Masterarbeit, 2021
124 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Marktabgrenzung
2.1.1 Flughäfen
2.1.2 Fluggesellschaften
2.1.3 Endkunden
2.1.4 Aufsicht
2.2 Regulierung
2.2.1 Theoretische Grundlagen für Markteingriff
2.2.2 Begründung für Markteingriff in der Luftfahrt
2.2.3 Regulierungsrahmen in der Luftfahrt
2.2.3.1 Formen der Regulierung
2.2.3.2 Umsetzung in Europa und Deutschland
3 Methoden zur Marktmachtmessung
3.1 Forschungsstand
3.2 Datenverfügbarkeit
4 Wettbewerbssituation zwischen Flughäfen
4.1 Forschungsfragen
4.2 Forschungsdesign
4.3 Erhebungsmethode: Dokumentenanalyse
4.4 Modell und Datenauswertung
4.4.1 Hypothese 1
4.4.1.1 Modell
4.4.1.2 Auswertung
4.4.2 Hypothese 2
4.4.2.1 Modell
4.4.2.2 Auswertung
4.4.3 Hypothese 3
4.4.3.1 Modell
4.4.3.2 Auswertung
4.5 Gütekriterien der Untersuchung
5 Implikationen für die Regulierung
5.1 Ökonomische Standortbetrachtung
5.2 Optimale Regulierungsverfahren
6 Ausblick
7 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht die Wettbewerbssituation zwischen Flughäfen im deutschen und angrenzenden europäischen Raum, um daraus Implikationen für eine effiziente und angemessene Regulierung abzuleiten. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Identifikation von Marktmacht aus verschiedenen Perspektiven (gegenüber Passagieren und Fluggesellschaften) unter Berücksichtigung regionaler geografischer Marktdefinitionen.
2.1.1 Flughäfen
Unter Flughäfen im engeren Sinne werden gemäß Conrady et al. (2013) Wirtschaftssubjekte zur Abfertigung des Luftverkehrs verstanden. Historisch dienten diese insb. dem Militär für die konventionelle Kriegsführung. Seit der Liberalisierung der kommerziellen Luftfahrt in den 1980er Jahren nimmt allerdings die Rolle des Passagierverkehrs kontinuierlich zu. Das zeigen auch die Umwandlungen der ehemaligen Militärflugplätze Düsseldorf-Weeze und Frankfurt-Hahn in Verkehrsflughäfen. Allein in Deutschland sind die Passagierzahlen zwischen den Jahren 2000 und 2019 um 76 Prozent von 140,6 Millionen auf 247,8 Millionen Reisende gestiegen. Gleichzeitig stieg auch das Luftfracht-Aufkommen von 1,3 Millionen Tonnen auf knapp 4,3 Millionen Tonnen.
An dieser Stelle wird der Fokus auf die Abfertigung des Passagierverkehrs von Flughäfen gerichtet. Der Grund dafür ist, dass der Wettbewerb zwischen Airports nahezu ausschließlich im Passagierverkehr, bzw. um Airlines und Endkunden stattfindet. Eine weitergehende Betrachtung der Militärflughäfen und Luftfracht-Umschlagsplätze findet daher nicht statt.
1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die ökonomische Ausgangslage von Flughäfen als natürliche Monopole und begründet die Notwendigkeit einer geografischen Wettbewerbsanalyse zur regulatorischen Beurteilung.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert die relevanten Akteure im Luftverkehr und liefert einen Überblick über die bestehende Regulierungspraxis, insbesondere unter Berücksichtigung ökonomischer Kriterien für Markteingriffe.
3 Methoden zur Marktmachtmessung: Der Forschungsstand zur Messung von Marktmacht wird aufgearbeitet und die Datenverfügbarkeit diskutiert, woraus die Notwendigkeit für einen geografisch orientierten Ansatz abgeleitet wird.
4 Wettbewerbssituation zwischen Flughäfen: Den Kern der Arbeit bildet die geografische Analyse der Marktmacht anhand von drei Hypothesen, die sowohl die Perspektive der Passagiere als auch der Airlines einbeziehen.
5 Implikationen für die Regulierung: Basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen werden regulatorische Empfehlungen erarbeitet, die sich für einen disaggregierten Ansatz (case-by-case) aussprechen.
6 Ausblick: Der Ausblick reflektiert die Limitationen der Arbeit, insbesondere hinsichtlich des Einflusses der Corona-Pandemie auf das Flugangebot, und skizziert zukünftige Forschungsbedarfe.
7 Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass Flughäfen keine pauschale Marktmacht besitzen und dass eine differenzierte, einzelfallbasierte Regulierung sinnvoll ist.
Flughafenregulierung, Geografischer Markt, Marktmacht, Luftverkehr, Wettbewerbsanalyse, Einzugsgebiete, Isochrone, Airline-Wettbewerb, Gegenläufige Käufermacht, Infrastruktur, Natürliches Monopol, Preisregulierung, Marktkonzentration, Luftfahrt, Sunk Costs.
Die Arbeit untersucht die Wettbewerbssituation zwischen verschiedenen Flughäfen, um zu bestimmen, ob und wie regulatorische Eingriffe gerechtfertigt sind, wobei ein besonderer Fokus auf geografische Einzugsgebiete gelegt wird.
Zu den Kernbereichen gehören die Abgrenzung geografischer Märkte, die Messung der Marktmacht aus der Perspektive von Passagieren und Airlines sowie der Vergleich unterschiedlicher Regulierungsmodelle (z.B. Rate-of-Return-Regulierung).
Das Ziel ist es, Regulatoren ein ergänzendes Werkzeug an die Hand zu geben, um marktmächtige Flughäfen präziser zu identifizieren und eine disaggregierte, fallbezogene Regulierung zu ermöglichen.
Es handelt sich um einen empirisch-quantitativen Ansatz unter Verwendung einer Dokumentenanalyse. Mithilfe von geografischen Informationen (Isochronen) und Verkehrsdaten werden mathematische Modelle zur Marktkonzentration erstellt.
Im Hauptteil werden die Marktmacht von Flughäfen gegenüber Passagieren, die Marktmacht gegenüber Airlines sowie das Vorliegen gegenläufiger Käufermacht (CBP) durch statistische Analysen und Hypothesenprüfungen untersucht.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Flughafenregulierung, geografischer Markt, Marktmacht, Einzugsgebiete und Gegenläufige Käufermacht (CBP) geprägt.
Die Pandemie führte zu massiven Ausdünnungen der Flugpläne, was die Repräsentativität der erhobenen Daten für den Erhebungszeitraum einschränkt und die Modellierung der Marktkonzentration beeinflusste.
Der Autor argumentiert, dass für kleinere Regionalflughäfen aufgrund des meist intensiven Wettbewerbs in ihren Einzugsgebieten eine starke Regulierung häufig nicht notwendig oder sogar wohlfahrtsschädlich ist.
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