Bachelorarbeit, 2019
37 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
2 Faktenlage
2.1 Bedingungen und Ablauf einer Organspende
2.2 Zahlen in Deutschland
3 Hirntod: Tot genug für eine Organspende?
4 Organspende im LER - Unterricht
4.1 Einbettung in den LER - Rahmenlehrplan
4.2 Kompetenzziele
4.3 Methode: Fallanalyse
4.3.1 Der Fall
4.3.2 Spontanurteil
4.3.3 Sachanalyse
4.3.4 Ethische Analyse
4.3.5 Abschließendes Urteil
4.3.6 (Meta-)Reflexion
5 Fazit
Die Arbeit untersucht die ethische Urteilsbildung im schulischen Unterricht (LER) am Beispiel der Organspende, mit dem Ziel, eine didaktisch fundierte Unterrichtseinheit zu entwickeln, die Schülern hilft, eigene begründete Standpunkte zu diesem komplexen Thema zu finden.
4.3 Methode: Fallanalyse
Wie bei allen anderen Themen, kann man bei der Organspende verschiedene Unterrichtsmethoden einsetzen und jede hätte ihre Vor- aber auch Nachteile. Diese Entscheidung muss abhängig von der Klasse getroffen werden. Da ich keine Klasse habe, beleuchte ich das Thema nur theoretisch aus der didaktischen Perspektive und durchdenke einen möglichen Ansatz, wie Organspende in der Schule unterrichten könnte und eine Unterrichtseinheit somit zu füllen wäre.
Meines Erachtens bietet es sich an, die Methode der Fallanalyse als Grundlage zu nehmen. Bei der Ausarbeitung dessen stütze ich mich auf V. Pfeifer und H. Franzen. Eine Fallanalyse ist grob in Spontanurteil, Sachanalyse, Ethische Analyse und dem abschließenden Urteil gegliedert.
Anhand von Fallanalysen soll man den Lernenden zeigen, dass verschiedene, unter anderem medizinische, Praktiken nur aufgrund von gesellschaftlicher Akzeptanz durchgeführt werden können. Also ist es wichtig, sich im Vorfeld Gedanken zu bestimmten ethischen Themen zu machen, um gesellschaftlich wichtige Themen zu unterstützen oder sich gegen sie einzusetzen.
„Ob es um die gesellschaftliche oder die individuelle Perspektive geht – in beiden Fällen ist aus ethischer Perspektive das Ziel, sich ein wohlüberlegtes, gut begründetes Urteil zu bilden, geht es doch in der Ethik weniger darum, durch Rhetorik zu überzeugen, als vielmehr durch das bessere Argument. Fallanalysen eignen sich hervorragend, die Argumentations- und Urteilskompetenz der Schülerinnen und Schüler (weiter) zu entwickeln.“
Bei der Ausarbeitung der Fallanalyse werde ich mich an dem Schema zur ethischen Urteilsbildung von Henning Franzen aus dem Buch EinFach Philosophieren - Ethisch urteilen richten.
1 Einleitung: Die Autorin begründet die Relevanz des Themas Organspende und skizziert den Aufbau der Bachelorarbeit, die sowohl einen Informationsteil als auch eine didaktische Fallanalyse umfasst.
2 Faktenlage: Dieses Kapitel erläutert die biologischen und medizinischen Bedingungen der Organspende sowie die aktuelle statistische Situation in Deutschland.
3 Hirntod: Tot genug für eine Organspende?: Hier wird die medizinethische Debatte um den Hirntod als Kriterium für den Tod des Menschen kritisch beleuchtet.
4 Organspende im LER - Unterricht: Der didaktische Hauptteil widmet sich der Einbettung des Themas in den Rahmenlehrplan, der Formulierung von Kompetenzzielen und der detaillierten Beschreibung der Methode der Fallanalyse.
5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Eignung der Methode der Fallanalyse für das Thema Organspende im Ethikunterricht.
Organspende, Ethik, LER-Unterricht, Hirntod, Fallanalyse, Urteilsbildung, Transplantation, medizinische Ethik, Unterrichtsmethode, Organspendeausweis, moralische Entwicklung, Entscheidungsprozess, Partizipationskompetenz, Werte und Normen, Argumentation.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der didaktischen Aufbereitung des ethisch komplexen Themas Organspende für den Unterricht im Fach Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde (LER).
Zentral sind die medizinischen Fakten zur Organtransplantation, die kritische Diskussion des Hirntod-Konzepts sowie die Förderung ethischer Urteilskompetenz bei Jugendlichen.
Das Ziel ist es, eine Unterrichtseinheit mittels Fallanalyse zu konzipieren, die Schülern ermöglicht, eine begründete eigene Entscheidung zum Thema Organspende zu treffen.
Die Autorin nutzt die Methode der Fallanalyse nach Henning Franzen, die in die Schritte Spontanurteil, Sachanalyse, Ethische Analyse und abschließendes Urteil unterteilt ist.
Dort werden konkrete Unterrichtsschritte wie die Vorstellung eines Fallbeispiels, die Durchführung einer Pro-/Kontra-Debatte und die abschließende (Meta-)Reflexion erläutert.
Die wichtigsten Begriffe sind Organspende, Hirntod, ethische Urteilsbildung, Fallanalyse, LER-Unterricht und moralische Kompetenzentwicklung.
Sie argumentiert, dass Schüler in diesem Alter rechtlich in der Lage sind, Entscheidungen zu treffen und bereits über genügend kognitive Voraussetzungen für komplexe moralische Diskussionen verfügen.
Die Autorin schlägt das Beispiel der Sportlerin Chantal Bausch vor, die an Myokarditis erkrankt ist und ein Spenderorgan benötigt, um die Schüler zur Identifikation und Auseinandersetzung zu bewegen.
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