Examensarbeit, 2017
66 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
1.1. Symmetrischer Krieg und asymmetrischer Krieg
1.2. Fallbeispiel für den asymmetrischen Krieg: Afghanistan
1.2.1. Die Saur-Revolution
1.2.2. Der Sowjetisch-Afghanische Krieg
1.2.3. Der Bürgerkrieg
2. Terrorismus
2.1. Begriffserklärung von Terrorismus
2.2. Formen des Terrorismus
2.2.1. Al-Quaida
2.2.3. Boko Haram
3. Guerilla- und Partisanenkrieg
3.1. Kombattanten und Nichtkombattanten
3.2. Territorialität
3.3. Temporalität
4. Abschließender Vergleich: Sind die Kriterien zur Bestimmung von Al-Quaida, ISIS und Boko Haram hinreichend, um diese Organisationen als Terrorismus im Unterschied zum Partisanenkrieg zu bestimmen?
Die vorliegende Arbeit untersucht die Differenzierung zwischen symmetrischen und asymmetrischen Kriegen, analysiert den Terrorismus als moderne Erscheinungsform und vergleicht diese kritisch mit dem Partisanenkrieg, um zu klären, ob Organisationen wie Al-Quaida, ISIS und Boko Haram hinreichend als Terrorismus klassifiziert werden können.
1.1. Symmetrischer Krieg und asymmetrischer Krieg
Bevor auf die Differenzierungen und Gemeinsamkeiten der beiden Termini symmetrischer und asymmetrischer Krieg eingegangen werden kann, sollte zuerst definiert werden, was unter dem symmetrischen, dem klassischen Staatenkrieg verstanden werden kann.
Der Kriegstheoretiker Carl von Clausewitz definiert den klassischen Krieg in seinem Buch „Vom Kriege“ als einen erweiterten Zweikampf. (vgl. Clausewitz 1991: 17) „Der Krieg ist also ein Akt der Gewalt, um den Gegner zur Erfüllung unseres Willens zu zwingen“ (Ebd.). Clausewitz möchte mit seiner Definition erläutern, dass Kriege zumeist zwischen zwei Staaten geführt werden, um die eigenen politischen Interessen durchzusetzen oder auch den eigenen Willen dem Gegner aufzuzwingen. Um diese Ziele zu erreichen, ihre Feinde zu entmachten und ihre politischen sowie wirtschaftlichen Intentionen verwirklichen zu können, nutzen die Staaten Gewalt. Clausewitz erwähnt zudem in seinem Buch „Vom Kriege“, dass „der Krieg […] eine bloße Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln“ (Clausewitz 1991:34) sei. Darunter ist zu verstehen, dass der Krieg zum Einsatz kommt, sobald alle anderen Mitteln zur Verwirklichung der Pläne gescheitert sind. Daraus kann abgeleitet werden, dass nach Clausewitz erst von einem Krieg gesprochen werden kann, wenn mindestens zwei Staaten mit ihrem Militär in eine Auseinandersetzung involviert sind, die die Verwendung von Gewalt legitimiert.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Wandlung von zwischenstaatlichen zu asymmetrischen Kriegen ein und stellt die Forschungsfrage nach der Abgrenzung von Terrorismus und Partisanenkrieg.
1.1. Symmetrischer Krieg und asymmetrischer Krieg: Dieses Kapitel definiert den klassischen Staatenkrieg nach Clausewitz und erläutert das Konzept der Symmetrie sowie die Kriterien der Gleichartigkeit von Konfliktparteien.
1.2. Fallbeispiel für den asymmetrischen Krieg: Afghanistan: Die Chronologie der Konflikte in Afghanistan wird hier von der Saur-Revolution über den Sowjetisch-Afghanischen Krieg bis hin zum Bürgerkrieg detailliert analysiert.
2. Terrorismus: Dieser Abschnitt behandelt die Schwierigkeiten einer einheitlichen Definition des Terrorismusbegriffs und diskutiert dessen verschiedene ideologische und methodische Hintergründe.
2.1. Begriffserklärung von Terrorismus: Hier werden unterschiedliche Definitionsansätze für Terrorismus analysiert, um ein besseres Verständnis für die Merkmale terroristischer Akteure zu entwickeln.
2.2. Formen des Terrorismus: Die verschiedenen Erscheinungsformen, namentlich nationaler, internationaler und transnationaler Terrorismus, werden in diesem Kapitel klassifiziert.
2.2.1. Al-Quaida: Die Entstehung, Radikalisierung und die strategischen Ziele des Al-Quaida-Netzwerks unter Osama bin Laden werden hier historisch nachgezeichnet.
2.2.3. Boko Haram: Dieses Unterkapitel untersucht die Ursprünge und die spezifische ideologische Ausrichtung der Terrorgruppierung Boko Haram in Nigeria.
3. Guerilla- und Partisanenkrieg: Die theoretischen Grundlagen des Partisanenkrieges sowie dessen Abgrenzung vom klassischen Krieg werden hier erörtert.
3.1. Kombattanten und Nichtkombattanten: Hier wird die völkerrechtliche Differenzierung zwischen Kombattanten und Zivilisten und deren Erosion in asymmetrischen Konflikten beleuchtet.
3.2. Territorialität: Der tellurische Charakter und die Bedeutung des Raumes für die Kriegsführung von Partisanen stehen im Zentrum dieses Kapitels.
3.3. Temporalität: Dieser Abschnitt thematisiert den Zeitfaktor und die Strategie der Verzögerung als wesentliche Merkmale des Partisanenkrieges.
4. Abschließender Vergleich: Sind die Kriterien zur Bestimmung von Al-Quaida, ISIS und Boko Haram hinreichend, um diese Organisationen als Terrorismus im Unterschied zum Partisanenkrieg zu bestimmen?: Das Fazit führt die Analysen zusammen und bewertet die Trennlinien zwischen Terrorismus und Partisanenkrieg anhand der betrachteten Fallbeispiele.
Asymmetrische Kriegführung, Terrorismus, Partisanenkrieg, Guerilla, Al-Quaida, Islamischer Staat, Boko Haram, Afghanistan, Clausewitz, Nichtkombattanten, Dschihad, Radikalisierung, Gewaltmonopol, Ideologie, Kriegsvölkerrecht
Die Arbeit befasst sich mit der Transformation der Kriegsführung von klassischen Staatenkriegen hin zu asymmetrischen Konflikten, in denen Terrorismus und Guerilla-Strategien eine zentrale Rolle spielen.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Abgrenzung von Terrorismus, Guerilla- und Partisanenkrieg sowie die detaillierte Analyse von Konflikten in Afghanistan und die Rolle moderner Terrororganisationen.
Das Ziel ist es zu klären, ob die existierenden wissenschaftlichen Kriterien ausreichen, um Organisationen wie ISIS, Al-Quaida und Boko Haram eindeutig als Terrorismus zu klassifizieren und von klassischen Partisanenkriegern abzugrenzen.
Es wird eine systematische Analyse und ein theoretischer Vergleich von Kriegsformen basierend auf politikwissenschaftlicher Fachliteratur sowie die Untersuchung spezifischer Fallbeispiele (Afghanistan) angewandt.
Der Hauptteil behandelt theoretische Definitionen von Krieg, Terrorismus und Partisanentum, analysiert deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede und bietet einen historischen Einblick in die Konfliktgeschichte Afghanistans sowie die Strukturen moderner Terrorgruppen.
Asymmetrische Kriegführung, Terrorismus, Partisanenkrieg, Al-Quaida, Islamischer Staat, Boko Haram, Afghanistan, Kriegsvölkerrecht.
Das Fallbeispiel Afghanistan dient als empirische Basis, um die Wandlung von Widerstandskämpfern und die Auswirkungen asymmetrischer Kriegsführung auf die Zivilbevölkerung sowie die Erosion staatlicher Strukturen aufzuzeigen.
Der Autor unterscheidet primär durch den „tellurischen Charakter“ (Bezug zum eigenen Territorium) und die Art der Zielsetzung: Während Partisanen um die Rückgewinnung ihres Landes kämpfen, agieren moderne Terrorgruppen global und zielen mutwillig auf die psychische Erschütterung der Zivilbevölkerung ab.
Der Autor kommt zu dem Schluss, dass die Kriterien für Terrorismus auf ISIS, Al-Quaida und Boko Haram aufgrund ihrer globalen Ambitionen, der mangelnden Bindung an das eigene Territorium und der willkürlichen Gewalt gegen Zivilisten eindeutig zutreffen.
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