Bachelorarbeit, 2019
31 Seiten, Note: 2,3
1. Einführung
2. Abgrenzung der unterschiedlichen Konzernspaltungsformen
2.1 Spin-off
2.2 Equity Carve-out
3. Motive zur Durchführung eines Spin-offs
3.1 Steigerung des Unternehmenswerts
3.2 Entflechtung der Unternehmensstruktur
3.3 Strategische Motive
4. Empirische Untersuchung der Veränderungen des Börsenwertes bei einem Spin-off
4.1 Fallbeispiel 1: E.ON SE und Uniper SE
4.2 Fallbeispiel 2: Siemens AG und Osram Licht AG
4.3 Fallbeispiel 3: Ceconomy AG und Metro AG
5. Zusammenfassung & Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht die Auswirkungen von Spin-offs auf den Börsenwert der beteiligten Unternehmen im deutschen Markt, um zu klären, inwieweit solche Konzernabspaltungen eine nachhaltige Wertsteigerung für die Anteilseigner bewirken.
4.1 Fallbeispiel 1: E.ON SE und Uniper SE
In Folge der nuklearen Katastrophe von Fukushima und der anhaltenden Debatte um nachhaltige Energieversorgung beschloss der Deutsche Bundestag am 30. Juni 2011 die Abkehr von der fossilen- und Kernenergie. Durch die sogenannte Energiewende wurde der deutsche Energiesektor grundlegend umgestellt. Die plötzliche Umstellung von der traditionellen zur erneuerbaren Energieerzeugung traf insbesondere die beiden großen deutschen Energieversorger E.ON und RWE. Aus dem Grund kündigte der E.ON Vorstandsvorsitzende Johannes Teyssen im November 2014 die Abspaltung der konventionellen Energieerzeugung in einer neuen separaten Gesellschaft an (Abspaltung zur Neugründung gemäß §123 Abs. 2 Satz 2 UmwG)29. Zu der strategischen Neuausrichtung seines Unternehmens sagte Teyssen dazu folgendes:
„Das bisherige breite Geschäftsmodell von E.ON wird den neuen Herausforderungen nicht mehr gerecht. Deshalb wollen wir uns radikal neu aufstellen. E.ON wird sich Wachstumspotenziale aus der Umgestaltung der Energiewelt erschließen. Daneben schaffen wir ein solides, unabhängiges Unternehmen, das den Umbau der Energieversorgung absichert. Beide Ansätze unterscheiden sich so grundlegend voneinander, dass die Fokussierung in zwei getrennten Unternehmen die besten Zukunftsperspektiven bietet“30
Am 9. September 2016 erfolgte die Eintragung der Uniper SE im deutschen Handelsregister und am 12. September 2016 erfolgte der Börsengang. Die Aktionäre der E.ON SE erhielten insgesamt 53,35% der Aktien der Uniper SE, während die restlichen Anteile von der E.ON SE als Minderheitsbeteiligung gehalten wurden. Für jeweils zehn gehaltene Aktien der E.ON SE erhielten die Aktionäre eine Stückaktie der Uniper SE. 31
1. Einführung: Die Arbeit erläutert die steigende Bedeutung von Spin-offs als Mittel zur effizienten Kapitalallokation und strategischen Neuausrichtung in Zeiten globalen Wettbewerbs.
2. Abgrenzung der unterschiedlichen Konzernspaltungsformen: Es werden die rechtlichen Rahmenbedingungen nach dem Umwandlungsgesetz dargelegt und Spin-offs von Equity Carve-outs differenziert.
3. Motive zur Durchführung eines Spin-offs: Dieses Kapitel beschreibt die zentralen Gründe für Abspaltungen, insbesondere die Wertsteigerung, die Entflechtung komplexer Strukturen und strategische Verteidigungsmöglichkeiten.
4. Empirische Untersuchung der Veränderungen des Börsenwertes bei einem Spin-off: Auf Basis von drei Fallbeispielen wird analysiert, wie sich die Marktkapitalisierung von Mutter- und Tochterunternehmen nach einer Abspaltung entwickelt.
5. Zusammenfassung & Ausblick: Die Ergebnisse zeigen eine positive Marktreaktion bei Ankündigungen, betonen jedoch die Komplexität der Erfolgsmessung aufgrund vielfältiger Einflussfaktoren.
Spin-off, Equity Carve-out, Konzernspaltung, Börsenwert, Marktkapitalisierung, Kapitalallokation, Shareholder-Value, Unternehmensstruktur, E.ON, Uniper, Siemens, Osram, Metro, Ceconomy, Umwandlungsgesetz
Die Arbeit analysiert die finanziellen Auswirkungen von Spin-offs – also der Abspaltung von Unternehmensteilen – auf den Börsenwert der beteiligten Mutter- und Tochtergesellschaften in Deutschland.
Der Fokus liegt auf den Motiven für Konzernspaltungen, der rechtlichen Abgrenzung zu anderen Modellen wie dem Equity Carve-out und der empirischen Auswertung realer Börsenentwicklungen.
Ziel ist es zu untersuchen, ob Abspaltungen tatsächlich zu der von Investoren erwarteten nachhaltigen Wertsteigerung für die Anteilseigner führen.
Der Autor verwendet eine qualitative Analyse sowie eine empirische Betrachtung der Kursverläufe und Marktkapitalisierungen anhand ausgewählter Fallbeispiele über einen Zeitraum von sechs Monaten.
Neben theoretischen Grundlagen zu Spaltungsformen und Motiven enthält der Hauptteil detaillierte Fallstudien zu E.ON/Uniper, Siemens/Osram und Metro/Ceconomy.
Die wichtigsten Schlagworte sind Spin-off, Shareholder-Value, Kapitalallokation, Marktkapitalisierung und Konglomeratabschlag.
Das Gesetz bildet in Deutschland die rechtliche Basis für die formalen Spaltungsvorgänge (z.B. Spaltung zur Aufnahme oder Neugründung), die für eine rechtssichere Abspaltung zwingend erforderlich sind.
Generell konnte eine positive Marktreaktion auf die Ankündigung von Spin-offs beobachtet werden, wobei sich die tatsächliche Kursentwicklung der Unternehmen im Anschluss sehr unterschiedlich gestaltete.
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