Masterarbeit, 2020
87 Seiten, Note: 1,3
0. Einleitung
0.1. Gegenstand und Ziel der Arbeit
0.2. Fragestellung
0.3. Zum Korpus
0.4. Forschungsstand
0.5. Methode und Aufbau der Arbeit
1. Kapitel: Theoretische Grundlagen
1.1. Fachsprache und Fachübersetzung
1.2. Fachübersetzung aus kulturspezifischer Perspektive
1.2.1. Translationsrelevante Kulturdefinition
1.2.2. Kulturspezifische Aspekte der Fachübersetzung
1.2.2.1. Lexikalische Aspekte
1.2.2.2. Inhaltliche Aspekte
1.2.2.2.1. Realia
1.2.2.2.2. Textsortenkonventionen
1.2.2.2.3. Die pragmatische Ebene
1.3. Hausordnung als Fachtext
2. Kapitel: Intralinguale Analyse der ausgewählten Hausordnungen
2.1. Das pragmalinguistische Modell von Juliane House
2.2. Genre
2.2.1. Sprachliche Merkmale der Hausordnung
2.2.2. Textinhalt und -struktur
2.2.3. Sender und Empfänger
2.3. Registeranalyse
2.3.1. Field
2.3.1.1. Lexikalische Mittel
2.3.1.2. Textuelle Mittel
2.3.2. Tenor
2.3.2.1. Herkunft des Ausgangstextproduzenten und -rezipienten und Beziehung zwischen den Partizipanten
2.3.2.2. Lexikalische und textuelle Mittel
2.3.2.3. Sprachliche Handlungen
2.3.3. Mode
3. Kapitel: Kulturspezifische Aspekte in den ausgewählten übersetzten Hausordnungen
3.1. Lexikalische Aspekte
3.1.1. Berufs- und Amtsbezeichnungen
3.1.2. Bezeichnungen für Institutionen und Organisationseinheiten
3.1.3. Geografische Bezeichnungen
3.1.4. Fachliche Benennungen
3.1.5. Fremdwörter
3.2. Kulturspezifische Inhalte
3.2.1. Gesellschaftlich-juristische Gegebenheiten
3.2.2. Alltagsbezogene Kulturspezifika
3.2.2.1. Zeitwahrnehmung
3.2.2.2. Sauberhaltung und Umweltschutz
3.2.3. Kulturspezifische Beschreibungstiefe
3.3. Sprachliche Aspekte
3.3.1. Wortbildung
3.3.2. Nominalstil
3.3.3. Der unpersönliche Stil
3.3.4. Abkürzungen
Zusammenfassung und Ergebnisse der Arbeit
Die vorliegende Masterarbeit zielt darauf ab, kulturspezifische Elemente in deutschsprachigen Hausordnungen für öffentliche Einrichtungen zu identifizieren, diese als Fachtexte zu untersuchen, ihren Fachlichkeitsgrad zu bestimmen und die bei der Übersetzung ins Arabische angewandten Verfahren zu analysieren und zu beschreiben.
1.2.2.2.1. Realia
Kulturspezifika sind nicht immer nur auf Wortebene erkennbar. Daher werden in diesem Abschnitt kulturspezifische Inhalte und Informationen auf Textebene dargestellt. Realia gehören zu den großen Übersetzungsproblemen, denn sie betreffen den außersprachlichen Gegenstandsbereich (vgl. Reinert, 2009:296). Das Problem bezieht sich auf die fehlende denotative Äquivalenz für einen Gegenstand in einer anderen Kultur. Koller (2011) definiert sie wie folgt:
[…] bei Realia-Bezeichnungen (so genannte landeskonventionellen, in einem weiteren Sinne: kulturspezifischen Elementen), d. h. Ausdrücken und Namen für Sachverhalte politischer, institutioneller, sozio-kultureller, geographischer Art, die spezifisch sind für bestimmte Länder (Koller, 2011:234).
Ferner werden Realia als ,,Identitätsträger eines nationalen/ethnischen Gebildes“ (Markstein, 1998:288) bezeichnet. Sie sind an folgenden Aspekten zu erkennen: Erstens haben sie keine identische Entsprechung in der Zielkultur. Auch wenn sie nicht völlig fremd erscheinen und übertragbar sind, sind sie doch konnotativ geladen und enthalten somit versteckte Inhaltsmerkmale.
Zweitens sind Realia mit dem Alltag der betreffenden Ausgangskultur verflochten. Der Aspekt ,,Realia“ wird der Textebene zugeordnet, weil die Übertragung der ,,Welt“ der Bezeichnungen nicht immer ausreichend auf Wortebene erfolgt. (vgl. ebd.:300). Ferner stehen die Bezeichnungen nicht allein, sondern sie sind in vielen Fällen in einem Netz bzw. in einer Hierarchie mit anderen Bezeichnungen verwoben.
0. Einleitung: Diese Einleitung führt in das Thema der kulturspezifischen Herausforderungen bei der Übersetzung von Hausordnungen für Migranten ein und definiert Ziel, Fragestellung und Korpus der Arbeit.
1. Kapitel: Theoretische Grundlagen: Das Kapitel bietet eine fundierte theoretische Basis zu Fachsprache, Fachübersetzung und dem spezifischen Textsortencharakter von Hausordnungen als Verwaltungstexte.
2. Kapitel: Intralinguale Analyse der ausgewählten Hausordnungen: Hier werden die vier gewählten Hausordnungen mithilfe des pragmalinguistischen Modells von Juliane House detailliert analysiert, um Diskursprofile und situative Einbettungen zu ermitteln.
3. Kapitel: Kulturspezifische Aspekte in den ausgewählten übersetzten Hausordnungen: Dieses Kapitel vergleicht die deutschen Ausgangstexte mit den arabischen Übersetzungen und evaluiert die eingesetzten Übersetzungsverfahren unter dem Aspekt der Kulturübertragung.
Zusammenfassung und Ergebnisse der Arbeit: Die Ergebnisse werden synthetisiert, wobei die Rolle der interkulturellen Kompetenz bei der Übersetzung von Ordnungstexten hervorgehoben wird.
Fachübersetzung, Hausordnung, Kulturspezifika, Arabisch-Deutsch, Verwaltungssprache, Intralinguale Analyse, Juliane House, Realia, Terminologie, Übersetzungswissenschaft, Rechtssprache, interkulturelle Kommunikation, Fachsprachlichkeit, Textsortenkonventionen, Migrationsbewegung.
Die Arbeit untersucht die kulturspezifischen Herausforderungen bei der Übersetzung von deutschsprachigen Hausordnungen, die sich an Migranten richten, ins Arabische.
Die zentralen Felder sind die Fachsprachendefinition, die Kulturspezifik im Übersetzungsprozess, die Textsorte "Hausordnung" als Fachtextsorte und die methodische Analyse der kulturellen Einbettung von Verwaltungstexten.
Das Ziel ist es, kulturspezifische Einheiten in Hausordnungen zu erfassen, ihren Fachlichkeitsgrad zu bestimmen und die Übersetzungsverfahren zur Kulturübertragung an eine arabische Zielgruppe zu ermitteln und zu beschreiben.
Die Arbeit verwendet primär das pragmalinguistische Modell von Juliane House für die intralinguale Analyse, kombiniert mit den Übersetzungsverfahren nach Schreiber für den Vergleich der Zieltexte.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, eine detaillierte intralinguale Analyse des Korpus anhand von Register- und Genrekriterien sowie eine kontrastive Untersuchung der übersetzten kulturspezifischen Aspekte.
Wichtige Begriffe sind Fachübersetzung, Hausordnung, Kulturspezifika, Verwaltungssprache, Realia und interkulturelle Kommunikation.
Da diese Texte zwischen juristischer Fachsprache und Alltagssprache stehen und gleichzeitig hochspezifische kulturbedingte Normen des deutschen Rechtssystems und des Alltagslebens vermitteln, die in der Zielkultur oft keine direkten Äquivalente haben.
Sie beschreibt das Ausmaß der notwendigen Explikation von Informationen. Die Arbeit zeigt, dass eine zu geringe Beschreibungstiefe dazu führen kann, dass der Empfänger die rechtliche Verbindlichkeit oder den Zweck einer Vorschrift nicht vollständig versteht, was das Risiko von Zuwiderhandlungen erhöht.
Die Übersetzungen nutzen in der Regel die lautgetreue Umschrift (Transkription), verzichten jedoch teilweise auf die zusätzliche Explikation der geografischen oder administrativen Einordnung, was für neu eingewanderte Zielgruppen das Verständnis erschweren kann.
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