Bachelorarbeit, 2019
123 Seiten, Note: 1,1
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Zielsetzung und Fragestellung
1.3 Methodisches Vorgehen
2 Chronische Herzinsuffizienz
2.1 Definition und Klassifikation
2.2 Epidemiologie und Ätiologie
2.3 Klinik
2.4 Diagnostik
2.5 Therapie
2.5.1 Kausale Therapie
2.5.2 Medikamentöse Therapie
2.5.3 Nicht-medikamentöse Therapie
2.5.4 Invasive Therapie
2.6 Komorbiditäten
2.7 Prognose
3 Medikamentöse Therapie
3.1 Allgemeine Informationen
3.2 Basismedikation
3.2.1 ACE-Hemmer
3.2.2 Betarezeptorenblocker
3.2.3 Mineralkortikoidrezeptorantagonisten
3.2.4 Diuretika
3.3 Medikamente für ausgewählte Patienten
3.3.1 Angiotensinrezeptorblocker
3.3.2 Angiotensin-Rezeptor-Neprilysin-Inhibitor
3.3.3 If-Kanal-Hemmer
3.4 Weitere Medikamente
3.4.1 Digitalisglykoside
3.4.2 Orale Antikoagulantien und Thrombozytenaggregationshemmer
3.5 Nicht empfohlene Medikamente und Selbstmedikation
4 Adhärenz
4.1 Adhärenz und Non-Adhärenz
4.2 Prävalenz
4.3 Folgen der Non-Adhärenz
4.4 Ursachen für Non-Adhärenz
4.5 Interventionen
5 Patientenedukation
5.1 Aufgaben der Patientenberatung und -information
5.2 Konzept der kooperativen Pflegeberatung
5.2.1 Pflege- und Krankheitsverlaufskurve
5.2.2 Salutogenese
5.2.3 Integrative Beratung nach Sander
5.2.4 Beratungsbeziehung
5.3 Schriftliche Patienteninformation
5.4 Hamburger Verständlichkeitskonzept
5.5 Leichte Sprache
5.6 Wittener Liste
5.7 Rechtliche Grundlagen
6 Das Informationsangebot
6.1 Aufbau
6.2 Inhalt
6.2.1 Krankheitsbild
6.2.2 Allgemeine Informationen
6.2.3 Medikamente
6.2.4 Interventionen der Adhärenzförderung
6.3 Rahmenbedingungen
6.4 Prüfung
7 Fazit und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, auf Basis einer Literaturrecherche Ursachen für Non-Adhärenz bei der oralen Medikamenteneinnahme von Menschen mit chronischer Herzinsuffizienz zu identifizieren und ein schriftliches Informationsangebot zu entwickeln, um diese Therapietreue zu fördern.
1.1 Problemstellung
Die Herzinsuffizienz (HI) war im Jahr 2016 die häufigste Einzeldiagnose von vollstationär behandelten Patienten. 518 von 100.000 Einwohnern in Deutschland konnten diese Hauptdiagnose vorweisen. Der Zuwachs beträgt zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Mortalitätsrate lag 2013 bei 9,3% in Deutschland und nahm seit 2000 um 5,5% ab. Somit erhalten zwar immer mehr Menschen die Diagnose einer chronischen Herzinsuffizienz, können dank der verbesserten Therapien und deren Umsetzung mit Hilfe der Leitlinie jedoch immer länger mit dieser Erkrankung leben. Damit die Mortalitätsrate in Deutschland weiter sinkt ist eine fortschreitende Verbesserung der Therapie notwendig, aber auch die Akzeptanz der Erkrankung. Hierbei ist ein ausgeprägtes Kohärenzgefühl notwendig. Diese kann jedoch nur ausgebildet werden, wenn der Mensch verschiedenste Kompetenzen, insbesondere in Bezug auf die Erkrankung (Krankheitswissen, Symptommanagement, Alltagsorganisation), erlernt und ausbaut. Diese können mit Hilfe von Beratung und Information gestärkt werden. Die Stärke des Kohärenzgefühls spiegelt meist den psychischen Zustand der Patienten wider.
Es wird jedoch immer wieder Rückschläge geben, denn die chronische HI ist meist fortschreitend und von guten und schlechten Phasen geprägt. Damit die Akzeptanz der Erkrankung, die Wiederherstellung der Identität und das Neuschreiben der Biografie erfolgen kann, müssen die Patienten aktiv in die Therapie einbezogen werden. Ein Einschätzen der aktuellen Phase von Seiten der Pflege kann helfen, den Patienten die notwendige soziale, psychologische und medizinische Unterstützung zu lassen. So kann deren Selbstkonzeption und Selbstbeobachtung gefördert und gestärkt werden.
Die Adhärenz der Patienten bezüglich ihrer Therapie (wie z.B. die tägliche Medikamenteneinnahme) muss verbessert werden. Non-adhärentes Verhalten während der medikamentösen Therapie wie das Nichteinhalten des Medikationsplanes oder das Vergessen der Medikation erhöht die Mortalität und steigert die Gesamtgesundheitskosten. Eine effektive Therapie wird durch Non-Adhärenz verhindert, denn die Chance auf ein zufriedenstellendes Therapieergebnis ist bei adhärenten Patienten, im Vergleich zu non-adhärenten Patienten, verdreifacht. Ebenso könnten die Besuche der Notaufnahme, die Krankenhauseinweisungen und die Aufenthaltsdauer im Krankenhaus bei adhärenten Patienten verringert werden. Die Verbesserung der Adhärenz scheint somit auch aus wirtschaftlicher Sicht für die Krankenkassen und Krankenhäuser interessant zu sein.
1 Einleitung: Beschreibt die Relevanz der Herzinsuffizienz, das Problem der Non-Adhärenz und die Notwendigkeit, Patienten durch Information und Beratung in ihre Therapie einzubinden.
2 Chronische Herzinsuffizienz: Erläutert das Krankheitsbild, die Klassifikation, Epidemiologie sowie die therapeutischen Grundpfeiler (medikamentös, nicht-medikamentös, invasiv).
3 Medikamentöse Therapie: Detailliert die verschiedenen Medikamentengruppen bei Herzinsuffizienz, deren Wirkmechanismen, Nebenwirkungen und Kontraindikationen.
4 Adhärenz: Analysiert den Begriff der Adhärenz, die Prävalenz von Non-Adhärenz, deren negative Folgen sowie die verschiedenen ursächlichen Faktoren.
5 Patientenedukation: Stellt theoretische Konzepte wie die Pflegeverlaufskurve und das Hamburger Verständlichkeitskonzept vor, um Patienten effektiv zu beraten.
6 Das Informationsangebot: Beschreibt den Aufbau und die inhaltliche Gestaltung der entwickelten Patientenbroschüre sowie die Rahmenbedingungen zur Erstellung.
7 Fazit und Ausblick: Fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit individueller Beratung, da schriftliches Material allein meist nicht ausreicht.
Herzinsuffizienz, Adhärenz, Patientenberatung, Medikamenteneinnahme, Non-Adhärenz, Salutogenese, Patientenedukation, Gesundheitsförderung, Medikamentöse Therapie, Lebensqualität, Krankheitswissen, Therapieadhärenz, Pflegeberatung, Verständlichkeitskonzept, Chronische Erkrankung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verbesserung der Adhärenz (Therapietreue) bei der Einnahme von Medikamenten bei Patienten mit chronischer Herzinsuffizienz.
Zentrale Themen sind die Herzinsuffizienz als Erkrankung, die medikamentöse Therapie, Faktoren der Adhärenz sowie Konzepte der Patientenberatung und deren praktische Umsetzung.
Das Ziel ist die Erstellung eines theoretisch fundierten, patientengerechten schriftlichen Informationsangebots, um die Adhärenz bei der Medikamenteneinnahme zu fördern.
Es wurde eine umfassende Literaturrecherche in Datenbanken wie PubMed und CINAHL durchgeführt, gefolgt von einer inhaltlichen Auswertung und Anwendung auf die Broschürenerstellung.
Der Hauptteil umfasst das Krankheitsbild der Herzinsuffizienz, eine detaillierte Übersicht der gängigen Medikamente, eine Analyse der Ursachen für Non-Adhärenz sowie Konzepte zur effektiven Patienteninformation.
Herzinsuffizienz, Adhärenz, Patientenberatung, Medikamenteneinnahme, Patientenedukation und Therapieadhärenz.
Es dient als methodischer Rahmen, um die schriftlichen Informationen in der Broschüre so zu strukturieren und zu formulieren, dass sie für Patienten leicht verständlich und motivierend sind.
Da Herzinsuffizienz eine chronische Erkrankung ist, reicht die bloße Verordnung nicht aus; Patienten müssen die Notwendigkeit verstehen und kompetent im Umgang mit ihrer Therapie (inkl. Selbstbeobachtung) sein, um die Adhärenz langfristig zu sichern.
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