Masterarbeit, 2017
75 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Stand der Technik
2.1 Fügeverfahren
2.2 Herstellung von Hybridverbindungen
2.2.1 Post-Mould Assembly (PMA)
2.2.2 In-Mould Assembly (IMA)
2.3 Haftungstheorien
2.3.1 Mechanische Adhäsion
2.3.2 Spezifische Adhäsion
2.3.3 Haftungsmechanismen zwischen Metall und Kunststoff
2.4 Licht
2.4.1 Laser
2.4.2 Infrarot Strahlung
3 Umsetzung
4 Experimenteller Teil
4.1 Probenherstellung
4.1.1 Verwendete Materialen und Geometrien
4.1.2 Oberflächenvorbehandlung
4.1.3 Fügeprozess
4.2 Prüf- und Untersuchungsverfahren
4.2.1 Infrarotthermografie
4.2.3 Zugscherprüfung
4.2.4 Modifizierter LWF-KSII-Prüfung
5 Ergebnisse und Auswertung
5.1 Thermografie
5.2 Laserstrukturierung
5.3 mechanische Charakterisierung
5.3.1 Zugscherprüfung
5.3.2 Zugscherfestigkeiten im Vergleich
5.3.3 Modifizierte LWF-KSII-Prüfung
5.4 Bruchbildauswertung
5.4.1 Zugschergeometrie
5.4.2 Modifizierte LWF-KSII-Geometrie
6 Zusammenfassung und Ausblick
Anhang
A Fügetabellen
B Datenblätter
C Laserstrukturierung
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung des thermischen Direktfügens mittels Laser als effiziente Alternative zu klassischen Fügeverfahren wie Nieten oder Kleben bei Metall-Kunststoff-Hybridverbindungen. Dabei wird insbesondere der Einfluss verschiedener Laserparameter und Oberflächenvorbehandlungen auf die Festigkeit der Verbindungen analysiert.
2.4.1 Laser
Laser steht für „Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation“, zu Deutsch „Licht Verstärkung durch stimulierte Emission von Strahlung“. Der Begriff beschreibt sowohl den physikalischen Effekt sowie auch die Geräte, die diesen ausnutzen. Diese bestehen aus drei Grundbestandteilen: einem aktiven Medium, einer Pumpquelle und einem Resonator. Das Medium kann aus Feststoffen (z.B. Halbleiterkristalle), Flüssigkeiten (z.B. Farbstofflösungen) oder gasförmig Stoffen (z.B. CO2) bestehen. In dieses wird durch die Pumpe Energie in Form von Strom oder Licht eingeführt, um dort das Niveau der Elektronen anzuheben, was man auch als „pumpen“ bezeichnet. Danach wird Licht mit gleichen Eigenschaften wie das zu emittierende zugeführt, was eine stimulierte Emission, wie in Abbildung 2.9 dargestellt, auslöst. Das eingestrahlte Photon bewegt sich mit dem emittierten weiter und so wird eine Kettenreaktion ausgelöst. Dabei sorgt der Resonator, bei dem es sich um ein Spiegelsystem handelt, dafür dass die Photonen gleicher Energie und gleichen Impulses das Lasermedium nur an durch ein Glasfaserkabel verlassen. [23]
Seit den 60er Jahren sind Laser ein immer größerer Bestandteil industrieller Produktionsprozesse. Der gesamte Anwendungsbereich für Laser erstreckt sich über [24]:
• Medizin
• Informations- und Kommunikationstechnik
• Unterhaltungstechnik
• Messtechnik
• Materialbearbeitung
Laser werden allgemein nach ihrem Medium unterteilt, sowie in Dauerstrich- (auch „continuous-wave“) und Pulslaser, dieser erzeugt im Gegensatz zu ersterem frequentierende Strahlung [23].
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die Relevanz des Leichtbaus für die Industrie und stellt die Forschungsfrage nach der Effizienz des thermischen Direktfügens mittels Laser im Vergleich zu etablierten Fügeverfahren dar.
2 Stand der Technik: Hier werden gängige Fügeverfahren, die Herstellung von Hybridverbindungen, physikalische Haftungstheorien sowie die Grundlagen von Licht und Laserbearbeitung als theoretische Basis erläutert.
3 Umsetzung: Das Kapitel erläutert die methodische Vorgehensweise, insbesondere die Optimierung der Temperaturverteilung mittels Lissajou-Figuren bei der Laserbearbeitung zur Erzielung einer homogenen Fügung.
4 Experimenteller Teil: Dieser Abschnitt beschreibt detailliert die Probenherstellung, die verwendeten Werkstoffpaarungen, die verschiedenen Oberflächenvorbehandlungen sowie die angewandten Prüfverfahren.
5 Ergebnisse und Auswertung: Hier werden die Ergebnisse der thermografischen Analysen, der Laserstrukturierung und der mechanischen Prüfverfahren sowie die Bruchbildauswertung präsentiert und diskutiert.
6 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zur Eignung des laserinduzierten Direktfügens zusammen und diskutiert Potenziale für eine zukünftige industrielle Anwendung.
Leichtbau, Hybridverbindungen, Metall-Kunststoff, thermisches Direktfügen, Laser, Infrarotthermografie, Zugscherprüfung, LWF-KSII-Prüfung, Adhäsion, Oberflächenstrukturierung, Haftvermittler, Vestamelt, Tepex, Werkstoffpaarung, Festigkeitsanalyse.
Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Festigkeit von Metall-Kunststoff-Hybridverbindungen, die durch laserinduziertes thermisches Direktfügen hergestellt wurden.
Zentrale Themen sind die thermische Fügetechnik, die physikalische Adhäsion, Laserbearbeitung von Werkstoffen sowie die mechanische Prüfung von Hybridbauteilen.
Das Hauptziel ist die Untersuchung der Festigkeit lasergefügter Hybridverbindungen und die Optimierung des Fügeprozesses hinsichtlich der Temperaturverteilung, um effizientere Alternativen zu klassischen Fügeverfahren zu finden.
Es werden experimentelle Methoden wie Infrarotthermografie zur Prozessüberwachung sowie mechanische Prüfverfahren wie die Zugscherprüfung und die modifizierte LWF-KSII-Prüfung angewandt.
Der Hauptteil umfasst die detaillierte Beschreibung der Probenherstellung, die Analyse der Fügeparameter, die Durchführung der thermografischen Untersuchungen sowie die systematische mechanische Auswertung der Versuche.
Die wichtigsten Begriffe sind Leichtbau, Hybridverbindungen, thermisches Direktfügen, Laserbearbeitung und mechanische Charakterisierung.
Die Laserstrukturierung ermöglicht durch eine definierte Oberflächenform eine mechanische Verankerung der Kunststoffschmelze, was die Adhäsion signifikant verstärkt und die Verbindungsfestigkeit positiv beeinflusst.
Die modifizierte LWF-KSII-Prüfung ist entscheidend, da sie Beanspruchungsrichtungen außerhalb der Fügeebene ermöglicht und somit realitätsnahe Belastungsszenarien im Vergleich zu reinen Zugscherversuchen abdeckt.
Aufgrund der unterschiedlichen thermischen Leitfähigkeit und Absorption erfordern Aluminiumlegierungen andere Laserparameter als Baustahl, wobei die homogenere Wärmeverteilung bei Aluminium eine Rolle für die Prozessstabilität spielt.
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