Masterarbeit, 2020
93 Seiten, Note: 1,7
Einleitung
1 Grundlagen grüner Investmentfonds
1.1 Charakterisierung und Bedeutung grüner Geldanlagen
1.1.1 Definition „nachhaltig“ und „grün“ im Kontext von Geldanlagen
1.1.2 Möglichkeiten der grünen Geldanlage und ihre Marktakteure
1.1.3 Historische Entwicklung grüner Geldanlagen und aktuelle Marktsituation
1.2 Investmentfonds als Investitionsmöglichkeit
1.2.1 Funktionsweise von Investmentfonds
1.2.2 Differenzierungsmerkmale von Investmentfonds nach dem KAGB
1.2.3 Wichtige Fondstypen im Überblick
1.3 Besonderheiten grüner Investmentfonds im Vergleich zu konventionellen Fonds
1.3.1 Anlagestrategien grüner Investmentfonds
1.3.2 Qualitätsmerkmale grüner Investmentfonds
2 Determinanten, theoretische Annahmen und empirische Erkenntnisse für die Performanceanalyse grüner und konventioneller Investmentfonds
2.1 Performancemessung von Investmentfonds und ihre praxisorientierten Richtlinien
2.1.1 Zielsetzung und Komponenten der Performancemessung
2.1.2 Berechnungsmethoden von geeigneten Rendite- und Risikogrößen für die Performancemessung
2.1.3 Internationale Richtlinien zur Performancemessung
2.2 Relevante Theorien für die Performanceanalyse grüner und konventioneller Investmentfonds
2.2.1 Portfolio-Selection-Theorie von Markowitz
2.2.2 Stakeholder-Theorie
2.3 Bisherige empirische Untersuchungen der Performance nachhaltiger und grüner Investmentfonds
2.3.1 Studien zur Performance von nachhaltigen Investmentfonds
2.3.2 Studien zur Performance von grünen Investmentfonds
2.3.3 Hypothesenbildung auf der Grundlage der Literatur
3 Untersuchungsdesign, Analyse und Bewertung des Performancevergleichs grüner und konventioneller Investmentfonds
3.1 Datenbasis und statistische Methoden für den Performancevergleich von grünen und konventionellen Investmentfonds
3.1.1 Auswahl grüner und konventioneller Investmentfonds unter Verwendung geeigneter Kriterien
3.1.2 Bestimmung der notwenigen Parameter und Bewertungszeiträume für die empirische Analyse
3.1.3 Eingesetztes statistisches Verfahren
3.2 Ergebnisdarstellung und Hypothesenüberprüfung der Performanceanalyse grüner und konventioneller Investmentfonds
3.2.1 Performancevergleich über den gesamten Untersuchungszeitraum
3.2.2 Performancevergleich unter Berücksichtigung ausgewählter Bewertungszeiträume
3.2.3 Performancevergleich unter Berücksichtigung ausgewählter Qualitätsmerkmale
3.3 Kritische Würdigung der Untersuchungsergebnisse vor dem Hintergrund der Literatur
3.3.1 Kritische Reflexion der Performanceanalyse und Untersuchungsergebnisse
3.3.2 Handlungsempfehlungen für Investoren und die Politik
Fazit
Ziel der Arbeit ist es, die Forschungsfrage zu beantworten, ob ein statistisch signifikanter Performanceunterschied zwischen grünen und konventionellen Investmentfonds besteht. Hierzu wird ein umfassender empirischer Vergleich im Hinblick auf Risiko- und Renditekennzahlen durchgeführt, wobei historische Ereignisse im Kontext der Klimakrise und spezifische Klimaratings einbezogen werden.
1.1.1 Definition „nachhaltig“ und „grün“ im Kontext von Geldanlagen
Der Begriff Nachhaltigkeit umfasst eine Vielzahl von Aspekten, dessen Ausprägungen als wünschenswert oder optimal verstanden werden. Die nachhaltige Entwicklung verfolgt das Ziel, die grundlegenden Werte, darunter Sicherheit, Gerechtigkeit sowie Klima- und Umweltschutz auf der Welt zu sichern und auszubauen. Sie soll durch heutige Handlungen die Gegenwart und Zukunft im Hinblick auf Nachhaltigkeitsaspekte verbessern und keine Beeinträchtigungen für die nächsten Generationen entstehen lassen. Bei nachhaltigen Geldanlagemöglichkeiten werden die drei klassischen Anlagekriterien von Vermögen Rendite, Risiko und Liquidität um ökologische, soziale, verantwortliche und ethische Bewertungsaspekte ergänzt und können unter der Bezeichnung ESG (Environment, Social Responsibility und Corporate Governance) zusammengefasst werden. Der Umweltaspekt bezieht sich beispielsweise auf die effiziente Nutzung von Energie, den Tierschutz oder CO2-Emissionen während das Kriterium der sozialen Verantwortung Menschenrechte, Gleichstellung der Geschlechter oder Gesundheitsmanagement berücksichtigt. Die faire Unternehmensführung als dritter Faktor bewertet zum Beispiel Anti-Korruptionsmaßnahmen, Berichterstattung und Offenlegung oder den Anlegerschutz. So ergeben sich im Hinblick auf nachhaltige Geldanlagen diverse Investitionsansätze wie ESG, Sustainable Responsibility Investing (SRI), Responsible Investing (RI), Sustainable Investing (SI) oder auch Green Investing (Umweltfreundlichkeit, Klimawandel etc.). Einerseits überschneiden sich meist die jeweiligen ESG-Kriterien und ihre Investitionsansätze und stehen in Wechselwirkung zueinander, die sich beispielhaft durch den Einfluss des Klimawandels auf die soziale Entwicklung darstellen lässt. Andererseits können sie in einigen Fällen untereinander konkurrierend sein.
1 Grundlagen grüner Investmentfonds: Dieses Kapitel definiert die Begriffe „nachhaltig“ und „grün“ im Investmentkontext, erläutert die Funktionsweise von Investmentfonds nach dem KAGB und beschreibt die spezifischen Anlagestrategien und Qualitätsmerkmale grüner Fonds.
2 Determinanten, theoretische Annahmen und empirische Erkenntnisse für die Performanceanalyse grüner und konventioneller Investmentfonds: Hier werden die theoretischen Grundlagen der Performancemessung, wie die Portfoliotheorie von Markowitz und die Stakeholder-Theorie, sowie der aktuelle Stand der empirischen Forschung dargelegt.
3 Untersuchungsdesign, Analyse und Bewertung des Performancevergleichs grüner und konventioneller Investmentfonds: Dieser Teil beschreibt die Datenauswahl von 136 Fonds mittels Matched-Pairs-Analyse, das statistische t-Test-Verfahren sowie die Ergebnisse der Performanceprüfung unter Berücksichtigung historischer Ereignisse und Klimaratings.
Grüne Investmentfonds, Konventionelle Investmentfonds, Performanceanalyse, ESG, Nachhaltige Geldanlagen, Rendite, Volatilität, Sharpe Ratio, Markowitz, Stakeholder-Theorie, Klimarating, FNG-Siegel, T-Test, Klimawandel, Impact Investing.
Die Arbeit untersucht, ob es einen signifikanten Unterschied in der finanziellen Performance zwischen ökologisch nachhaltigen (grünen) und konventionellen Investmentfonds gibt.
Die zentralen Felder sind die theoretische Abgrenzung grüner Anlagen, die mathematischen Grundlagen der Performancemessung und die empirische Überprüfung mittels statistischer Methoden.
Das primäre Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob eine grüne Anlagestrategie zwangsläufig mit einem Renditeverzicht einhergeht oder ob grüne Fonds im Vergleich zu konventionellen Pendants marktgerechte Ergebnisse erzielen.
Es wird eine quantitative statistische Analyse (t-Tests) durchgeführt, um Mittelwerte von Rendite, Volatilität und Sharpe Ratio zwischen einer Stichprobe grüner und konventioneller Fonds zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die Beschreibung des Untersuchungsdesigns (Matched-Pairs-Ansatz) und die detaillierte Präsentation der empirischen Ergebnisse sowie eine kritische Reflexion.
Wichtige Begriffe sind grüne Investmentfonds, Performanceanalyse, ESG-Kriterien, Rendite-Risiko-Verhältnis und nachhaltige Investmentstrategien.
Die Analyse zeigt, dass historische Ereignisse das öffentliche Bewusstsein schärfen und die Nachfrage beeinflussen, wobei die Performance grüner Fonds im Zeitverlauf tendenziell zugenommen hat.
Die Volatilität dient als Risikomaß. Die Studie stellt fest, dass grüne Fonds teilweise eine höhere Volatilität aufweisen, was auf die relative Neuheit und Unsicherheit bei grünen Geschäftsmodellen zurückgeführt wird.
Ja, die Untersuchungsergebnisse implizieren, dass Anleger keinen bedeutenden Renditeverzicht hinnehmen müssen, da keine statistisch signifikanten Unterschiede in der Gesamtperformance festgestellt wurden.
Die Politik sollte Anreize schaffen, wie beispielsweise die Einführung von Spekulationsfristen oder Steuerbegünstigungen für grüne Anlagen, um die grüne Transformation des Finanzmarktes weiter zu unterstützen.
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