Bachelorarbeit, 2008
35 Seiten, Note: 2
1. Einleitung
1.1 Ausgangssituation
1.2 Aufgabenstellung
1.3 Ziel der Arbeit
2. Einteilung und Herstellung der Kunststoffe
2.1 Technische Kunststoffe
2.2 Beschreibung und Eigenschaften von Polyamid und Polyoxymethylen
2.2.1 Polyamid
2.2.2 Polyoxymethylen
3. Spanende Bearbeitungsverfahren
3.1 Definition und technologische Grundlagen des Drehens
3.2 Definition und technologische Grundlagen des CNC-Fräsens mit einem 5-Achsen Bearbeitungszentrum
4. Definition der wichtigsten Zerspangrößen für das optimale Bearbeiten von technischen Kunststoffen
4.1 Drehen
4.2 Fräsen
4.2.1 Werkzeugwinkel
4.2.2 Schnittparameter
4.2.3 Kühlschmierstoffe bei spanender Bearbeitung von technischen Kunststoffen
5. Erzielbare Oberflächengüte bei der spanenden Bearbeitung
5.1 Definition der gemittelten Rautiefe (Rz) nach DIN 4768:1990
5.2 Messverfahren zur Bestimmung der Oberflächengüte von technischen Kunststoffen
6. Analyse und Verbesserung der Bearbeitungsparameter durch Dreh- und Fräsversuche
6.1 Drehversuche
6.2 Fräsversuche
6.2.1 Vorgehensweise der Versuchsdurchführung
6.2.2 Analyse der bestehenden Bearbeitungsparameter
6.2.3 Vorgehen zur Aufklärung der ermittelten Bearbeitungsparameter durch Abänderung verschiedener Einflussgrößen
6.2.3.1 Vorschubänderung bei konstanter Schnittgeschwindigkeit
6.2.3.2 Änderung der Schnittgeschwindigkeit bei konstantem Standardvorschub
6.2.3.3 Änderung der Bearbeitungslänge
6.2.4 Auswertung und Diskussion der Ergebnisse aus den Fräsversuchen
6.2.4.1 Einfluss der Schnittgeschwindigkeit
6.2.4.2 Einfluss des Vorschubs
6.2.4.3 Einfluss der Bearbeitungslänge
7. Zusammenfassung und Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Ermittlung und Auflistung optimierter Bearbeitungsparameter für die technischen Kunststoffe Polyamid und Polyoxymethylen, um die Effizienz und Wirtschaftlichkeit bei der Fertigung von Präzisionsteilen (AEPP) bei der Firma SKF ECONOMOS GmbH zu steigern.
6.2.3.3 Änderung der Auskraglänge
Als weiteren wichtigen Faktor für die Herstellung einwandfreier Oberflächen wäre die Bearbeitungslänge zu nennen. Die Auskraglänge beschreibt, wie weit ein Werkstück aus dem Maschinenschraubstock herausragt. Generell gilt: je tiefer das zu bearbeitende Werkstück in den Schraubstock eingespannt wird, desto besser lässt es sich bearbeiten und desto hochqualitativer wird die Oberfläche. Genau da liegt das Problem beim Zerspanen mit einer 5-Achsen Bearbeitungsmaschine. Hier sollte das Werkstück so weit wie möglich aus dem Schraubstock ragen, um die Zugänglichkeit mit allen 5-Achsen gewährleisten zu können. Ist das Werkstück zu weit im Schraubstock eingespannt, können nicht alle 5-Achsen benutzt werden und die Maschine arbeitet nicht wirtschaftlich. Bei den durchgeführten Fräsversuchen wurden zwei verschiedene Einspanntiefen getestet und die Oberflächengüte der gefrästen Werkstücke gemessen:
Einspanntiefe A: betrug 50 [mm] bei einer gesamten Werkstücklänge von 150 [mm], d.h. dass das Werkstück 100 [mm] aus dem Schraubstock herausragte.
Einspanntiefe B: betrug 10 [mm] bei einer gesamten Werkstücklänge von 150 [mm], d.h. dass das Werkstück 140 [mm] aus dem Schraubstock herausragte.
1. Einleitung: Beschreibt die Ausgangssituation bei der SKF ECONOMOS GmbH sowie das Ziel, Bearbeitungsrichtlinien für technische Kunststoffe zu optimieren.
2. Einteilung und Herstellung der Kunststoffe: Erläutert die Grundlagen und Einteilung der Kunststoffe (Thermoplaste, Duroplaste, Elastomere) und detailliert die Eigenschaften von Polyamid und Polyoxymethylen.
3. Spanende Bearbeitungsverfahren: Gibt einen Überblick über gängige Verfahren wie Drehen und Fräsen inklusive der technologischen Grundlagen von 5-Achsen-Bearbeitungszentren.
4. Definition der wichtigsten Zerspangrößen für das optimale Bearbeiten von technischen Kunststoffen: Behandelt die für den Zerspanungsprozess essenziellen Parameter wie Werkzeugwinkel, Schnittwerte und den Einsatz von Kühlschmierstoffen.
5. Erzielbare Oberflächengüte bei der spanenden Bearbeitung: Definiert die gemittelte Rautiefe (Rz) nach DIN-Norm und beschreibt die verwendeten Messverfahren zur Qualitätsbeurteilung.
6. Analyse und Verbesserung der Bearbeitungsparameter durch Dreh- und Fräsversuche: Dokumentiert das praktische Vorgehen der Versuchsreihen, deren Auswertung und die Optimierung der Parameter zur Verbesserung der Oberflächengüte.
7. Zusammenfassung und Ausblick: Resümiert die Ergebnisse der Arbeit und gibt einen Ausblick auf die Anwendung der optimierten Parameter sowie zukünftige Versuchsreihen.
Bearbeitungsparameter, technische Kunststoffe, Polyamid, Polyoxymethylen, Zerspanung, CNC-Fräsen, Drehbearbeitung, Oberflächengüte, Rautiefe Rz, Schnittgeschwindigkeit, Vorschub, AEPP, SKF ECONOMOS GmbH, Fertigungseffizienz, 5-Achsen-Bearbeitung.
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse und Optimierung von Bearbeitungsparametern für technische Kunststoffe bei der Fertigung von Spezialbauteilen, um die Prozesse effizienter und kostengünstiger zu gestalten.
Im Zentrum stehen die spanende Bearbeitung (Drehen und Fräsen) von Polyamid und Polyoxymethylen, die Ermittlung der Oberflächengüte sowie der Einfluss von Maschinenparametern und Einspannmethoden.
Das Ziel ist eine fundierte Auflistung optimierter Bearbeitungsparameter, die es ermöglichen, vor Produktionsbeginn die erzielbare Oberflächenqualität präziser abzuschätzen und die Produktionszeit zu optimieren.
Es wurden empirische Fräs- und Drehversuche unter variierenden Bedingungen durchgeführt und die resultierende Oberflächengüte mittels eines Tastschnittgeräts nach DIN-Norm gemessen und in Portfolios bzw. 3D-Diagrammen ausgewertet.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Kunststoffen und Zerspanungsverfahren sowie den umfangreichen praktischen Teil der Versuchsreihen zur Optimierung von Schnittgeschwindigkeit, Vorschub und Einspanntiefe.
Zentrale Begriffe sind Bearbeitungsparameter, technische Kunststoffe (PA/POM), Zerspanung, Oberflächengüte (Rz), CNC-Bearbeitung und Fertigungsoptimierung.
Die Einspanntiefe beeinflusst die Stabilität des Werkstücks signifikant; eine zu geringe Einspanntiefe führt zu schlechteren Oberflächenwerten, während eine zu tiefe Einspannung die Zugänglichkeit der 5-Achsen-Maschine einschränken kann.
Die Versuche zeigten eindeutig, dass eine höhere Schnittgeschwindigkeit die Oberflächenqualität bei technischen Kunststoffen verbessert, sofern dabei die Spindeldrehzahl nicht über das zulässige Maß hinausgeht.
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