Examensarbeit, 2008
146 Seiten, Note: 1,0
1. Gedanken zur Fehleranalyse im Fach Mathematik
2. Didaktische Aspekte zum Prozentrechnen
2.1 Sachanalyse
2.2 Pädagogische Aspekte
2.3 Psychologische Aspekte
3. Empirisch-praktische Fehleranalyse
3.1 Untersuchungsgegenstand
3.2 Analysen der einzelnen Aufgaben des ersten Tests
3.2.1 Aufgabe 1
3.2.2 Aufgaben 2, 3 und 4
3.2.3 Aufgaben 5, 6 und 7
3.2.4 Aufgabe 8
3.2.5 Aufgaben 9, 10 und 11
3.3 Vergleich der beiden Tests
3.3.1 Aufgabe 1
3.3.2 Aufgaben 2, 3 und 4
3.3.3 Aufgaben 5, 6 und 7
3.3.4 Aufgabe 8
3.3.5 Aufgaben 9, 10 und 11
3.4 Gesamtauswertung
4. Möglichkeiten zum weiteren Vorgehen
5. Literaturverzeichnis
Diese Arbeit widmet sich der systematischen Erfassung und Analyse von Schülerfehlern im Bereich der Prozentrechnung, um die kognitiven Ursachen für Lernschwierigkeiten in den Jahrgangsstufen 7 und 8 zu identifizieren und didaktische Konsequenzen für den Mathematikunterricht abzuleiten.
1. Gedanken zur Fehleranalyse im Fach Mathematik
In allen Bereichen des täglichen Lebens findet man Fehler der Menschen vor. So ist es auch in der Mathematik. Ganz gleich in welcher Altersstufe, zu welchem Thema oder bei welchem Lehrer, Fehler werden jederzeit gemacht. Diese Fehler kann man jedoch unterschiedlich einschätzen. Während sie in den ersten Phasen des Lernprozesses noch als „fruchtbare, lernwirksame Momente“ betrachtet werden, die Anlass zu weiteren Erklärungen bieten, werden sie nach der Übungsphase als störend und vom Schüler verursacht angesehen. Nach Beendigung des Lernprozesses, sind sie bei Leistungstests sogar notwendig zur differenzierenden Notengebung.
Allgemein kann gesagt werden, dass es zwei unterschiedliche Ansätze gibt, mit Fehlern umzugehen: Der erste ist der sog. „Defizitansatz“. Hier dominiert der Leistungsgedanke. Die Punkte „Fordern, Bewerten, Prüfen“ stehen im Vordergrund, deshalb werden bei diesem Ansatz Fehler als Mängel angesehen. Hieraus resultiert die Strategie der Vermeidung von Fehlern.
Ein anderer hingegen ist der konstruktive Ansatz. Im Gegensatz zum Defizitansatz ist hier der Gedanke des Lernens und Förderns maßgebend. Es wird von Vorerfahrungen und eigenen Denkwegen der Schüler ausgegangen, die sich dann das mathematische Wissen aktiv aneignen und es nach und nach durch Ausdifferenzierung verfeinern. Aus diesem Ansatz geht die Strategie „der produktiven Auseinandersetzung und des explorativen Umgangs mit Fehlern“ hervor.
1. Gedanken zur Fehleranalyse im Fach Mathematik: Das Kapitel kontrastiert den defizitorientierten Umgang mit Fehlern als Mängel mit einem konstruktiven, lernförderlichen Ansatz, der Fehler als positive Lernchancen begreift.
2. Didaktische Aspekte zum Prozentrechnen: Es erfolgt eine fachliche Einordnung des Prozentbegriffs sowie die Erläuterung der verschiedenen Rechenmethoden, unterfüttert durch pädagogische und psychologische Überlegungen zur Bedeutung für den Hauptschulunterricht.
3. Empirisch-praktische Fehleranalyse: Das Kernkapitel präsentiert die Auswertung der diagnostischen Tests, detailliert aufgeteilt nach Aufgaben, Fehlerkategorien und dem Vergleich der Ergebnisse zwischen verschiedenen Klassen und Testzeitpunkten.
4. Möglichkeiten zum weiteren Vorgehen: Aufbauend auf den Analyseergebnissen werden methodische Empfehlungen gegeben, um durch qualitative Differenzierung und Peer-Learning auf die identifizierten Lernschwierigkeiten der Schüler einzugehen.
5. Literaturverzeichnis: Hier werden die verwendeten Quellen, Fachliteratur und Lehrpläne aufgelistet, die der theoretischen und methodischen Grundlage der Arbeit dienen.
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Die Arbeit analysiert systematisch, welche Arten von Fehlern Schüler bei Aufgaben zur Prozentrechnung machen, um die Ursachen besser zu verstehen und Lehrern Ansatzpunkte für eine individuellere Förderung zu liefern.
Es wird zwischen dem Defizitansatz, der Fehler als Mängel sieht, und dem konstruktiven Ansatz, bei dem Fehler als produktive Momente des Lernens verstanden werden, unterschieden.
Die Arbeit untersucht den Dreisatz, das Rechenkreuz sowie formelbasierte Ansätze und vergleicht, wie erfolgreich Schüler mit diesen unterschiedlichen Techniken arbeiten.
Die zwei Tests ermöglichen es, den Lernzuwachs innerhalb einer Klasse nach einer spezifischen Übungsphase zu messen und zu beurteilen, welche Lehrtechniken besonders effektiv sind.
Im letzten Kapitel wird vorgeschlagen, leistungshomogene Kleingruppen zu bilden, in denen leistungsstärkere Schüler als Mentoren fungieren, um anderen Schülern die Inhalte durch Erklärungen auf Augenhöhe zu vermitteln.
Die Auswertung verdeutlicht, dass gezielte Übungsphasen in der Klasse 7b zu einem messbaren Lernzuwachs führten, während auch in der Klasse 7M durch selbstständiges Arbeiten Fortschritte erzielt werden konnten.
Die Autorin stellt fest, dass in der Schule Uneinigkeit darüber herrscht, ob mit "Prozentsatz" lediglich der Zählerwert (z.B. 30) oder der gesamte Bruch (30/100) gemeint ist, was zu Verwirrung bei Schülern führen kann.
Die Analyse zeigt, dass diese Aufgaben viele Schüler verunsichern, was häufig zu einem wahllosen Eintragen der Werte führt oder dazu, dass die Aufgabe gar nicht erst bearbeitet wird.
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