Magisterarbeit, 2008
100 Seiten, Note: 2,0
Die vorliegende Arbeit untersucht die Figur des Don Juan in Peter Handkes Erzählung „Don Juan (erzählt von ihm selbst)“ und analysiert, inwieweit diese Darstellung in die Tradition des Don Juan-Stoffes passt. Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung des Don Juan-Mythos vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart und untersucht die verschiedenen Interpretationen des Verführers in Werken von Tirso de Molina, Molière, Mozart und Grabbe.
Die Einleitung führt in das Thema der Arbeit ein und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Identität des Don Juan und seiner Relevanz in der heutigen Zeit.
Kapitel 2 befasst sich mit der Tradition des Don Juan-Stoffes und untersucht vier wichtige Werke: Tirso de Molinas „Don Juan – Der Verführer von Sevilla und der steinerne Gast“, Molières „Don Juan oder Der steinerne Gast“, Mozarts „Der bestrafte Verführer oder Don Giovanni“ sowie Grabbes „Don Juan und Faust“. Anhand dieser Werke werden die Entwicklungen und Veränderungen des Don Juan-Mythos dargestellt.
Kapitel 3 konzentriert sich auf Peter Handkes „Don Juan (erzählt von ihm selbst)“ und analysiert die Figuren, Symbole, Motive und den Stil der Erzählung.
Kapitel 4 untersucht, inwieweit Handkes Don Juan in die Tradition des Don Juan-Stoffes passt und welche Besonderheiten seine Darstellung aufweist.
Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse der Arbeit zusammen und reflektiert die Relevanz der Don Juan-Figur für die heutige Zeit.
Die Arbeit befasst sich mit den Schlüsselbegriffen Don Juan, Verführer, Mythos, Tradition, Literatur, Theater, Musik, Identität, Relevanz, Frauen, Zeit, Gegenwart, Interpretation, Analyse, Vergleich, Handke.
In seiner Erzählung „Don Juan (erzählt von ihm selbst)“ bricht Handke mit der traditionellen Darstellung des unersättlichen Verführers. Sein Don Juan ist eher ein Suchender, der durch Schauen und Hören sowie eine tiefe Trauer charakterisiert wird.
Die Arbeit analysiert vier zentrale Vorläufer: Tirso de Molinas „Verführer von Sevilla“, Molières „Don Juan“, Mozarts Oper „Don Giovanni“ und Grabbes „Don Juan und Faust“.
Der Mythos fasziniert seit fast 400 Jahren, weil er universelle Fragen nach Identität, Begehren, Schuld und der Auflehnung gegen gesellschaftliche oder göttliche Normen behandelt.
Handke entfernt sich von der äußeren Handlung des „bestraften Verführers“. Er nutzt Symbole, Naturbeschreibungen und einen reflexiven Stil, um eine Figur des 21. Jahrhunderts zu schaffen, die nicht mehr in das klassische Schema passt.
Anders als in der Tradition, wo Frauen oft Opfer oder Rächerinnen sind, werden sie bei Handke in einem neuen Licht dargestellt, das weniger auf Eroberung als auf Begegnung und Wahrnehmung basiert.
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