Masterarbeit, 2018
108 Seiten, Note: sehr gut
1 Einleitung
2 Aufgabenstellung und Zielsetzung
3 Der Zement
3.1 Zementherstellung in der Vergangenheit
3.2 Die Chemie des Zements
3.3 Produktion von Zement
3.3.1 Rohmaterialien und Rohmaterialgewinnung
3.3.2 Rohmaterialaufbereitung
3.3.3 Klinkerbrennprozess
3.3.4 Kühlung des Klinkers
3.3.5 Mischen und Mahlen
3.3.6 Emissionen ausgehend von der Zementproduktion
3.3.6.1 Staubemissionen
3.3.6.2 Stickstoffoxide
3.3.6.3 Weitere relevante Emissionen
4 Brennstoffe für die Zementklinkerherstellung
4.1 Technische Anforderungen an die Brennstoffe
4.2 Regelbrennstoffe
4.3 Ersatzbrennstoffe
4.3.1 Anforderungen an Ersatzbrennstoffe
4.3.2 Qualitätsstandards und Klassifizierungen für Ersatzbrennstoffe
4.3.3 Aufbereitung der Abfälle zu Ersatzbrennstoffen
5 Wesentliche rechtliche Rahmenbedingungen der Zement-produktion
5.1 Abfallrecht
5.1.1 Europäisches Abfallrecht
5.1.1.1 Die Abfallrahmenrichtlinie
5.1.1.2 Eckpunkte der novellierten Abfallrahmenrichtlinie
5.1.2 Umsetzung in das nationale Recht: Das neue Kreislaufwirtschaftsgesetz
5.1.3 Zwischenergebnis
5.2 Immissionsschutzrecht
5.2.1 Europäisches Immissionsschutzrecht: Die Industrieemissionsrichtlinie (IE-RL)
5.2.1.1 Implementierung der BVT-Merkblätter
5.2.1.2 BVT-Schlussfolgerungen für die Zement-, Kalk- und Magnesiumoxidindustrie
5.2.1.3 Regelungen zu Genehmigung und Überwachung
5.2.2 Umsetzung in nationales Recht: Einfluss der IE-Richtlinie auf das Bundes-Immissionsschutzgesetz und seine Verordnungen
5.2.3 Zwischenergebnis
6 Einfluss der Ersatzbrennstoffe auf das Emissionsverhalten ausgewählter Zementwerke
6.1 Kontinuierliche Emissionsmessungen
6.1.1 Qualitätssicherung bei kontinuierlich arbeitenden Messeinrichtungen
6.1.2 Halbstundenmittelwert, Tagesmittelwert und Jahresmittelwert
6.2 Emissionsverhalten
6.2.1 Ersatzbrennstoffeinsatz in den Drehrohröfen
6.2.2 Gesamtstaub, Chlorwasserstoff und Fluorwasserstoff
6.2.3 Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid, angegeben als Stickstoffdioxid
6.2.4 Gesamtkohlenstoff und Kohlenstoffmonoxid
6.2.4.1 Darstellung und Bewertung der Messergebnisse
6.2.4.2 Zwischenergebnis
6.2.5 Schwefeldioxid und Schwefeltrioxid
6.2.5.1 Darstellung und Bewertung der Messergebnisse
6.2.5.2 Zwischenergebnis
6.2.6 Quecksilber
6.2.6.1 Darstellung und Bewertung der Messergebnisse
6.2.6.2 Zwischenergebnis
7 Resümee
8 Ausblick
Das Hauptziel dieser Arbeit ist die Analyse und Evaluierung des Einflusses der Mitverbrennung von Ersatzbrennstoffen auf das Emissionsverhalten in deutschen Zementwerken. Dabei wird untersucht, ob eine Korrelation zwischen dem Abfalleinsatz und erhöhten Schadstoffemissionen besteht, unter Berücksichtigung der aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen.
3.3.6.2 Stickstoffoxide
Die Entstehung von Stickstoffmonoxid und Stickstoffdioxid ist bei technischen Feuerungen auf drei Entstehungswege zurückzuführen. Zum einen können diese Stickstoffoxide (NOx) durch stickstoffhaltige Brennstoffe (Brennstoff-NOx) entstehen. Der im NOx enthaltene Stickstoff entstammt somit dem Brennstoff und nicht der Verbrennungsluft. Es wird angenommen, dass der im Brennstoff chemisch gebundene Stickstoff durch Pyrolyse und Entgasung zunächst zu einfachen Aminen und Cyaniden abgebaut wird. Mit Sauerstoff reagieren diese Verbindungen anschließend zu NOx. Die Menge des entstehenden NOx hängt stark von den Brennstoffen ab. [Richers/Guenther 2014]
Zum zweiten als sogenanntes promptes NOx können bei sauerstoffarmer Verbrennung entstandene Brennstoffradikale (CHn) mit Stickstoff erst zu Cyaniden und anschließend zu NOx reagieren. Diese Reaktionen erfolgen schon bei Temperaturen um 1000 °C. Bei technischen Feuerungen ist dieser Entstehungsweg von geringer Bedeutung. [Richers/Guenther 2014]
Zum dritten entsteht thermisches NOx, bei Temperaturen oberhalb von 1200 °C durch die Reaktion von Anteilen des Stickstoffs aus der Verbrennungsluft mit Sauerstoffradikalen. Die Reaktion verläuft proportional zu der Konzentration an atomarem Sauerstoff. Da im Drehrohrofen Temperaturen von mehr als 1600 °C vorhanden sind, stellt diese Bildungsreaktion die maßgebliche Quelle für NOx bei der Zementproduktion dar.
1 Einleitung: Beschreibt die Bedeutung des energieaufwendigen Zementklinker-Brennprozesses und den historischen Anstieg der Substitution fossiler Brennstoffe durch Ersatzbrennstoffe.
2 Aufgabenstellung und Zielsetzung: Definiert das Ziel, Daten zur Emissionsfernübertragung in Bezug auf den Abfalleinsatz auszuwerten und die rechtlichen Rahmenbedingungen zu beleuchten.
3 Der Zement: Erläutert Grundlagen der Zementherstellung, die Chemie und Produktion des Zements sowie Entstehungsprozesse von Emissionen.
4 Brennstoffe für die Zementklinkerherstellung: Beschreibt technische Kriterien für Regel- und Ersatzbrennstoffe sowie Methoden zu deren Aufbereitung.
5 Wesentliche rechtliche Rahmenbedingungen der Zement-produktion: Analysiert europäische und nationale Gesetze wie die Abfallrahmenrichtlinie und Industrieemissionsrichtlinie.
6 Einfluss der Ersatzbrennstoffe auf das Emissionsverhalten ausgewählter Zementwerke: Wertet reale Emissionsdaten aus, um den Einfluss von Ersatzbrennstoffen auf spezifische Schadstoffe zu prüfen.
7 Resümee: Fasst die Erkenntnisse über Chancen, Risiken und rechtliche Anforderungen der Abfallmitverbrennung zusammen.
8 Ausblick: Erörtert notwendige Verbesserungen bei der Messqualität und die zukünftige Bewertung der Umweltverträglichkeit.
Ersatzbrennstoffe, Sekundärbrennstoffe, Zementherstellung, Abfallmitverbrennung, Emissionsverhalten, Emissionsgrenzwerte, Industrieemissionsrichtlinie, Kreislaufwirtschaftsgesetz, Klinkerbrennprozess, Stickstoffoxide, Schwermetalle, kontinuierliche Emissionsmessung.
Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der Substitution fossiler Regelbrennstoffe durch Ersatzbrennstoffe in deutschen Zementwerken auf das Emissionsverhalten.
Zentrale Themen sind die Zementproduktion, die energetische Verwertung von Abfällen, die Einhaltung von Immissionsgrenzwerten und die entsprechenden rechtlichen Rahmenbedingungen auf EU- und nationaler Ebene.
Ziel ist es, den Einfluss der Abfallmitverbrennung auf luftverunreinigende Emissionen durch Auswertung telemetrischer Messdaten von fünf Zementwerken zu evaluieren.
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse zu technischen und rechtlichen Grundlagen sowie eine empirische Datenauswertung kontinuierlicher Emissionsmessungen der Zementwerke.
Der Hauptteil befasst sich mit der Zementherstellung, den Brennstoffeigenschaften, der rechtlichen Regulatorik (AbfRRL, IE-RL) und der konkreten Analyse der Emissionsdaten für verschiedene Schadstoffe.
Wichtige Begriffe sind Ersatzbrennstoffe, Emissionsverhalten, Zementherstellung, Abfallmitverbrennung und BVT-Schlussfolgerungen.
In einigen Fällen korrelieren diese Emissionen, was auf reduzierende Bedingungen durch den Einsatz inhomogener Ersatzbrennstoffe im Ofeneinlauf hindeuten kann.
Die Analyse zeigt, dass die Mitverbrennung von kommunalem Klärschlamm nicht zu einer signifikanten Erhöhung der Quecksilberemissionen führt.
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