Bachelorarbeit, 1999
28 Seiten, Note: 2,3
Die vorliegende Bachelor-Arbeit beschäftigt sich mit Gustav Heinemann als einem der wichtigsten Gegenspieler Konrad Adenauers in der Debatte um Wiederbewaffnung, Westbindung und Deutsche Einheit. Ziel ist es, die Deutschlandkonzeptionen beider Politiker gegenüberzustellen und die sicherheitspolitischen Positionen relevanter Parteien und gesellschaftlicher Gruppen zu beleuchten. Die Arbeit untersucht auch, warum sich die westdeutsche Bevölkerung trotz anfänglicher Skepsis für die von Adenauer propagierte Prioritäten-Reihenfolge „Freiheit-Frieden-Einheit“ entschied und nicht das von Heinemann geforderte Primat der Wiedervereinigung unterstützte.
Die Einleitung stellt Gustav Heinemann als komplexe Persönlichkeit vor und erläutert den Kontext seiner Rolle als Gegenspieler Adenauers. Kapitel 2.1 beleuchtet die Kontroverse um Wiederbewaffnung, Westbindung und Deutsche Einheit, wobei Heinemanns Kritik an Adenauers Politik im Vordergrund steht. Kapitel 2.2 und 2.4 bieten einen biographischen Überblick über Heinemanns Leben und Wirken, während Kapitel 2.3 seine Deutschlandkonzeption im Detail darstellt. Schließlich wird in Kapitel 2.5 die Kontroverse um die Wiederbewaffnung aus historischer Perspektive betrachtet.
Die Arbeit beschäftigt sich mit zentralen Themen der deutschen Nachkriegsgeschichte, wie Wiederbewaffnung, Westbindung, Deutsche Einheit und dem Kalten Krieg. Sie analysiert die Deutschlandkonzeptionen von Gustav Heinemann und Konrad Adenauer sowie die Rolle der Parteien und gesellschaftlichen Gruppen in der Debatte. Wichtige Begriffe sind: „Petersberger Abkommen“, NATO, WEU, Korea-Krieg, Gesamtdeutsche Volkspartei (GVP), „Ernstfall Frieden“, und die Prioritäten-Reihenfolge „Freiheit-Frieden-Einheit“.
Im Zentrum steht der Konflikt um die Wiederbewaffnung, die Westbindung der Bundesrepublik und das Ziel der deutschen Wiedervereinigung zwischen 1949 und 1961.
Heinemann hielt am Primat der Wiedervereinigung fest und strebte ein blockfreies Gesamtdeutschland an, dessen Sicherheit durch Friedensverträge garantiert werden sollte.
Adenauer setzte auf die Westintegration und die „Politik der Stärke“ (Magnet-Theorie), wobei er die Teilung vorerst als Faktum akzeptierte.
Sein Konzept wurde angesichts des globalen Ost-West-Gegensatzes als unrealistisch empfunden; die Mehrheit bevorzugte die Priorität „Freiheit-Frieden-Einheit“.
Die von Heinemann gegründete Gesamtdeutsche Volkspartei (GVP) war sein Versuch, eine politische Mehrheit gegen Adenauers Kurs zu mobilisieren, was jedoch scheiterte.
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