Diplomarbeit, 2008
74 Seiten, Note: 2,7
1 Einführung
1.1 Motivation und Vorgehensweise
1.2 Allgemeine Fakten zur Musikindustrie
1.2.1 Begriff Musikindustrie
1.2.2 Zahlen der Musikindustrie
1.2.3 Die „Big Four“ und die „Indies“
2 Der Musikmarkt im Wandel der Zeit
2.1 Der traditionelle Musikmarkt
2.1.1 Die Musikanfänge
2.1.2 Die Entwicklungsgeschichte der Speichermedien
2.2 Der Weg zum Online-Musikmarkt
2.2.1 Geschichtlicher Kontext zum Internet
2.2.2 Die Anfänge der Musiktauschbörsen
2.2.2.1 Client-Server-Modell und Peer-To-Peer-Modell
2.2.2.2 Das digitale Musikformat MP3
2.2.2.3 Die Geschichte von Napster
2.2.3 Musikpiraterie im Internet heute
2.2.4 Grundtypen von Geschäftsmodellen für Musik im Internet
2.2.4.1 Unentgeltliche B2C-Services (Quadrant I)
2.2.4.2 Kostenpflichtige B2C-Services (Quadrant II)
2.2.4.3 Die unentgeltlichen und kostenpflichtigen P2P-Services (Quadranten III und IV)
2.3 Zwischenfazit Kapitel 2
3 Die Marktteilnehmer und die veränderten Wertschöpfungen der Musikindustrie
3.1 Weitere Marktteilnehmer der Musikindustrie
3.2 Die Wertschöpfungskette der Musikindustrie
3.2.1 Die traditionelle Wertschöpfung in der Musikindustrie
3.2.2 Die Wertschöpfung nach der Digitalisierung
3.3 Gesamtergebnis des dritten Kapitels
4 Die Geschäftsmodelle Musicload und iTunes im Vergleich
4.1 Die Analyse von Musicload
4.1.1 Design und Bedienungsfreundlichkeit
4.1.2 Angebot und Preise
4.1.3 Services und Promotion
4.1.4 Gesamtergebnis von Musicload
4.2 Die Analyse von iTunes
4.2.1 Design und Bedienungsfreundlichkeit
4.2.2 Angebot und Preise
4.2.3 Services und Promotion
4.2.4 Gesamtergebnis von iTunes
4.3 Das Gesamturteil der beiden Geschäftsmodelle
5 Mögliche zukünftige Modelle
5.1 Flatrate-Geschäftsmodell
5.2 Internetfähige MP3-Player
5.3 „Musictube“
6 Fazit
Diese Diplomarbeit untersucht die Zukunftsfähigkeit webbasierter Geschäftsmodelle für Musikdownloads im Internet. Im Zentrum steht die Analyse, ob Plattformen wie iTunes und Musicload langfristig am Markt bestehen können, welche ökonomischen Rahmenbedingungen hierfür erforderlich sind und wie sie sich gegenüber illegalen Angeboten behaupten können.
2.2.2.1 Client-Server-Modell und Peer-To-Peer-Modell
Als Computer noch unvorstellbar teuer, groß und selten waren, wurden sie nur in großen Firmen - wie Versicherungen oder staatlichen Behörden - eingesetzt und der Zugang war nur wenigen Auserwählten möglich. Aufgaben, die der Computer erledigen sollte, mussten von Spezialisten übernommen werden. Die Anweisungen wurden in so genannte Lochkarten gestanzt. Eine Aufgabe konnte einen ganzen Stapel solcher Lochkarten umfassen, der an einer zentralen Stelle in den Computer eingelesen und dann bearbeitet wurde. Viele Monitore mit je einer Tastatur waren an einen zentralen Server angeschlossen. Diese Art der Bedienung war mühselig, umständlich und teuer. Die Nutzungsweisen änderten sich zum Ende der 1970er/Anfang 1980er mit der Entwicklung der Personal Computer. Nun bestimmte jeder Benutzer selbst, welche Programme und Anwendungen auf seinem Rechner liefen. Zunächst waren die Computer noch isoliert, bis Netzwerke zur Kopplung von PCs entwickelt wurden. Hierbei gibt es zwei Ansätze: Das Client-Server-Modell und das Peer-To-Peer-Modell (P2P).
Beim Client-Server Modell gibt es einen zentralen Server, der dazu dient, z.B. Festplattenplatz, Drucker etc. den Clients zur Verfügung zu stellen. Oft läuft auf dem Server eine Datenbank, die von den Clients verwendet wird. Großer Vorteil dieses Modells ist die Tatsache, dass die Verwaltung der bereitgestellten Ressourcen zentral durchgeführt werden kann. Allerdings entsteht so auch ein großer Nachteil: Fiele dieser Server aus, so wäre das gesamte Netzwerk lahmgelegt.
1 Einführung: Hinführung zum Thema, Erläuterung der Motivation des Verfassers und Überblick über die Relevanz des digitalen Musikmarktes sowie die Vorgehensweise in der Arbeit.
2 Der Musikmarkt im Wandel der Zeit: Detaillierte Betrachtung der historischen Entwicklung des Musikmarktes von analogen Tonträgern über die Entstehung des Internets und der ersten Tauschbörsen bis hin zu heutigen Grundtypen digitaler Geschäftsmodelle.
3 Die Marktteilnehmer und die veränderten Wertschöpfungen der Musikindustrie: Analyse der Akteure in der Musikwirtschaft und Untersuchung der Wertschöpfungsketten vor und nach der Digitalisierung.
4 Die Geschäftsmodelle Musicload und iTunes im Vergleich: Empirischer Vergleich der beiden führenden Plattformen Musicload und iTunes unter Berücksichtigung von Design, Bedienung, Preispolitik und Service-Angeboten.
5 Mögliche zukünftige Modelle: Vorstellung und Diskussion innovativer Ansätze wie Flatrate-Modelle, internetfähige Endgeräte und plattformübergreifende Nutzerbeteiligungsmodelle.
6 Fazit: Zusammenfassende Beantwortung der Forschungsfragen und Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und Nachhaltigkeit legaler Musikdownload-Modelle.
Musikindustrie, Digitalisierung, Musikdownload, Geschäftsmodelle, Wertschöpfungskette, Musikpiraterie, Internet, Musicload, iTunes, Digital Rights Management, DRM, Tauschbörsen, Online-Handel, Flatrate, Musikmarketing.
Die Arbeit analysiert die aktuelle Lage und die Zukunftsaussichten webbasierter Geschäftsmodelle für Musikdownloads im Internet.
Neben der historischen Entwicklung des Musikmarktes stehen die Wertschöpfungsprozesse, die Analyse legaler Anbieter und die Problematik der Musikpiraterie im Mittelpunkt.
Das Ziel ist es, die Zukunftsfähigkeit von Musik-Download-Diensten wie iTunes und Musicload unter ökonomischen Aspekten zu beurteilen und Erfolgsfaktoren für das Überleben am Markt zu definieren.
Es wird eine strukturelle Analyse der Wertschöpfungskette sowie ein empirisch fundierter Vergleich der zwei Marktplattformen (iTunes vs. Musicload) auf Basis eines Kriterienkatalogs durchgeführt.
Der Hauptteil gliedert sich in die historische Marktanalyse, die Darstellung der veränderten Akteure und eine umfassende Stärken-Schwächen-Analyse der zwei führenden Portale.
Wichtige Begriffe sind Digital Rights Management (DRM), Wertschöpfungskette, Tauschbörsen, Online-Distribution und die ökonomische Struktur der Musikbranche.
Beide Modelle sind bisher erfolgreich, leiden jedoch unter internen Struktur- und Rechteproblemen (DRM) sowie einem teils unvollständigen Katalog, was das "Musikdownload-Traummodell" in Frage stellt.
Ein vom Autor entworfenes Modell, das sechs essenzielle Anforderungen definiert: Faire Preisgestaltung, vollständiges Angebot, Übersichtlichkeit, Zusatzservices, hohe Klangqualität und DRM-freie Portierbarkeit auf alle Endgeräte.
Der Autor argumentiert, dass eine starke Minimierung der Piraterie durch die Bereitstellung legaler, nutzerfreundlicher und widerspruchsfreier Alternativen die einzige nachhaltige Lösung für die Branche ist.
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