Diplomarbeit, 2007
88 Seiten, Note: 1,7
1. Einführung
1.1. Problemstellung und Ziele der Arbeit
1.2. Stand der Forschung
1.3. Aufbau und Vorgehensweise
2. Markenkrisen
2.1 Marken als Wertschöpfer für Unternehmen
2.2 Der Begriff Krise
2.2.1 Störung
2.2.2 Konflikt
2.2.3 Katastrophe
2.3 Merkmale und Wirkungen von Markenkrisen
2.3.1 Markenkrisen und ihre Merkmale
2.3.2 Auswirkungen für die Marke in einer Markenkrise
2.4 Ursachen und Erklärungen für Markenkrisen
2.4.1 Exogene Ursachen
2.4.2 Endogene Ursachen
2.4.2.1 Endogene konstitutive Ursachen
2.4.2.2 Endogene prozessuale Ursachen
2.5 Der Verlauf einer Markenkrise
2.5.1 Generelle Merkmale des Krisenverlaufs
2.5.2 Krisenphasen
3. Innengerichtetes Markenmanagement
3.1 Bedeutung und Ziele der internen Markenführung
3.2 Das Personalmanagement der internen Markenführung
3.2.1 Die Rolle der Mitarbeiter im innengerichteten Markenmanagement
3.2.2 Commitment beim Mitarbeiter aufbauen
3.2.3 Auswirkungen für die Mitarbeiter in einer Markenkrise
3.3 Ziele und Strategien der internen Kommunikation
3.4 Die Integration eines Markenkrisenmanagements und der internen Markenführung
4. Bewältigung von Markenkrisen durch die interne Markenführung
4.1 Die Rolle der Mitarbeiter im innengerichteten Markenmanagement
4.2 Maßnahmen der internen Markenführung zur Bewältigung der Markenkrise
4.2.1 Ziele und Strategien der internen Markenkrisenkommunikation
4.2.1.1 Kommunikationsziele
4.2.1.2 Kommunikationsstrategien und Kommunikationsausführung
4.2.1.2.1 Schnelligkeit
4.2.1.2.2 Offenheit und Ehrlichkeit
4.2.1.2.3 Einheitlichkeit
4.2.1.2.4 Stringenz der Argumentation
4.2.2 Maßnahmen im Bereich Personalmanagement
4.2.3 Maßnahmen im Bereich der Mitarbeiterführung
4.2.3.1 Führungsaufgaben
4.2.3.2 Führungsstile
4.2.3.2.1 Autoritäre Führungsform
4.2.3.2.2 Kooperative Führungsform
4.3 Markenkrisen durch Markenkontrollen aufdecken und vermeiden
5. Schlussbetrachtungen
6. Anhang
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie eine interne Markenführung dazu beitragen kann, Markenkrisen zu vermeiden oder bei deren Eintritt effektiv zu bewältigen. Die zentrale Forschungsfrage liegt darin, wie durch die Einbindung und Führung der Mitarbeiter die Widerstandsfähigkeit einer Marke gestärkt und das Markenimage in kritischen Situationen geschützt werden kann.
2.1 Marken als Wertschöpfer für Unternehmen
Heutzutage bestimmen Marken das Angebot an Waren und Dienstleistungen und sind zu einem zentralen Element der Marktwirtschaften geworden.5 In vielen Unternehmen gelten Marken mit ihrer Ausstrahlungskraft gegenüber Konsumenten und Anspruchsgruppen als wichtige immaterielle Werttreiber.6 Über den Terminus „Marke“7 bestanden in den Wirtschaftswissenschaften lange Zeit verschiedene Auffassungen. Die nicht mehr zeitgemäße, merkmalsbezogene Definition von Mellerowicz8 wurde vom wirkungsbezogenen Markenbegriff ersetzt, der sich in erster Linie an den psychologischen Funktionen aus der Konsumentenperspektive richtet.9 Demnach wird eine Marke dann geboren, wenn sie ein positives, relevantes und unverwechselbares Image bei den Konsumenten aufbauen kann.10
So bestehen Marken nicht nur aus funktionalen, sondern vielmehr aus emotionalen Eigenschaften und die Bindung der Konsumenten zu ihr. Wie diese Determinanten die Markenwahl beeinflussen, lässt sich anhand eines Blindtests veranschaulichen. Eine bekannte und beliebte Marke wird in einem Blindtest in der Regel schlechter bewertet, als in einem Test mit Offenlegung des Markennamens.11
Durch den Aufbau klarer und relevanter Vorstellungsbilder in den Köpfen der Anspruchsgruppen, bietet die Marke einen handfesten Mehrwert, den es zu erhalten und auszubauen gilt.12 Folgende Beispiele verdeutlichen, warum Marken als zentrale immaterielle Wertschöpfer in Unternehmen gelten und besonders starke Marken maßgeblichen Anteil am Unternehmenserfolg haben:
• Starke Marken erzielen Mengen- und Preisprämien.13
• Der Total Return to Shareholder14 liegt bei starken Marken 1,9% über, bei schwachen Marken 3,1% unter dem Durchschnitt.15
1. Einführung: Dieses Kapitel führt in die Problemstellung ein und erläutert die zunehmende Relevanz der Marke sowie die Notwendigkeit, diese durch interne Markenführung in Krisenzeiten zu schützen.
2. Markenkrisen: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung des Krisenbegriffs, die Abgrenzung zu Störung, Konflikt und Katastrophe sowie eine Analyse der Ursachen, Merkmale und Verläufe von Markenkrisen.
3. Innengerichtetes Markenmanagement: Dieses Kapitel widmet sich der Bedeutung der Mitarbeiter für den Markenerfolg und erläutert, wie durch ein institutionalisiertes internes Markenmanagement Markenidentität verankert werden kann.
4. Bewältigung von Markenkrisen durch die interne Markenführung: Hier werden konkrete Kommunikationsstrategien, Maßnahmen des Personalmanagements und Führungsstile zur Krisenbewältigung sowie Instrumente der Markenkontrolle detailliert erörtert.
5. Schlussbetrachtungen: Das Kapitel fasst die wichtigsten Erkenntnisse zusammen und unterstreicht die Notwendigkeit des Zusammenspiels von externer und interner Markenführung.
6. Anhang: Der Anhang präsentiert eine umfangreiche Tabelle ausgewählter Markenkrisen der letzten drei Jahrzehnte als praktisches Fallbeispiel.
Markenführung, interne Markenführung, Markenkrise, Krisenmanagement, Mitarbeiterführung, Brand Commitment, Brand Citizenship Behavior, Markenimage, Markenidentität, Krisenkommunikation, Personalmanagement, Markenkontrolle, Markenwert, Unternehmenserfolg, Krisenprävention.
Die Arbeit analysiert, wie Unternehmen ihre interne Markenführung nutzen können, um Marken in Krisensituationen zu schützen, stabilisieren und langfristig erfolgreich zu führen.
Im Zentrum stehen die Verknüpfung von Krisenmanagement mit der internen Markenführung, die Rolle der Mitarbeiter als Markenbotschafter und die psychologischen Aspekte der Markenidentität.
Das Ziel ist es, Strategien und Maßnahmen aufzuzeigen, mit denen durch eine starke interne Markenführung die Eintrittswahrscheinlichkeit von Markenkrisen verringert und die Bewältigung eingetretener Krisen optimiert werden kann.
Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Auseinandersetzung mit bestehender Fachliteratur zu den Themen Markenmanagement, Krisenforschung und Organisationspsychologie, ergänzt durch die Analyse von Fallbeispielen im Anhang.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition der Markenkrise, die Bedeutung der Mitarbeiterzufriedenheit für die Marke und konkrete Handlungsanweisungen für Kommunikation, Führung und Personalmanagement in Krisenzeiten.
Zu den prägenden Begriffen gehören Markenkrise, interne Markenführung, Brand Commitment, Krisenmanagement und Mitarbeiterführung.
Hohes Commitment führt laut der Arbeit zu einer besseren Unternehmensperformance und Leistungsbereitschaft. In der Krise sind Mitarbeiter mit hohem Commitment eher bereit, aktiv an Lösungen mitzuwirken, anstatt durch Demotivation oder Abwanderung die Krisensituation zu verschärfen.
Wenn die interne Identität nicht mit der externen Darstellung übereinstimmt, leidet die Glaubwürdigkeit. Mitarbeiter fungieren als Teil der Markenbotschaft; daher muss die interne Kommunikation das notwendige Markenwissen vermitteln, um ein einheitliches Auftreten gegenüber Kunden zu gewährleisten.
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