Bachelorarbeit, 2021
55 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Definitorische Grundlagen der CEO-Persönlichkeit
2.1 Persönlichkeit
2.2 Führung
3 Theoretische Grundlagen zur Erforschung der CEO-Persönlichkeit
3.1 Modelle zur Erfassung der Persönlichkeit
3.1.1 Fünf-Faktor-Modell
3.1.2 Positive Selbstachtung
3.1.3 Integratives Modell der Persönlichkeitswesenszüge
3.2 Upper Echelons Theorie
4 Literaturüberblick: Identifizierte Führungsimplikationen der CEO-Persönlichkeit
4.1 Implikationen der Persönlichkeitswesenszüge des Fünf-Faktor-Modells
4.1.1 Offenheit für Erfahrungen
4.1.2 Gewissenhaftigkeit
4.1.3 Extraversion
4.1.4 Verträglichkeit
4.1.5 Neurotizismus
4.2 Implikationen der Persönlichkeitsmerkmale der positiven Selbstachtung
4.2.1 Zentrale Selbstbewertung
4.2.2 Narzissmus
4.2.3 Hybris/Selbstüberschätzung
4.3 Zusammenfassung im integrativen Modell der Persönlichkeitswesenszüge
5 Analyse und Identifikation zukünftigen Forschungsbedarfs
5.1 Identifikation des idealtypischen CEOs
5.2 Ausblick auf zukünftigen Forschungsbedarf
6 Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den aktuellen Forschungsstand zu den Auswirkungen verschiedener CEO-Persönlichkeitsmerkmale auf die strategische Führung zu systematisieren. Dabei wird analysiert, wie diese Merkmale strategische Entscheidungen, die Außenwahrnehmung und die Arbeit des Top Management Teams beeinflussen, um daraus ein idealtypisches Profil für verschiedene Führungsaufgaben abzuleiten.
4.1.2 Gewissenhaftigkeit
In der psychologischen Literatur herrscht Konsens darüber, dass Gewissenhaftigkeit einen negativen Bezug zu riskanten Verhaltensweisen hat (de Vries, de Vries, & Feij, 2009: 539; Nicholson, Soane, Fenton-O’Creevy, & Willman, 2005: 164). Untersuchungen im Bereich Führung belegen, dass gewissenhafte Führungskräfte sich aufgrund ihrer Vorsicht Veränderungen widersetzen und somit Innovationen verhindern (Hogan & Hogan, 2001: 48; Judge, Piccolo, & Kosalka, 2009). Sie neigen folglich eher dazu etablierten Vorgehensweisen bzw. Führungsschemata zu folgen (Peterson et al., 2003: 798). Im Hinblick auf gewissenhafte CEOs ist diese geringe strategische Risikobereitschaft durch Benischke et al. (2019: 168) dokumentiert. Es konnte zudem beobachtet werden, dass TMTs das Bedürfnis zur Regelbefolgung und Kontrolle der Umwelt adaptieren, sofern sie von einem gewissenhaften CEO angeführt werden (Peterson et al., 2003: 805).
Auf Dauer führen die zuvor beschriebenen Verhaltensweisen zu einem eingeschränkten und selektiven Sichtfeld (Nadkarni & Herrmann, 2010: 1053). Für eine strategisch flexible Führung benötigte Signale des Marktes werden folglich weder wahrgenommen, noch verstanden (Johnson, Lee, & Grohmann, 2003: 87). Entsprechend ist für gewissenhafte CEOs ein negativer Einfluss auf die strategische Flexibilität, sowie die Initiation von strategischem Wandel dokumentiert (Herrmann & Nadkarni, 2014: 1332; Nadkarni & Herrmann, 2010: 1065).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die steigende Bedeutung von CEOs für den Unternehmenserfolg und begründet die Relevanz der Untersuchung ihrer psychologischen Persönlichkeitsmerkmale für die strategische Führung.
2 Definitorische Grundlagen der CEO-Persönlichkeit: In diesem Kapitel werden die Kernbegriffe Persönlichkeit und strategische Führung definiert und in den spezifischen Kontext der CEO-Position eingeordnet.
3 Theoretische Grundlagen zur Erforschung der CEO-Persönlichkeit: Es werden relevante Persönlichkeitsmodelle, insbesondere das Fünf-Faktor-Modell und das Konzept der positiven Selbstachtung, vorgestellt und zu einem integrativen Modell synthetisiert.
4 Literaturüberblick: Identifizierte Führungsimplikationen der CEO-Persönlichkeit: Dieser Teil bietet eine systematische Auswertung des Forschungsstandes zu den Auswirkungen verschiedener Persönlichkeitsdimensionen auf zentrale Funktionen der strategischen Führung.
5 Analyse und Identifikation zukünftigen Forschungsbedarfs: Auf Basis des Literaturüberblicks wird der idealtypische CEO für spezifische Aufgaben konstruiert und eine Agenda für zukünftige wissenschaftliche Untersuchungen vorgeschlagen.
6 Fazit: Das Fazit reflektiert die zentralen Ergebnisse der Analyse, diskutiert die Limitationen der aktuellen Studienlage und unterstreicht die Notwendigkeit einheitlicher Forschungsmethoden.
CEO-Persönlichkeit, strategische Führung, Fünf-Faktor-Modell, positive Selbstachtung, strategischer Wandel, Narzissmus, Upper Echelons Theorie, Risikobereitschaft, Unternehmensperformance, Top Management Team, Innovation, Gewissenhaftigkeit, Extraversion, Hybris, zentrale Selbstbewertung.
Die Arbeit untersucht den Einfluss der Persönlichkeit von Chief Executive Officers (CEOs) auf deren strategisches Führungsverhalten und die daraus resultierenden Auswirkungen auf das Unternehmen.
Zentrale Themen sind die Persönlichkeitsmodelle Fünf-Faktor-Modell und positive Selbstachtung, die Upper Echelons Theorie sowie verschiedene Aspekte strategischer Führung wie Wandel, Außenwahrnehmung und Zusammenarbeit im Top Management Team.
Das Ziel ist es, den aktuellen Forschungsstand zu systematisieren und die Persönlichkeit eines idealtypischen CEOs für verschiedene strategische Führungsaufgaben zu konstruieren.
Die Arbeit basiert auf einer umfassenden, konzeptionellen Literaturrecherche in wissenschaftlichen Fachdatenbanken, deren Ergebnisse systematisch analysiert und zu einem integrativen Modell zusammengeführt werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung, einen umfangreichen Literaturüberblick zu einzelnen Persönlichkeitsdimensionen und eine darauf aufbauende Analyse des idealtypischen CEOs für unterschiedliche Aufgabenbereiche.
Wichtige Begriffe sind CEO-Persönlichkeit, strategische Führung, Fünf-Faktor-Modell, Narzissmus, Upper Echelons Theorie und strategischer Wandel.
Narzisstische CEOs neigen dazu, junge und unerfahrene Mitglieder mit niedrigem Status in ihr TMT aufzunehmen, da diese das Verhalten des CEO in der Regel nicht hinterfragen und besonders loyal sind.
Der für die Strategieimplementation prädestinierte CEO zeichnet sich durch ein hohes Maß an Gewissenhaftigkeit, Extraversion und zentraler Selbstbewertung sowie niedrigeren Ausprägungen von Neurotizismus und Verträglichkeit aus.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

