Diplomarbeit, 2007
65 Seiten, Note: gut
1. Einleitung
2. Zielsetzung und Fragestellung
3. Theorie und Methodik
4. Christianisierung Irlands
4.1. Ein Überblick
4.2. Der heilige Patrick und seine Mission in Irland
4.3. Die getrennte dogmatische Entwicklung des Christentums in Irland
5. Die keltische Religion in Irland
5.1. Aussersprachliche Befunde in Form von Kultbildern
5.2. Lebor Gabála Érenn
5.3. Die Bedeutung der Druiden in der keltisch-irischen Religion
5.3.1. Druiden, Barden und Filidh in der irischen Gesellschaft
5.3.2. Die Beeinflussung des Druidentums durch die Christianisierung – im Speziellen durch den heiligen Patrick
5.4. Die religiöse Überhöhung des Königtums in der keltisch-irischen Religion
5.5. Der Kannibalismus in Irland
5.6. Die Kopfjagd und der Schädelkult in der irisch-keltischen Religion
5.7. Das Fasten – als magische Kraft in der irisch-keltischen Religion und im irischen Christentum
5.8. Die Jenseitsvorstellungen in der irisch-keltischen Religion
5.8.1. Die Beeinflussung der Jenseitsvorstellungen durch das Christentum
5.9. Die Götter der irischen -keltisch Religion
5.9.1. Brigit
5.9.2. Lug
5.9.3. Nuadu
5.9.4. Lug und Nuadu, in der irischen und walisischen Literatur - ein Vergleich
5.10. Die irisch-keltischen Feste und ihre Beeinflussung durch das Christentum
5.10.1.Samain – das Fest des 1. November
5.10.2.Imbolc – das Fest des 1. Februar
5.10.3.Beltaine – das Fest des 1. Mai –das Sommer- und Lichtfest
5.10.4.Lugnasad – das Fest des Königs
5.10.5 Beeinflussung der "Hohen irisch-keltischen Feste" durch die Christianisierung
6.0. Zusammenfassung
7.0. Schlussfolgerungen und Diskussion
8.0. Nachwort
Ziel dieser Arbeit ist die Untersuchung der vorchristlichen Religion der Kelten in Irland unter Berücksichtigung der Beeinflussung durch das Christentum, wobei insbesondere die Organisationsstruktur, Priesterschaft, Fest- und Opfertätigkeiten sowie die Götterwelt betrachtet werden.
5.6. Die Kopfjagd und der Schädelkult in der irisch-keltischen Religion
Die sogenannte "Schädelmystik", die im keltischen Verbreitungsgebiet häufig anzutreffen ist, war auch in Irland ein Thema.
Zum allgemeinen Verständnis möchte ich hier folgendes Zitat von Diodoros Siculus anfügen. "Die Köpfe ihrer vornehmsten Feinde balsamieren sie ein und verwahren sie in einer Kiste, und wenn sie diese dann den Fremden zeigen, so rühmen sie sich, wie einer ihrer Vorfahren oder ihr Vater oder auch sie selbst diesen Kopf um vieles Geld nicht hergegeben hätten. Ja einige von ihnen sollen sich sogar gerühmt haben, dass sie für einen solchen Kopf ein gleiches Gewicht in Gold nicht angenommen hätten" (Cunliffe 2000, 82).
Der Kult des abgeschlagenen Kopfes ist ein oft wiederkehrendes Thema in der irischen Literatur. Der irische Held CúChulainn konnte sich am Ende seiner Heldentaten einer gewaltigen Sammlung rühmen. Seine Ankunft in Emain Macha wird folgendermaßen beschrieben: "Ein einzelner Wagenlenker naht…..und schrecklich kommt er daher. Er hat die blutigen Köpfe seiner Feinde im Wagen“ (siehe Cunliffe 2000, 84). Bei anderer Gelegenheit lässt CúChulainn die abgeschlagenen Köpfe seiner Feinde an Ort und Stelle in der Furt zurück. Auf einem gegebelten Pfahl waren vier Köpfe aufgespießt, deren Blut in den strömenden Fluß tropfte.
1. Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die historische Situation Irlands zur Zeit der Christianisierung und den Einfluss der neuen Religion auf die keltische Kultur.
2. Zielsetzung und Fragestellung: Das Kapitel definiert den Untersuchungsrahmen zur vorchristlichen irisch-keltischen Religion und deren Transformation durch das Christentum.
3. Theorie und Methodik: Es werden die relevanten Quellengruppen wie archäologische Funde, indigene Texte und antike Berichte für die religionsgeschichtliche Forschung erörtert.
4. Christianisierung Irlands: Dieser Abschnitt bietet einen Überblick über den irischen Missionsweg, insbesondere durch den heiligen Patrick, und die daraus resultierenden dogmatischen Entwicklungen.
5. Die keltische Religion in Irland: Dieses Hauptkapitel untersucht die Kultbilder, die Druiden, das sakrale Königtum, Kannibalismus, Schädelkult, Fastenpraktiken, Jenseitsvorstellungen, Götterpantheon sowie die keltischen Feste.
6.0. Zusammenfassung: Hier werden die zentralen Erkenntnisse über die Quellenlage und die religionsgeschichtlichen Aspekte der Arbeit zusammenfassend dargestellt.
7.0. Schlussfolgerungen und Diskussion: Das Kapitel reflektiert methodische Herausforderungen bei der Rekonstruktion vorchristlicher Mythen und die Rolle der monastischen Überlieferung.
8.0. Nachwort: Danksagung an Familie und Betreuer.
Irland, Kelten, Christentum, Religion, Patrick, Druiden, Mythologie, Jenseits, Königtum, Feste, Samain, Lugnasad, Schädelkult, Sage, Überlieferung
Die Arbeit untersucht die vorchristliche irisch-keltische Religion und deren Transformation sowie Beeinflussung durch die Christianisierung im frühen Mittelalter.
Zu den Schwerpunkten gehören das Druidentum, das sakrale Königtum, Jenseitsvorstellungen, die Verehrung irischer Götter sowie die Bedeutung der traditionellen irischen Feste.
Ziel ist es, die vorchristliche Religionspraxis trotz der meist christlich geprägten Überlieferung zu vergegenwärtigen und den Transformationsprozess hin zum christlichen Irland nachzuzeichnen.
Die Arbeit stützt sich primär auf die Auswertung von literarischen Quellen (Sagen, Hagiografien, Annalen) sowie ergänzend auf archäologische und epigrafische Befunde.
Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Analyse von Riten, Mythen und gesellschaftlichen Strukturen, wie sie in den verschiedenen Zyklen der irischen Literatur und den Berichten über Heilige erscheinen.
Die zentralen Begriffe sind Irland, keltische Religion, Christianisierung, heiliger Patrick, Druidentum und die irischen Hauptfeste.
Während der Druide als Priester, Wissensbewahrer und Vermittler zur Geisterwelt fungiert, vertritt der König die weltliche Macht und trägt die Verantwortung für Fruchtbarkeit und Wohlstand des Landes.
Es handelt sich um eine spezielle religiöse Praxis, bei der Heilige oder Personen durch Hungerstreik versuchen, göttliche Zugeständnisse zu erzwingen oder ihr Schicksal zu beeinflussen.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

