Bachelorarbeit, 2020
46 Seiten, Note: 2,3
1. Einleitung und Aufbau der Arbeit
2. Einführung in die Krankenhausentgeltsysteme außerhalb von PEPP
2.1 Tagesgleiche Pflegesätze
2.2 Diagnosis Related Groups
3. Einführung in die PEPP-Systematik und die dabei beteiligten Akteure
3.1 Phasen des PEPP-Systems
3.2 Einführung in die PEPP-Systematik mithilfe einer PEPP-Fallgruppe
3.3 Fallzusammenführungen als Besonderheit in der PEPP-Systematik
3.4 Beteiligte Akteure unter PEPP im Controllingbereich
3.4.1 Das Medizincontrolling
3.4.2 Das Pflegecontrolling
3.4.3 Die Kodierfachkraft
4. Anreize/Fehlanreize sowie Vor-/Nachteile des DRG-Systems und PEPP
4.1 Systemimmanente Anreize/Fehlanreize im DRG-System und PEPP
4.1.1 Erklärung der Methodik
4.1.2 Analyse der Anreize sowie Fehlanreize
4.2 Vorteile sowie Nachteile im DRG-System und PEPP
4.2.1 Vorgehensweise und Bewertungskriterien zur Beurteilung
4.2.2 Analyse der Vorteile und Nachteile
5. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht die systemimmanenten Anreize und Fehlanreize der leistungsorientierten Entgeltsysteme DRG (Somatik) und PEPP (Psychiatrie/Psychosomatik). Das primäre Ziel ist die Analyse der Auswirkungen dieser Systeme auf das Verhalten beteiligter Akteure sowie die Identifikation und Bewertung ihrer Vor- und Nachteile im Hinblick auf Wirtschaftlichkeit, Dokumentationsaufwand und Versorgungsqualität.
Systemimmanente Anreize im DRG-System und PEPP
Zuerst soll der Anreiz zur Verbesserung der Kodierung und Dokumentation betrachtet werden. Eine vollständige und korrekte Kodierung sowie Dokumentation der patientenbezogenen Daten kann die Transparenz über die erbrachten Leistungen steigern und die Grundlage für eine leistungsorientierte Vergütung bilden. Wie wird dies also durch die Einführung der beiden leistungsorientierten Systeme bekräftigt?
Einerseits kann der Anreiz auf die „lernende“ Systematik der beiden Systeme zurückgeführt werden. Die Dokumentation aller erlösrelevanten Haupt- sowie Nebendiagnosen spielt dabei eine bedeutende Rolle. Aufgrund der jährlichen Überarbeitungen des PEPP-Entgeltkatalogs sowie Definitionshandbuches wird die Fülle der abbildbaren Leistungen mit jeder Aktualisierung größer. Auch der Fallpauschalenkatalog im DRG-System entwickelt sich Jahr für Jahr weiter. Wie man dem Fallpauschalenkatalog des InEK entnehmen kann, gibt es im Jahr 2020 1292 DRG Fallpauschalen. Im Einführungsjahr des Katalogs war diese Anzahl mit 878 Pauschalen deutlich kleiner und hat somit starkes Wachstum erfahren. Auch im PEPP Entgeltkatalog gab es im Jahr 2019 bereits 82 pauschalierte tagesbezogene Entgelte für vollstationäre und teilstationäre Leistungen. Durch eine Vielzahl von kodierbaren Nebendiagnosen sowie Zusatzentgelten werden die Möglichkeiten zur vollständigen Abbildung des Behandlungsverlaufes des Patienten außerdem erheblich erweitert.
Andererseits ist für die Mitarbeiter des Krankenhauses ein gutes Dokumentations- und Kodierverhalten im Regelfall einfach dem beruflichen Aufgaben- und Selbstverständnis geschuldet. Bei vollständiger Primärdokumentation und korrekter Kodierung kann für die Klinik ein optimaler Erlös erzielt werden. Werden jedoch erlösrelevante Diagnosen oder Behandlungen nicht vermerkt, würde es für die Klinik einen Erlösverlust bedeuten. Es ist anzunehmen, dass die Mehrheit des Klinikpersonals dies vermeiden möchte, wodurch wiederum die Anreizwirkung entsteht, eine gewissenhafte Dokumentation und Kodierung vorzunehmen.
1. Einleitung und Aufbau der Arbeit: Diese Einführung erläutert den ökonomischen Druck auf Krankenhäuser und skizziert die Forschungsfrage nach Anreizwirkungen von DRG und PEPP.
2. Einführung in die Krankenhausentgeltsysteme außerhalb von PEPP: Das Kapitel beschreibt die Entwicklung von den retrospektiven tagesgleichen Pflegesätzen (TGPS) hin zu den komplexeren DRGs in der Somatik.
3. Einführung in die PEPP-Systematik und die dabei beteiligten Akteure: Es wird die PEPP-Struktur, die Rolle der Grouper-Software und die Bedeutung neuer Berufsbilder wie Medizincontrolling und Kodierfachkräfte beleuchtet.
4. Anreize/Fehlanreize sowie Vor-/Nachteile des DRG-Systems und PEPP: Hier werden bewusste Anreize, unbewusste Fehlanreize wie "Upcoding" sowie Vor- und Nachteile der Systeme analysiert und gegenübergestellt.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und hebt hervor, dass zwar die Transparenz gestiegen ist, der administrative Aufwand jedoch einen gravierenden Nachteil darstellt.
DRG, PEPP, Medizincontrolling, Pflegecontrolling, Kodierfachkraft, Erlösoptimierung, Verweildauer, Dokumentationsaufwand, Upcoding, blutige Entlassung, Leistungstransparenz, Krankenhausfinanzierung, Fallpauschalen, Gesundheitswesen, MDK-Prüfquote.
Die Arbeit analysiert die Funktionsweise und Auswirkungen der leistungsorientierten Entgeltsysteme DRG und PEPP im deutschen Krankenhauswesen.
Die Schwerpunkte liegen auf den Anreizstrukturen, der Qualität der Leistungsdokumentation, der Rolle spezialisierter Controlling-Berufe und der ökonomischen Steuerung durch Fallpauschalen.
Die Arbeit untersucht, welche systemimmanenten Anreize und Fehlanreize in den beiden Systemen existieren und wie diese die Entscheidungen der Akteure sowie die Behandlungsqualität beeinflussen.
Die Beantwortung der Forschungsfrage erfolgt primär durch eine intensive Literaturrecherche und die Anwendung selbst gewählter Bewertungskriterien zur Analyse der Vor- und Nachteile.
Der Hauptteil gliedert sich in die Einführung der Entgeltsysteme, die Darstellung der Akteure im Controlling, die Analyse von Anreizen und Fehlanreizen sowie die kritische Gegenüberstellung von Vorteilen und Nachteilen anhand von messbaren Kriterien.
Wichtige Schlagworte sind DRG, PEPP, Medizincontrolling, Kodierung, Erlösoptimierung, Verweildauer und administrative Belastung.
Da PEPP ein komplexes, weltweit einzigartiges System ist, unterstützt das Medizincontrolling die Klinik bei der korrekten Abrechnung, der Vermeidung von Erlöseinbußen und der Bewältigung komplexer Dokumentationsanforderungen.
Dies bezeichnet eine zu frühe Entlassung von Patienten, um die Verweildauer zu verkürzen und Erlöse zu optimieren, was jedoch ein Risiko für die Behandlungsqualität und die Patientengesundheit darstellt.
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