Masterarbeit, 2021
67 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1 Definition Homeoffice
2.2 Verbreitung des Telearbeitskonzeptes
3. Der Einfluss des Homeoffice-Konzeptes auf den organisationalen Rahmen
3.1 Kommunikation
3.2 Führungsstil
3.3 HR-Unterstützung
4. Forschungsmethodik
4.1 Forschungsdesign
4.1.1 Untersuchungsdesign
4.1.2 Erhebungsmethode: Experteninterview mit Leitfaden
4.1.3 Leitfadenkonstruktion
4.2 Forschungsreflektion
4.2.1 Zugang zum Feld und Sampling
4.2.2 Datenerhebung
4.2.3 Transkription
4.3 Auswertungsinstrument Qualitative Inhaltsanalyse
4.3.1 Inhaltlich-strukturierende qualitative Inhaltsanalyse
4.3.2 Anwendung der qualitativen Inhaltsanalyse in der Empirie
5. Diskussion mit Stellungnahmen aus den Experteninterviews
5.1 Ergebnisdarstellung der Experteninterviews
5.2 Diskussion der Ergebnisse
6. Fazit & Implikationen
6.1 Implikationen für die Praxis
6.2 Limitationen und Implikationen für die Forschung
6.3 Zusammenfassung und Fazit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die Auswirkungen des Homeoffice-Konzepts auf den organisationalen Rahmen in Zeiten der Corona-Pandemie zu analysieren, Veränderungen zu identifizieren und Handlungsempfehlungen für eine effiziente Gestaltung der flexiblen Arbeitsweise abzuleiten.
3.1 Kommunikation
Während die Arbeit im konventionellen Büro durch Gespräche von Angesicht zu Angesicht, sog. face-to-face Gespräche, gekennzeichnet ist, ist diese Interaktionsform nur in reduziertem Maße auf die Homeoffice-Situation übertragbar. Die Arbeitsform charakterisiert sich vielmehr über eine vermehrte Nutzung medienbasierter, vermittelnder Kommunikation (vgl. Dahlstrom 2013, Cooper und Kurland 2002).
Durch die vorwiegend über E-Mail, Telefon als auch Videokonferenzen computergestützte Kommunikation, werden viele Veränderungen auf Interaktionsebene bedingt. In diesem Zusammenhang wird auf eine reduzierte Vermittlung von sozioemotionalen Informationen hingewiesen. Im Vergleich zur persönlichen Rückmeldung lässt sich Feedback im virtuellen Kontext unter dem Einsatz elektronischer Medien mit weniger Respekt und Anerkennung übermitteln.
Weiterhin decken elektronische Medien eine geringere Anzahl von Kommunikationskanälen, v.a. im Bereich der Optik und Akustik, ab. So kann der Kommunikationsprozess in die Länge gezogen werden, da non-verbale Rückmeldungen hintenangesetzt werden müssen (vgl. Konradt und Hertel 2002: 82ff., Offstein 2010).
Die eingeschränkten Interaktionsmöglichkeiten mit Kollegen im Homeoffice werden dabei mit sozialen Isolationswahrnehmungen in Verbindung gebracht, welche in starker Abhängigkeit von der Intensität der Homeoffice-Nutzung stehen (vgl. Baruch 2001, Perez et al. 2002; Cooper und Kurland, 2002, Gajendran und Harrison 2007, Allen et al. 2015, Lengen et al. 2021). Die Gewährung von einzelnen Präsenztagen wird dahingehend mit einem reduzierten Isolationsempfinden assoziiert (vgl. Perez 2002, Allen et al. 2015, Gajendran und Harrison 2007).
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Wandel der Arbeitswelt durch die Corona-Pandemie und definiert die Zielsetzung sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff Homeoffice, grenzt ihn von anderen flexiblen Arbeitsformen ab und beschreibt dessen Verbreitung.
3. Der Einfluss des Homeoffice-Konzeptes auf den organisationalen Rahmen: Hier wird der Forschungsstand zu den Bereichen Kommunikation, Führungsstil und HR-Unterstützung im Homeoffice-Kontext dargestellt.
4. Forschungsmethodik: Das Kapitel erläutert das Forschungsdesign, die Methode der leitfadengestützten Experteninterviews sowie das Auswertungsinstrument der qualitativen Inhaltsanalyse.
5. Diskussion mit Stellungnahmen aus den Experteninterviews: Dieser Abschnitt präsentiert die empirischen Ergebnisse der Interviews und diskutiert sie im Vergleich zur bestehenden Literatur.
6. Fazit & Implikationen: Das abschließende Kapitel fasst die Ergebnisse zusammen, beantwortet die Forschungsfragen und leitet Implikationen für die Praxis sowie die Forschung ab.
Homeoffice, Telearbeit, Corona-Pandemie, Organisationaler Rahmen, Kommunikation, Führungsstil, HR-Unterstützung, Qualitative Inhaltsanalyse, Experteninterviews, Arbeitsorganisation, Virtuelle Zusammenarbeit, Führung auf Distanz, Soziale Isolation, Digitaler Wandel, Arbeitsplatzgestaltung.
Die Arbeit untersucht, wie das Homeoffice-Konzept, das während der Corona-Pandemie massiv an Bedeutung gewonnen hat, den organisationalen Rahmen von Unternehmen verändert hat.
Die zentralen Felder sind die Veränderungen in der internen Kommunikation, die notwendige Transformation von Führungsstilen auf Distanz sowie die Bedeutung von HR-Unterstützungsangeboten für die Mitarbeiter.
Das Ziel ist es, diese organisatorischen Veränderungen zu erfassen, sie theoretisch einzuordnen und auf Basis von Experteninterviews Handlungsempfehlungen für die effiziente Gestaltung der Arbeit im Homeoffice zu geben.
Die Arbeit basiert auf einem qualitativen Forschungsdesign. Es wurden leitfadengestützte Experteninterviews mit zehn Fachkräften aus verschiedenen Branchen geführt und mittels inhaltlich-strukturierender qualitativer Inhaltsanalyse nach Kuckartz ausgewertet.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des Homeoffice erläutert, gefolgt von einer detaillierten Analyse des Einflusses auf Kommunikation, Führung und HR, bevor die empirische Untersuchung und deren Diskussion folgen.
Wesentliche Begriffe sind Homeoffice, Telearbeit, Kommunikation, Führungsstil auf Distanz, organisationale Rahmenbedingungen und qualitative Inhaltsanalyse.
Die Arbeit zeigt, dass kulturelle Faktoren – etwa die Bereitschaft zur Machtübertragung an Mitarbeiter – eine entscheidende Rolle für die finale Gewährung von Homeoffice-Rechten spielen.
Die Kommunikation im Homeoffice ist stärker medienbasiert, was zu einer Reduzierung sozioemotionaler Informationen und non-verbaler Signale führt, was wiederum informelle Austauschmöglichkeiten einschränkt.
Da direkte verhaltensbasierte Kontrollen im Homeoffice unmöglich oder ineffizient sind, fungiert ein starkes Vertrauensverhältnis als Kontrollsubstitut, das die Grundlage für eine effiziente Zusammenarbeit bildet.
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass bei der älteren Generation der Mitarbeiter tendenziell ein höherer Schulungsbedarf hinsichtlich der digitalen Datenverarbeitung und der Anwendung neuer Tools besteht.
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