind nur unzureichend verfügbar. Es herrscht demzufolge eine asymmetrische Informationsverteilung (Feng Tian 2017). Dadurch wird die Rückverfolgbarkeit und Kontrolle des gesamten Lieferkettenprozesses zu einer schwierigen Herausforderung und die Ineffizienz der Lieferketten wirkt sich auf die Sicherheit der Lebensmittelprodukte aus.
Aktuell werden verschiedenste IoT-Lösungen (Internet of Things) zur Rückverfolgbarkeit von Lebensmittelprodukten angewendet, um z. B. Informationen über die Herkunft dieser Produkte zu empfangen. Trotzdem kann nicht garantiert werden, dass die bereitgestellten Informationen vertrauenswürdig sind, zumal diese unter der Aufsicht von zentralisierten Datenbanken laufen (A. Imeri und D. Khadraoui 2018; Feng et al. 2020). Folglich konnten herkömmliche Rückverfolgungssysteme die Lebensmittelsicherheit bisher nicht vollständig gewährleisten.
Nun kommt es auf Grund der andauernden Corona-Pandemie zur Verschärfung der ursprünglichen Problematiken, wodurch sich die Anfälligkeit der FSC deutlich zeigt. Laut WEF (2020) ist die Notwendigkeit einer besseren globalen Zusammenarbeit wichtiger denn je, damit die Lieferkette die Nachfrageanforderungen der Verbraucher erfüllen kann. Dabei hängt die Robustheit der Lieferkette vor allem von Faktoren wie Vertrauen, Transparenz und Zuverlässigkeit ab. In dieser Hinsicht kann die Blockchain-Technologie (BCT) die Eigenschaft besitzen, die FSC grundlegend zu verändern und eine Lösung für die herrschenden Problematiken bereitzustellen.
1. Einleitung: Die Einleitung thematisiert die Problematik der Lebensmittelsicherheit und stellt die Forschungsfrage nach den Potenzialen der Blockchain-Technologie in der Food Supply Chain während der Corona-Pandemie.
2. Food Supply Chain: Dieses Kapitel definiert die Food Supply Chain (FSC), ihre Akteure und die zentralen Anforderungen an Transparenz und Rückverfolgbarkeit unter Einfluss der Globalisierung.
3. Blockchain-Technologie: Hier werden die technischen Grundlagen der Blockchain, ihre Funktionsweise, Smart Contracts und die Vorteile gegenüber zentralen Datenbanksystemen erläutert.
4. Methodisches Vorgehen: Das Kapitel beschreibt die Durchführung eines systematischen Literatur-Reviews zur Identifikation von Chancen und Herausforderungen sowie die Auswahl spezifischer Fallbeispiele.
5. Anwendungen der Blockchain-Technologie in der FSC: Es werden detailliert die Chancen (z.B. Sicherheit, Effizienz) und Herausforderungen (z.B. Datenschutz, Kosten) der Implementierung der Blockchain in der Lebensmittelbranche analysiert.
6. Überprüfung von Anwendungsbereichen und konkreten Fallbeispielen zum Einsatz der BCT: Anhand der Bereiche Reishandel, Fleischhandel und Fischerei werden konkrete Praxisbeispiele wie BeefLedger oder Fishcoin untersucht.
7. Unterstützung der FSC durch den Einsatz der BCT während der Corona-Pandemie: Dieses Kapitel verknüpft die theoretischen Erkenntnisse mit der Krisensituation durch die Pandemie und diskutiert Lösungsansätze.
8. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass die Blockchain trotz technischer und organisatorischer Hürden ein wichtiges Instrument für eine robustere und transparentere Lieferkette darstellt.
Blockchain, Food Supply Chain, Rückverfolgbarkeit, Lebensmittelsicherheit, Transparenz, Smart Contracts, IoT, Corona-Pandemie, Lieferketteneffizienz, Lebensmittelbetrug, Datenbanksysteme, Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Logistik, Prozessmanagement.
Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einsatz der Blockchain-Technologie zur Verbesserung der Sicherheit und Transparenz innerhalb von Lebensmittel-Lieferketten (Food Supply Chains).
Die zentralen Felder umfassen die Lebensmittelqualität, die Rückverfolgbarkeit in komplexen globalen Netzwerken, die technische Funktionsweise von Blockchain-Systemen sowie deren Kombination mit IoT-Sensoren.
Das Ziel ist es, zu ermitteln, welche Chancen die Blockchain-Technologie zur Lösung von Schwachstellen in der Food Supply Chain bietet, insbesondere im Kontext der durch die Corona-Pandemie entstandenen Störungen.
Der Autor führt ein systematisches Literatur-Review durch und ergänzt dieses durch eine Analyse von drei spezifischen Fallbeispielen (Reis-, Fleisch- und Fischsektor).
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung zur Food Supply Chain und Blockchain-Technologie, eine methodische Literaturanalyse sowie eine detaillierte Untersuchung konkreter Blockchain-Projekte in der Praxis.
Wichtige Begriffe sind Blockchain, Food Supply Chain, Rückverfolgbarkeit, Lebensmittelsicherheit, Transparenz und Smart Contracts.
Durch die unveränderliche Speicherung von Transaktionsdaten können betroffene Produkte im Falle eines Rückrufs innerhalb von Sekunden identifiziert werden, was herkömmliche, papierbasierte oder zentrale Systeme deutlich übertrifft.
Smart Contracts werden als Werkzeug hervorgehoben, um Prozesse zu automatisieren, Transaktionsbedingungen sicher zu prüfen und menschliche Fehler sowie Einflussnahmen durch Drittparteien zu minimieren.
Da verschiedene Akteure in einer Lieferkette oft unterschiedliche Datensysteme nutzen, verhindert das Fehlen einheitlicher Standards eine effiziente Interoperabilität und damit die erfolgreiche Implementierung einer gemeinsamen Blockchain.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

