Akademische Arbeit, 2019
47 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Methodik
3. Slums
4. Armut in Deutschland
5. Deutschlands Wohnungen und der Neubaubedarf
6. Welche Wohnungen fehlen in Deutschland?
6.1. Mindestgröße der Wohnungen
6.2. Leistbarkeit einer Wohnung
6.3. Versorgungsbedarf in Deutschland
6.4. Wohnungsversorgungspotential
6.5. Vergleich von Versorgungsbedarf und Versorgungspotential
6.5.1. Soziale Wohnungsversorgung für Haushalte mit weniger als 100 Prozent des Bundeseinkommens
6.5.2. Fazit der sozialen Wohnungsversorgung
7. Modularisierung
7.1. Raummodule aus Holz
7.2. Wohnhaus Treet in Bergen (Norwegen); ARTEC
7.3. Studentenwohnheim Woodie in Hamburg
8. Fazit und Ausblick
Die Arbeit untersucht den wachsenden Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in Deutschland, analysiert die Ursachen für die aktuelle Versorgungslücke in Großstädten und bewertet die Modularisierung als effiziente Lösungsmöglichkeit im Wohnungsbau.
7. Modularisierung
Wie die Analyse im vorherigen Kapitel gezeigt hat, besteht vor allem Bedarf an günstigen Kleinwohnungen. Der konventionelle Hausbau stößt da oft an seine Grenzen, da hohe Baukosten, zu wenig Bauland, langwierige und aufwendige Genehmigungsverfahren und zu lange Bauphasen ihn daran hindern, billige Methoden zu entwickeln. Die hohen Investitionen des üblichen Bauens werden folglich auf die Haushalte umgelegt. Teure Mieten sind das Ergebnis. Es erfordert also neue Herangehensweisen und Konzepte, um die Probleme zu bewältigen, die jedoch nicht an ihrer Qualität zum konventionellen Bau verlieren. Tatsächlich ist es so, dass die Ansprüche der Nutzer zunehmen und man vermehrt auf die Wünsche im Rahmen der Individualisierung eingehen muss.
Das Konzept der Modularisierung könnte eine Antwort auf die Frage sein, wie man in Zukunft die Komplexität der neuen Ansprüche erfüllen will. Modularisierung bezeichnet einen industrialisierten Hausbau nach dem Baukasten-Prinzip. In der Fabrik werden bereits fertige Module hergestellt, die nur noch zusammengesetzt werden müssen. Anschließend können die fertigen Module direkt zur Baustelle transportiert werden und müssen dort nur noch montiert werden. Das Prinzip der Modularisierung kann bereits in anderen Industriebranche, in denen der Druck nach ständiger Weiterentwicklung größer ist als in der Baubranche, beobachtet werden. So gibt es zum Beispiel in der Autoindustrie schon längst die Plattform-Strategie, bei der Kunden ihr Fahrzeug individuell konfigurieren können, längst bevor es im Werk vom Band rollt. Die gestalterische und technische Entscheidung trifft also der Kunde, den Grad des Möglichen gibt die Firma vor. In der Baubranche könnte so ein Konzept ganz ähnlich aussehen.
1. Einleitung: Beschreibt den globalen und nationalen Bedarf an günstigem Wohnraum sowie die staatlichen Versäumnisse bei der Mietpreisregulierung.
2. Methodik: Erläutert den Aufbau der Untersuchung von der globalen Perspektive der Slums bis hin zur detaillierten Bedarfsanalyse in deutschen Städten.
3. Slums: Definiert Slums als weltweites Phänomen und untersucht deren Ursachen sowie die sozioökonomischen Auswirkungen auf die Bewohner.
4. Armut in Deutschland: Beleuchtet die Entwicklung des sozialen Wohnungsbaus und die aktuelle Problematik der Armutsgefährdung durch steigende Mieten.
5. Deutschlands Wohnungen und der Neubaubedarf: Analysiert den Zusammenhang zwischen Bevölkerungswachstum, Zuwanderung und dem daraus resultierenden Neubaudefizit.
6. Welche Wohnungen fehlen in Deutschland?: Eine datengestützte Untersuchung zu Mindestgrößen, Leistbarkeit und den spezifischen Versorgungslücken in deutschen Großstädten.
7. Modularisierung: Stellt das Baukasten-Prinzip als industrielle Lösung vor und präsentiert Holz-Raummodule sowie erfolgreiche Referenzprojekte.
8. Fazit und Ausblick: Führt die Vorteile der Modularisierung zusammen und plädiert für nachhaltige, flexible Baukonzepte zur Sicherung von leistbarem Wohnraum.
Wohnungsmarkt, bezahlbarer Wohnraum, soziale Wohnungsversorgung, Modularisierung, Raummodule, Holzbau, Armutsgefährdung, Mietpreise, Bevölkerungsentwicklung, Neubaubedarf, Nachhaltigkeit, Serienfertigung, soziale Ausgrenzung, Stadtentwicklung, Wohnungsbaupolitik.
Die Arbeit befasst sich mit dem Mangel an bezahlbarem Wohnraum in Deutschland und der Notwendigkeit, durch neue Bauweisen wie die Modularisierung marktgerechte Lösungen für Geringverdiener zu finden.
Zentrale Themen sind die soziale Wohnungsversorgung, die ökonomischen Aspekte von Armut, die Bedarfsanalyse in Großstädten und die technische sowie ökologische Relevanz des modularen Holzbaus.
Ziel ist es, die Versorgungslücke auf dem deutschen Wohnungsmarkt zu quantifizieren und zu belegen, dass die industrielle Serienfertigung von Modulen ein geeignetes Instrument zur kostengünstigen Wohnraumbereitstellung darstellt.
Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Methodik, basierend auf Statistiken zur Bevölkerungsentwicklung, dem Mikrozensus und der Untersuchung von wohnungswirtschaftlichen Kennzahlen.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsanalyse der Wohnsituation in Deutschland, eine detaillierte Bedarfsermittlung nach Einkommensgruppen und die Vorstellung des Konzepts der Modularisierung als Baualternative.
Schlüsselwörter umfassen Wohnungsmarkt, Modularisierung, Raummodule, soziale Wohnungsversorgung, Armutsgefährdung und leistbarer Wohnraum.
Die Arbeit stellt klar, dass in Deutschland kein direkter Slum-Zustand wie in Entwicklungsländern vorliegt, jedoch eine schleichende soziale Ausgrenzung durch hohe Mietbelastungen stattfindet.
Das Treet-Gebäude wird als bahnbrechendes Beispiel für ein Holzhochhaus in modularer Bauweise genannt, das Passivhausstandards mit effizienter Vorfertigung kombiniert.
Die Analyse zeigt auf, dass insbesondere kleine Haushalte (Singlehaushalte) von einer massiven Fehlverteilung des Wohnraums betroffen sind, da der Markt nicht genügend kleine und bezahlbare Einheiten bietet.
Die Standardisierung durch Module ermöglicht eine witterungsunabhängige, durchgetaktete Fließfertigung, was die Baukosten erheblich senkt und die Qualität durch industrielle Prozesse steigert.
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