Masterarbeit, 2021
155 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1. Relevanz des Themas und Forschungsfrage
1.2. Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
2. Methodisches Vorgehen
3. Geschlechtsspezifische Unterschiede in Führungsstilen
3.1. Führung und Führungsstile
3.2. Theorien der Geschlechterunterschiede
3.3. Geschlechtsspezifische Unterschiede in der Führungsforschung
3.4. Selbst- und Fremdeinschätzungen: Studienergebnisse zu Unterschieden
3.5. Erkenntnisse der qualitativen Interviews
4. Frauen im Spannungsverhältnis in männerdominierter Führung
4.1. Theorie der Rollenkongruenz
4.2. Auswirkungen der Theorie der Rollenkongruenz
4.3. Erkenntnisse der qualitativen Interviews
5. Weibliche Führung durch männliche Vorbilder
5.1. Entwicklung des professionellen Selbstkonzepts durch Vorbilder
5.2. Herausforderungen für weibliche Führungskräfte
5.3. Erkenntnisse der qualitativen Interviews
6. Empathie
6.1. Definition und Messinstrumente
6.2. Geschlechtsspezifische Unterschiede in Empathie
6.3. Empathie und Führungserfolg
6.4. Erkenntnisse der qualitativen Interviews
7. Diskussion
7.1. Diskussion der Ergebnisse
7.2. Diskussion der Methodik
8. Fazit
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Herausforderungen und Vorteile, denen weibliche Führungskräfte im organisationalen Kontext gegenüberstehen, mit einem besonderen Fokus auf die Eigenschaft der Empathie. Die Forschungsfrage zielt darauf ab zu klären, wie weibliche Führungskräfte ihre Rolle wahrnehmen und inwieweit Empathie als Erfolgsfaktor oder Spannungsquelle fungiert.
4.1. Theorie der Rollenkongruenz
Die Theorie der Rollenkongruenz (engl. Role Congruity Theory) basiert auf der sozialen Rollentheorie. Eagly (1987) betont in dem Konzept der sozialen Rollen neben dem deskriptiven auch den normativen Charakter der Erwartungen an eine Geschlechterrolle: „These beliefs are more than beliefs about the attributes of women and men: Many of these expectations are normative in the sense that they describe qualities or behavioral tendencies believed to be desirable for each sex.” (Eagly, 1987, 13). Daraus ergibt sich die Schlussfolgerung, dass die soziale Rollentheorie zwei Arten von Erwartungen bzw. Normen beinhaltet. Zum einen beinhaltet sie „descriptive norms“, folglich beschreibende Normen. Dies sind übereinstimmende Erwartungen darüber, was Mitglieder einer Gruppe tatsächlich tun. Zum anderen beinhaltet die Theorie „injunctive norms“. Diese beschreiben übereinstimmende Erwartungen darüber, was eine Gruppe von Menschen tun sollte oder idealerweise tun würde.
Die beschreibenden Normen sind synonym mit Stereotypen zu verstehen, wohingegen „injunctive norms“, im Folgenden „normative Erwartungen“, ein normatives Element hinzufügen, welches nicht im Stereotyp-Konstrukt enthalten ist (Eagly/Karau, 2000, 574). Dennoch gibt es erhebliche Überschneidungen zwischen dem Inhalt der deskriptiven und normativen Elemente von Geschlechtsstereotypen (Heilman et al., 2004, 416). Der Begriff der Geschlechterrolle bezieht sich demnach auf eine Sammlung von sowohl deskriptiven als auch normativen Erwartungen, die an Frauen und Männer gestellt werden (Eagly/Karau, 2000, 574).
1. Einleitung: Relevanz der Unterrepräsentanz von Frauen in Führungspositionen und Einführung der zentralen Forschungsfrage zum Einfluss von Empathie.
2. Methodisches Vorgehen: Erläuterung des qualitativen Forschungsdesigns basierend auf acht Experteninterviews mit weiblichen Führungskräften.
3. Geschlechtsspezifische Unterschiede in Führungsstilen: Diskussion theoretischer Erklärungsansätze und der Studienlage zu Führungsstilen unter Berücksichtigung von Selbst- und Fremdeinschätzungen.
4. Frauen im Spannungsverhältnis in männerdominierter Führung: Untersuchung der Theorie der Rollenkongruenz und der daraus resultierenden Herausforderungen für Frauen.
5. Weibliche Führung durch männliche Vorbilder: Analyse der Bedeutung von Rollenmodellen für die Entwicklung eines professionellen Selbstkonzepts.
6. Empathie: Definition des Konstrukts Empathie sowie wissenschaftliche Debatte über deren Einfluss auf Führungserfolg und Gender-Unterschiede.
7. Diskussion: Synthese der gewonnenen theoretischen und empirischen Erkenntnisse sowie kritische Reflexion der Forschungsmethodik.
8. Fazit: Zusammenfassende Betrachtung der Ergebnisse und Implikationen für die Gleichstellungspolitik in Unternehmen.
Empathie, Führungserfolg, Gender, Rollenkongruenz, Vorbilder, Weibliche Führung, Organisationskultur, Führungskompetenzen, Transformationales Führen, Diskriminierung, Diversity, Rollentheorie, Management, Geschlechterrollen, Kommunikation.
Die Arbeit untersucht, wie weibliche Führungskräfte in einer oft von Männern dominierten Arbeitswelt erfolgreich agieren können, welchen spezifischen Herausforderungen sie begegnen und welche Rolle die Eigenschaft der Empathie dabei spielt.
Die zentralen Themen umfassen geschlechtsspezifische Unterschiede bei Führungsstilen, die Theorie der Rollenkongruenz, die Suche nach geeigneten Vorbildern sowie die wissenschaftliche Bewertung von Empathie als Erfolgsfaktor.
Das Hauptziel ist es, die Herausforderungen und Vorteile für weibliche Führungskräfte im Zusammenhang mit Empathie im Führungskontext auf Basis wissenschaftlicher Literatur und qualitativer Interviews darzustellen.
Die Autorin kombiniert eine fundierte Literaturrecherche mit einem qualitativ-empirischen Forschungsdesign, bestehend aus acht Interviews mit weiblichen Führungskräften unterschiedlicher Branchen.
Der Hauptteil analysiert, wie sich geschlechtsspezifische Rollenerwartungen auf die Bewertung von Führungskräften auswirken, warum Vorbilder für Frauen wichtig sind und inwieweit Empathie die Führungseffektivität beeinflusst.
Wichtige Begriffe sind unter anderem: Weibliche Führung, Rollenkongruenz, Empathie, Führungserfolg und geschlechtsspezifische Unterschiede.
Die Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass Empathie zwar positiv mit Führungseffektivität korreliert, jedoch die Ausübung des Führungsstils (z.B. transformational) für den Erfolg oft ausschlaggebender ist als das Geschlecht allein.
Die Interviewten berichten, dass sie ihre Führungsstile oft durch eine Kombination aus "Learning by Doing" (der sogenannten „school of hard knocks“), formaler Weiterbildung und der bewussten Selektion positiver Attribute verschiedener Vorgesetzter entwickeln.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

