Masterarbeit, 2020
170 Seiten, Note: 1,3
Jura - Zivilrecht / Handelsrecht, Gesellschaftsrecht, Kartellrecht, Wirtschaftsrecht
1 Einleitung
1.1 Forschungsstand und Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Erkenntnisinteresse
1.3 Methodiken
1.3.1 Literaturarbeit
1.3.2 Experteninterviews
1.4 Aufbau der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Blockchain-Technologie
2.1.1 Begriffsdefinition
2.1.2 Distributed-Ledger-Technologie
2.1.3 Funktionsweise einer Blockchain
2.1.4 Typologie
2.2 Smart Contracts
2.2.1 Begriffsdefinition
2.2.2 Funktionsweise eines Smart Contracts in Ethereum
2.3 Fazit
3 Potenzial und Grenzen von Smart Contracts
3.1 Anwendungspotenzial von Smart Contracts
3.1.1 Wertpapierabwicklung
3.1.2 Kreditvergabe
3.1.3 Weitere Anwendungspotenziale
3.2 Technische Grenzen der Blockchain-Technologie
3.2.1 Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit
3.2.2 Anbindung der Blockchain an IT-Systeme
3.2.3 Off-Chain-Daten und Sicherheit in der Blockchain
3.2.4 Fehlender Standard
3.2.5 Lösungsvorschlag
3.3 Rechtliche Grenzen von Smart Contracts
3.3.1 Vertragsschluss mit Smart Contracts
3.3.2 Vertragsabwicklung mit Smart Contracts
3.4 Fazit
4 Kosten-Nutzen-Modell (KNM)
4.1 Anforderungen an das Kosten-Nutzen-Modell
4.2 Nutzung des Kosten-Nutzen-Modells
4.2.1 Definition des Problems
4.2.2 Auswahl von Alternativen
4.2.3 Erstellung eines Zielsystems
4.2.4 Gliederung und Gewichtung der Kriterien
4.2.5 Bewertung der Alternativen
4.2.6 Nutzenbewertung
4.2.7 Sensitivitätsanalyse
4.3 Kritische Würdigung des Modells
5 Zusammenfassung
5.1 Ergebnisse der Arbeit
5.2 Grenzen der Arbeit
5.3 Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, ein Kosten-Nutzen-Modell (KNM) zu entwickeln, welches Anwender dazu verpflichtet, eine ganzheitliche Analyse vor der Implementierung von Smart Contracts durchzuführen, um Fehlinvestitionen zu vermeiden und eine fundierte Entscheidungsbasis im Finanzsektor zu schaffen.
3.1.1 Wertpapierabwicklung
Die nachfolgenden Prozessschritte sind eine vereinfachte Darstellung der Abwicklung verbriefter (Vermögens-)Rechte und können abhängig von der Art des Wertpapiers, der Verwahrart, der Kontenart u. v. m. variieren.
Der Prozess der Wertpapierabwicklung lässt sich grob in Ordner, Clearing, Settlement und die Nebentätigkeiten unterteilen. Auch wenn der Prozess zunächst übersichtlich scheint, müssen zahlreiche Intermediäre nicht nur effektiv zusammenarbeiten, sondern benötigen auch viel Vertrauen.
Bei einer Order handelt es sich um die Beauftragung, ein Wertpapier zu kaufen bzw. zu verkaufen. Der Kunde kann die Order dabei entweder online oder über einen Kundenberater an seine Bank A weitergeben. Bank A leitet sodann diese Order über einen Broker, eine zentrale (Transaktions-)Bank oder an eine Clearingstelle weiter, die sodann eine (Transaktions-)Bank einschaltet. Allein für den Orderprozess kann es so unter Umständen vorkommen, dass mehrere Intermediäre eingeschaltet werden müssen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die vollständige Wertpapierabwicklung durchschnittlich zwischen zwei und drei Tagen dauern kann.
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Entwicklung von Blockchain und Smart Contracts ein und begründet die Relevanz der Arbeit durch die Beobachtung, dass viele Blockchain-Projekte aufgrund mangelnder Zielsetzung oder ganzheitlicher Planung scheitern.
2 Grundlagen: Das Kapitel definiert grundlegende Begriffe der Blockchain-Technologie sowie Smart Contracts und erläutert ihre technische Funktionsweise innerhalb des Ethereum-Netzwerks.
3 Potenzial und Grenzen von Smart Contracts: Hier werden Anwendungsfelder wie die Wertpapierabwicklung und Kreditvergabe analysiert, gefolgt von einer kritischen Betrachtung der technischen und rechtlichen Grenzen von Smart Contracts.
4 Kosten-Nutzen-Modell (KNM): In diesem Kapitel wird ein KNM nach dem Vorbild der Nutzwertanalyse entwickelt, um Unternehmen bei der ganzheitlichen Bewertung von Smart-Contract-Projekten zu unterstützen.
5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Ergebnisse der Arbeit, reflektiert deren Grenzen und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Notwendigkeit von Standards.
Blockchain, Smart Contracts, Kosten-Nutzen-Modell, Finanzsektor, Ethereum, Distributed-Ledger-Technologie, Nutzwertanalyse, Digitalisierung, Prozessoptimierung, Transaktionsabwicklung, Rechtliche Rahmenbedingungen, IT-Infrastruktur, Experteninterviews.
Die Arbeit analysiert den Einsatz von Smart Contracts im Finanzsektor und entwickelt ein Kosten-Nutzen-Modell, um eine ganzheitliche Entscheidungsfindung für Unternehmen zu ermöglichen.
Die Arbeit behandelt die technologischen Grundlagen der Blockchain, die Potenziale von Smart Contracts in Finanzprozessen, die bestehenden technischen und rechtlichen Barrieren sowie die strukturierte Analyse von Kosten und Nutzen.
Das primäre Ziel ist die Erstellung eines Kosten-Nutzen-Modells (KNM), das Anwender zwingt, vor der Implementierung von Smart Contracts eine ganzheitliche Betrachtung der Prozesse und Rahmenbedingungen vorzunehmen.
Es wurde eine Kombination aus einer umfassenden Literaturanalyse und qualitativen Experteninterviews angewendet, um Insiderwissen und praktische Erfahrungen in die Modellbildung einfließen zu lassen.
Der Hauptteil gliedert sich in die technologischen Grundlagen, eine Analyse von Anwendungspotenzialen im Finanzwesen, die Erörterung technischer und rechtlicher Grenzen sowie die detaillierte Vorstellung und Nutzung des entwickelten Kosten-Nutzen-Modells.
Die wichtigsten Schlagworte sind Blockchain, Smart Contracts, Kosten-Nutzen-Modell, Finanzsektor, Ethereum, Nutzwertanalyse und Prozessoptimierung.
Die Experten betrachten Smart Contracts als nützliches Werkzeug, insbesondere zur Automatisierung und Risikominimierung, mahnen jedoch zur Vorsicht bei der Prozessauswahl und betonen die Notwendigkeit technischer und rechtlicher Standards.
Viele Blockchain-Projekte scheitern, weil Kosten, Aufwand und die Eignung der Prozesse unterschätzt werden oder die strategische Zielsetzung fehlt; das Modell hilft, diese Schwachstellen im Vorfeld zu identifizieren.
Nach ausführlicher Analyse kommt die Arbeit zu dem Schluss, dass Smart Contracts aus technischer Sicht zwar automatisierte Protokolle sind, sie aber im Einzelfall bei entsprechender rechtlicher Gestaltung als Grundlage für wirksame Verträge dienen können.
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