Bachelorarbeit, 2021
55 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Grundlagen
2.1 Abel’sches Theorem
2.2 Algebraische Differentialgleichung der ℘-Funktion
2.3 Modulformen
3 Überlagerungstheorie
3.1 Verzweigte Überlagerungen
3.2 Satz von Riemann-Hurwitz
3.3 Reihenentwicklungen der z0- und z1-Funktion
4 Jacobiformen
4.1 Definition von Jacobiformen
4.2 Strichoperator für Jacobiformen
4.3 Fourierentwicklung der ℘-Funktion
5 Beweis der Nullstellenformel
6 Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit hat zum Ziel, die explizite Berechnung sämtlicher Nullstellen der Weierstraß’schen ℘-Funktion auf Basis der mathematischen Erkenntnisse von M. Eichler und D. Zagier nachzuvollziehen und darzulegen.
Konstruktion der z0-Funktion
Es wurde gezeigt, dass in einem Gitter Γ = Z ⊕ Zτ stets zwei, nicht notwendigerweise verschiedene Nullstellen z±(τ ) modulo Gitter für die Weierstraß’sche ℘-Funktion vorliegen. Diese Abhängigkeit vom Gitter Γ kann insofern umgangen werden, als dass wir die Funktion z0(τ ) definieren, die diese Nullstellen in einer betrachteten Gittermasche repräsentiert. Dabei fixieren wir ein konkretes τ ∈ H und behandeln die lokale Nullstellenfunktion z0(τ ) in nur einer Variable. Es wird sich dann herausstellen, dass für eine konkrete Nullstelle z0(τ ) alle weiteren Nullstellen der ℘-Funktion angegeben werden können.
Dazu nutzen wir die bekannte Theorie der Riemann’schen Flächen, auf die im nächsten Kapitel noch ausführlicher eingegangen wird. Durch die Mehrwertigkeit der Funktion z0(τ ) formulieren wir diese auf einem analytischen Gebilde, welches im Gegensatz zur Riemann’schen Flächen Singularitäten der zu betrachtenden Funktion zulässt. Dieses ist dann genau die Nullstellenmenge der Weierstraß’schen ℘-Funktion
N := {(z, τ ) ∈ C × H | ℘(z, τ ) = 0} .
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die historische Entwicklung elliptischer Funktionen sowie die zentrale Fragestellung zur expliziten Nullstellenberechnung der Weierstraß’schen ℘-Funktion vor.
2 Grundlagen: Hier werden notwendige theoretische Konzepte wie das Abel’sche Theorem, algebraische Differentialgleichungen und die Theorie der Modulformen kurz rekapituliert.
3 Überlagerungstheorie: Dieser Teil führt verzweigte und unverzweigte Überlagerungen ein, um die Nullstellenmenge der ℘-Funktion analytisch zu charakterisieren.
4 Jacobiformen: Die Arbeit erweitert hier die Modulformen zu Jacobiformen, um die ℘-Funktion in zwei Variablen zu behandeln und ihre Fourierentwicklung zu bestimmen.
5 Beweis der Nullstellenformel: In diesem Kapitel werden alle erarbeiteten Erkenntnisse zusammengeführt, um den expliziten Beweis der Nullstellenformel von M. Eichler und D. Zagier zu erbringen.
6 Ausblick: Der abschließende Ausblick diskutiert verwandte mathematische Objekte wie die erste Weber-Funktion und die Jacobi-Eisensteinreihen.
Weierstraß’sche ℘-Funktion, Elliptische Funktionen, Nullstellen, Modulformen, Jacobiformen, Überlagerungstheorie, Gitter, Fourierentwicklung, Differentialgleichung, Riemann’sche Flächen, Abel’sches Theorem, M. Eichler, D. Zagier, Nullstellenformel
Die Arbeit beschäftigt sich mit der expliziten mathematischen Bestimmung aller Nullstellen der Weierstraß’schen ℘-Funktion.
Die zentralen Themen umfassen elliptische Funktionen, Modulformen, Jacobiformen sowie die Überlagerungstheorie von Riemann’schen Flächen.
Das Ziel ist der Nachweis der Nullstellenformel, wie sie von M. Eichler und D. Zagier veröffentlicht wurde.
Es werden Methoden der komplexen Analysis, der Funktionentheorie sowie die Theorie der Modulformen und Jacobiformen angewendet.
Der Hauptteil befasst sich mit der Konstruktion einer lokalen Nullstellenfunktion, der Theorie der Jacobiformen und dem schrittweisen Beweis der Nullstellenformel.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie ℘-Funktion, Modulformen, Jacobiformen und Nullstellenformel charakterisiert.
Die Komplexität der Nullstellenmenge erforderte tiefgreifende Argumente aus der Theorie der Modulformen und Jacobiformen, die erst durch die Arbeit von Eichler und Zagier in den 1980er Jahren zusammengeführt wurden.
Die z0-Funktion dient als lokale Darstellung einer Nullstelle, aus der durch Gittertranslationen alle weiteren Nullstellen der ℘-Funktion abgeleitet werden können.
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