Masterarbeit, 2020
137 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Der stationäre Einzelhandel in Deutschland
2.1 Begriffserklärung - Stationärer Einzelhandel
2.2 Aktuelle Situation im stationären Einzelhandel
2.3 Rechtliche Grundlagen im Einzelhandel
2.4 Innovationen im stationären Einzelhandel
2.5 Betriebsformen im stationären Einzelhandel
3 Implementierungskonzept einer vollautomatischen Betriebsform
3.1 Grundkonzept und Funktionsweise sowie Positionierung gegenüber anderen Betriebsformen
3.2 Lokale Kostenfaktoren im Vergleich zu regulären Einzelhändlern
3.3 Die 4Ps des Marketing-Mix
3.3.1 Sortimentspolitik
3.3.2 Preispolitik
3.3.3 Vertriebspolitik
3.3.3.1 Vertriebsziele
3.3.3.2 Kundenstrategie
3.3.3.3 Marktbearbeitungsstrategien
3.3.3.4 Vertriebskanäle
3.3.3.5 Ressourcenzuteilung
3.3.4 Kommunikationspolitik
3.4 Konkurrenten und mögliche Partner
3.5 Kriterien für die Lage und Anzahl der Verkaufsstellen
3.6 Logistik
3.6.1 Hauptlagerung
3.6.2 Bestellung und Belieferung
4 Umfrage
4.1 Aufbau und Stichprobe der Umfrage
4.2 Auswertung
4.3 Bewertung der Umfrage
5 Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht in der Entwicklung eines wirtschaftlichen Gesamtkonzepts für eine neuartige, vollautomatische Betriebsform im stationären Einzelhandel. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, ob ein solcher Verkaufsautomat – der ohne Personal und zeitliche Öffnungsbindungen agiert – eine sinnvolle Lösung zur Schließung von Marktlücken darstellt und ob auf Kundenseite ein entsprechendes Interesse und Nutzungsverhalten besteht.
3.1 Grundkonzept und Funktionsweise sowie Positionierung gegenüber anderen Betriebsformen
Die Idee und das Grundkonzept hinter der in dieser Arbeit behandelten vollautomatischen Betriebsform basieren auf herkömmlichen Verkaufsautomaten. Verkaufsautomaten sind Maschinen, die ein gewähltes Produkt nach Bezahlung auswerfen.49 Die vollautomatische Betriebsform, die zukünftig auch als Automat oder Verkaufsautomat bezeichnet wird, soll in ihren Grundzügen gleich funktionieren. Die Idee ist ein Automat, der im Vergleich zu anderen Verkaufsautomaten ein außerordentliches Sortiment und einen außerordentlichen Service anbietet. Das Sortiment soll dem eines Convenience Stores ähneln, weil es sich bei dem Konzept in jederlei Hinsicht um die Convenience (Bequemlichkeit) der Kunden drehen soll.
Der Automat soll in einem kleinen einstöckigen (maximal zweistöckigen – Tiefbauweise) Gebäude oder Raum Platz finden. Laut Jonas Ehrenfeld, einem Manager für Sales Support der „viastore Stystems GmbH“, einem internationalen Anbieter für Intralogistik-Systeme, reichen bereits wenige Kubikmeter für die kleinsten Kleinteillager aus. Die Bedien- und Bestellfelder sowie die Ausgabe- und Rückgabefächer sind mit dem Lager verbunden und befinden sich in einem kleinen Raum innerhalb der Anlage welcher 24/7 von Kameras überwacht wird. In diesem Raum sollen die Informationspflichten für Einzelhändler, die AGBs und die Bestimmungen des Jugendschutzgesetzes angebracht werden. Kunden können diesen Raum rund um die Uhr betreten, um an den Touchscreen-Bedienfeldern Waren auszuwählen, die in einer Ausgabeluke nach Bezahlung ausgegeben werden. Es sollte bestenfalls mehrere Bedienfelder und Luken geben, damit mehrere Kunden zur gleichen Zeit einkaufen können.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung und aktuelle Problematik des stationären Einzelhandels ein und stellt das Ziel vor, eine automatisierte Betriebsform als Lösung zu konzipieren.
2 Der stationäre Einzelhandel in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Rahmenbedingungen, rechtliche Aspekte sowie aktuelle Marktsituationen und Innovationen im Einzelhandel als Basis für das neue Konzept.
3 Implementierungskonzept einer vollautomatischen Betriebsform: Hier wird das Kernkonzept der vollautomatischen Verkaufsautomaten beschrieben, unterteilt in Funktionsweise, Marketing-Mix, Kostenfaktoren, Standortwahl und Logistik.
4 Umfrage: Das Kapitel beschreibt den Aufbau, die Durchführung und die detaillierte Auswertung einer empirischen Umfrage, die die Akzeptanz des Konzeptes bei Kunden prüfen soll.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, bestätigt die theoretischen Annahmen durch die Umfragedaten und bewertet die Erfolgschancen der neuen Betriebsform im deutschen Markt.
Vollautomatischer Einzelhandel, Convenience Store, Verkaufsautomat, Stationärer Einzelhandel, Marketing-Mix, Sortimentspolitik, Standortwahl, Logistik, Omnichannel, Kundenbindung, Big Data, Kundenlebenszyklus, Marktentwicklungsstrategie, Automatenhandel, Digitalisierung.
Die Arbeit entwickelt ein wirtschaftliches Gesamtkonzept für die Implementierung einer vollautomatischen Betriebsform im deutschen stationären Einzelhandel, um eine dauerhafte und ortsungebundene Versorgungslösung anzubieten.
Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig das Konzept der Vollautomatisierung, die Anwendung des Marketing-Mix, Kostenstrukturen, Standortplanung, Logistikprozesse sowie die Analyse von Kundenbedürfnissen.
Das primäre Ziel ist es, ein funktionierendes betriebswirtschaftliches Konzept für die Automaten zu erstellen und zu untersuchen, ob Kunden ein Interesse an dieser Form des Einkaufs zeigen und sie aktiv nutzen würden.
Neben einer ausführlichen Literaturanalyse und theoretischen Erarbeitung der Marktpositionierung nutzt die Arbeit eine empirische Methode in Form einer deutschlandweiten Umfrage, um die Tauglichkeit des Konzepts zu validieren.
Der Hauptteil analysiert die Funktionsweise des Automaten, vergleicht lokale Kostenfaktoren, definiert die 4Ps des Marketing-Mix, benennt Konkurrenten und Partner, leitet Standortkriterien ab und beschreibt das logistische System der Haupt- und dezentralen Lagerung.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Automatenhandel, Convenience, Omnichannel, Standortwahl, Sortimentspolitik und Kundenbindung.
Big Data ist essenziell für die Erstellung individueller Kundenprofile und die Optimierung des Sortiments, um maßgeschneiderte Sonderangebote und eine effektive Kundenbindung innerhalb eines CRM-Systems zu ermöglichen.
Ein Omnichannelsystem erlaubt die nahtlose Verknüpfung von physischem Automaten, App und Website, was für die notwendige Individualisierung der Kundenansprache und das geforderte bequeme Einkaufserlebnis ("One-Stop-Shopping") unerlässlich ist.
Während klassische Automaten meist nur ein sehr enges Sortiment und kaum Service bieten, fungiert das neue Konzept ähnlich einem Convenience Store mit einem erweiterten, individuell auswählbaren Sortiment und einer interaktiven Benutzeroberfläche.
Der Autor bewertet die Erfolgschancen als gut, da das Konzept eine Marktlücke schließt, kaum direkte Konkurrenz existiert und die Umfrageergebnisse ein grundsätzliches Interesse an einer flexiblen, innovativen Einkaufsalternative belegen.
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