Bachelorarbeit, 2013
43 Seiten, Note: 2,0
Einleitung
1. Der Wandel der Bildung
1.1 Bildung früher – Ein historischer Überblick
1.2 Der heutige Bildungsstand
1.3 Der Wandel vom benachteiligten Geschlecht zum bevorzugten Geschlecht
2. Jungen in der Schule
2.1 Das Verhalten von Jungen und Mädchen in der Schule
2.1.1 Interessen und Interaktionen
2.1.2 Motivation in der Schule
2.1.3 Leistungsunterschiede zwischen den Geschlechtern
2.2 Jungen mit Migrationshintergrund in der Schule
2.3 Die Rolle der Gewalt innerhalb von Schule und Unterricht
2.4 Durchlässigkeit im Bildungssystem (Spätere Bildungslaufbahnen)
3. Was kann für Jungen getan werden?
3.1 Was kann innerhalb der Schule getan werden?
3.2 Was können Eltern für ihre Kinder tun?
3.3 Was für Hilfen gibt es? Förderprogramme für Jungen
Zusammenfassung und Fazit der Arbeit
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die wissenschaftliche Debatte darüber, ob Jungen in der heutigen Gesellschaft als die neuen „Bildungsverlierer“ bezeichnet werden können. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, welche Faktoren, gesellschaftlichen Wandlungsprozesse und schulischen Rahmenbedingungen zu dieser geschlechtsspezifischen Benachteiligung geführt haben und welche konkreten Unterstützungs- und Förderansätze zur Verbesserung der Situation von Jungen existieren.
2.1.1 Interessen und Interaktionen
Nicht nur im eigenen Zuhause oder bei der Wahl des richtigen Hobbys, sondern auch in der Schule sind die Interessen und Interaktionen von Jungen und Mädchen häufig verschieden. Das Interesse in die Schule zu kommen ist im Vergleich zu den Mädchen weniger ausgeprägt. Die Jungen sehen dafür die Schule als sozialen Raum, in dem es für sie wichtig ist, sich geschlechtlich zu positionieren und ihre Interaktionen auszuführen. Dennoch sind die Biographien von Jungen auch untereinander sehr unterschiedlich. Das bedeutet, dass innerhalb einer Schulklasse sehr differenzierte Bilder von Jungen und Männlichkeit bestehen. Diese neue Erkenntnis stellte Ruth Michalek anhand von Gruppeninterviews mit Drittklässlern fest. Dabei gab es unterschiedliche Gruppen von Jungen, wobei eine der Gruppen durch Ausgrenzung und Dominanzansprüche gekennzeichnet war, eine andere Gruppe wiederum durch ein genau gegenteiliges Verhalten herausstach. Dennoch koexistieren beide Gruppen nebeneinander. Die Inszenierungen der verschiedenen Gruppen sind jedoch nicht frei, sondern von Normalitätserwartungen der einzelnen Jungen geprägt. Diese Erwartungen sind eng an gesellschaftlichen Geschlechternormen und Vorstellungen von Männlichkeit gebunden. Die Ursache dafür wird in dem männlichen Habitus gesehen. Dieser setzt sich aus gesellschaftlichen Geschlechterverhältnissen, „hegemonialer Männlichkeit“ und dem individuellen „doing gender“ zusammen. Jungen orientieren sich daher häufig an den gesellschaftlichen Bildern von Männlichkeit, selbst wenn sie denen nicht immer zustimmen. Der Habitus selbst ist jedoch während der Entwicklung veränderbar. Dies bezieht sich auch auf den schulischen Kontext.
1. Der Wandel der Bildung: Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung der Geschlechterrollen im Bildungswesen und zeigt den Weg vom ehemals benachteiligten weiblichen Geschlecht hin zur heutigen Dominanz von Frauen in Bildungsstatistiken auf.
2. Jungen in der Schule: Der Hauptteil analysiert das spezifische Verhalten, die Motivation und die Leistungen von Jungen im schulischen Kontext sowie die besonderen Herausforderungen für Jungen mit Migrationshintergrund und die Rolle von Gewalt.
3. Was kann für Jungen getan werden?: Abschließend werden pädagogische Strategien, elterliche Unterstützungsmöglichkeiten sowie konkrete Förderprogramme und Netzwerke für Jungen kritisch diskutiert.
Jungen, Bildungsverlierer, Schulerfolg, Geschlechterrollen, Jungenförderung, Bildungsbiografie, Sozialverhalten, Gewalt in der Schule, Migrationshintergrund, Pädagogik, Männlichkeit, Chancengleichheit, Schulentwicklung, Schulabschluss, Motivation.
Die Bachelorarbeit setzt sich kritisch mit der These auseinander, dass Jungen die aktuellen Bildungsverlierer im deutschen Schulsystem sind.
Die Arbeit behandelt den historischen Wandel der Bildungschancen, geschlechtsspezifische Verhaltensmuster in der Schule, den Einfluss von Gewalt sowie Möglichkeiten der gezielten Jungenförderung.
Das Ziel ist es, die Gründe für die im Vergleich zu Mädchen schlechteren schulischen Leistungen von Jungen zu analysieren und einzuordnen, ob eine strukturelle Benachteiligung vorliegt.
Es handelt sich um eine Literaturarbeit, die auf Basis aktueller pädagogischer Studien und Fachliteratur eine fundierte Einordnung der Thematik vornimmt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse des Schülerverhaltens, die Untersuchung von Leistungsunterschieden in verschiedenen Fächern und die Rolle sozio-kultureller Faktoren wie Migration und Gewalt.
Wichtige Begriffe sind Jungenpädagogik, Doing Gender, Schulleistungen, Bildungsbenachteiligung und geschlechtersensible Schulentwicklung.
Die Arbeit stellt fest, dass mangelnde Deutschkenntnisse oft zu Missverständnissen im Unterricht führen, weshalb die Sprachförderung einen entscheidenden Faktor für den Bildungserfolg darstellt.
Es handelt sich um ein rituelles Raufen, das Jungen in der Peer-Group nutzen, um Status zu gewinnen, wobei die Grenzen zwischen Spiel und Gewalt fließend sind.
Obwohl er Berufsorientierung bietet, wird kritisiert, dass er oft als Reaktion auf die Mädchenförderung entstand und es an weiterführenden, flächendeckenden pädagogischen Konzepten mangelt.
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